Dritte Orte und ihr Potenzial für das Sozialkapital von Menschen mit Fluchterfahrung: Rolle und Handlungsempfehlungen für die Soziokultur
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Leonor Dettling und Céline Haller zeigen in der vorliegenden Bachelorarbeit auf, was das Potenzial von Dritten Orten für das Sozialkapital von Menschen mit Fluchterfahrung ist und leiten daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis der Soziokulturellen Animation ab. Für Menschen mit Fluchterfahrung ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch eingeschränkte Rechte, Gesundheitsprobleme und fehlende finanzielle Mittel erschwert. Soziale Kontakte und Kommunikation können sich positiv auf die Betroffenen auswirken. Dazu eignen sich niederschwellige Begegnungsorte, welche nach dem Stadtsoziologen Ray Oldenburg als Dritte Orte bezeichnet werden. Dieser setzt sich mit Räumen auseinander, an welchen sich das informelle öffentliche Leben abspielt. In diesen besteht das Potenzial, Sozialkapital zu erweitern. Pierre Bourdieu beschreibt soziales Kapital als Ressource, welche einem Individuum angehört, während Robert D. Putnam es als Netzwerke bezeichnet. Die Konzepte Dritte Orte und Sozialkapital werden beschrieben und fünf Leitfadeninterviews mit Betroffenen dienen als Grundlage für die darauffolgende qualitative Forschung. Die vorliegende Arbeit stellt die Verknüpfung der beiden Konzepte sowohl in der Literatur wie auch in der Empirie fest. Dritte Orte bieten für Menschen mit Fluchterfahrung vielfältige positive Wirkungen auf unterschiedlichen Ebenen. Da Dritte Orte in der Soziokulturellen Animation vielfach vorzufinden sind, stellt die Auseinandersetzung und Weiterentwicklung dieser ein relevantes Handlungsfeld dar.