Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf ein mögliches BGM 4.0: Die Beschleunigung der digitalen Transformation durch die Covid-19-Pandemie und ihre Folgen auf die Ressourcen und Belastungen Erwerbstätiger
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Die vorliegende Masterarbeit untersucht mittels einer Literaturrecherche die Beschleunigung der digitalen Transformation durch die Covid-19-Pandemie und ihre Folgen auf die Ressourcen und Belastungen Erwerbstätiger sowie deren Einfluss auf mögliche zukünftige BGM-Strategien.
Am 12. März 2020 erklärte die WHO die Atemwegserkrankung Covid-19 offiziell als weltweite Pandemie. Die rasante Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2, im Folgenden als Corona-Virus bezeichnet, beschäftigt bis heute weltweit die Bevölkerung und in besonderem Masse auch die Arbeitswelt. Megatrends der Arbeitswelt 4.0 wie Globalisierung, Digitalisierung und Virtualisierung erfuhren durch die Covid-19-Pandemie eine zusätzliche Dynamik, durch welche Arbeitgebende schnelle Lösungen zu neuen Arbeitsformen wie Homeoffice, virtuelle Meetings, Plattformökonomien und vieles mehr entwickeln mussten. Altbewährte Strukturen und Prozesse sind nicht mehr dazu geeignet, mit den neuen Bedingungen umzugehen. Die Covid-19-Pandemie hat zudem auch die Bedürfnisse der Arbeitenden stark verändert: Weg von strengen Hierarchien, hin zu Freiräumen, Verantwortung, Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung. Diese Veränderung der Arbeitswelt, welche als New Work bezeichnet wird, bringt neue Ressourcen aber auch Belastungen mit sich. Für die mögliche Gestaltung des BGM 4.0 und gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen sind daher Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf Belastungen und Ressourcen relevant. Denn die neuen veränderten Arbeitsformen wie Homeoffice und mobiles Arbeiten bringen nicht nur Vorteile. Die Mitarbeitenden fühlen sich durch das Gefühl, immer erreichbar sein zu müssen, vermehrt gestresst und die Abgrenzung von Privat- und Geschäftsleben erweist sich als schwierig. Hierfür braucht es interne Unternehmensregelungen und Unterstützung der Führungskräfte.
Vor diesem Hintergrund stehen das Personalmanagement im Allgemeinen und das BGM im Besonderen im Arbeits- und Gesundheitsschutz vor neuen Herausforderungen, die es im Zeitalter der Arbeitswelt 4.0 zu meistern gilt. Die Erfolgsformel für ein ganzheitliches BGM besteht heute aus der Verzahnung von analogen und digitalen Komponenten.
Um das komplexe Handlungsfeld der Präventionsmassnahmen zu verstehen, wird in dieser Arbeit der Bezug zur Systemtheorie hergestellt. Mit systemtheoretisch geplanten, angebotenen und evaluierten Präventionsmassnahmen lassen sich die Wirkungskette ableiten und der Erfolg zuordnen. Werden zudem die Veränderungen, die New Work mit sich bringt, in ein BGM 4.0 integriert, eröffnen sich neue Handlungsfelder auf der Verhaltens- und Verhältnisebene.