Typisch JuristIn! - Typisch SozialarbeiterIn! Eine qualitative Untersuchung der gegenseitigen Einstellungen zwischen Jurist/Juristinnen und Sozialarbeiter/Sozialarbeiterinnen
Description
Typisch JuristIn – Typisch SozialarbeiterIn! Hinter solchen Formulierungen verbergen sich stets Einstellungen. Es handelt sich dabei um bestimmte Bilder, welche sich aus verschiedenen Erfahrungen und Vorstellungen zusammensetzen. Ab dem 1. Januar 2013 werden Schweiz weit verschiedene Disziplinen in der Fachbehörde des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrecht vertreten sein. Zum interdisziplinären Team werden auch die Sozialarbeit und die Rechtswissenschaft gehören. Die Soziale Arbeit als jüngere Profession wird auf die Rechtswissenschaft treffen, welche als klassische Profession anerkannt ist und ein hohes gesellschaftliches Ansehen geniesst. Aufgrund dessen richten in der vorliegenden Arbeit der Autor und die Autorinnen ihren Blick auf die gegenseitigen Einstellungen der beiden Disziplinen und erforschen diese mittels Gruppendiskussionen. Im Anschluss daran werden diese aus psychologischer und professionssoziologischer Perspektive erklärt und diskutiert. Die Ergebnisse der qualitativen Forschung zeigen einflussreiche Einstellungen, welche zwischen den beiden Disziplinen bestehen. Eine zentrale Erkenntnis dabei ist, dass die Professionellen der Sozialen Arbeit an ihrer beruflichen Identität arbeiten müssen, um sich proaktiv einzubringen und den anderen Fachdisziplinen auf Augenhöhe begegnen zu können. Daher ist es von grosser Bedeutung, dass beide Professionen auf die gegenseitigen Einstellungen aufmerksam gemacht und zur Reflexion ihrer Einstellungen angeregt werden. Im Abschluss der Arbeit werden Schlussfolgerungen für die Fachpersonen gezogen und Empfehlungen für die Zusammenarbeit abgegeben sowie Perspektiven für die Profession Sozialer Arbeit und der KESB aufgezeigt.
Notes
Files
2012_ba_Jeker-vonRotz-Meier.pdf
Additional details
Subjects
- Sozialarbeit
- gnd:4055676-1