Dialogisches Lernen auf der Sekundarstufe I: Ein pädagogisch-didaktisches Modell auf dem Prüfstand
Description
Diese Masterarbeit stellt das pädagogisch-didaktische Modell des Dialogischen Lernens von Ruf/Gallin dar und dokumentiert eine entsprechende Umsetzung auf der Sekundar-stufe I im Fach Räume, Zeiten, Gesellschaften mit dem Anspruch auf Zielstufengerechtigkeit. Diskutiert werden die Fragen, welchen Effekt die Implementierung der vier Hauptinstrumente des Dialogischen Lernens auf den Unterricht, das heisst das Lernen und Arbeitsverhalten der Schüler:innen sowie die Rolle der Lehrperson, haben und ob mithilfe des Dialogischen Lernens zweckmässig und produktiv mit (Leistungs-)heterogenität umgegangen werden kann. Auf der einen Seite fand der Unterricht zu einem gewissen Grad offener und individualisierter statt, womit das Können beziehungsweise die Stärken der Lernenden vermehrt zum Tragen kamen. Ferner erhöhte sich die Anzahl an Feedbackanlässen. In puncto selbstständiges Arbeiten konnten die meisten Schüler:innen einen Kompetenzzuwachs erfahren. Andererseits hat sich gezeigt, dass eine 1:1-Umsetzung ohne Weiteres nicht möglich ist und dialogische Lehr-Lern-Prozesse viel Zeit benötigen. Zudem ist das Dialogische Lernen hinsichtlich Selbstregulierung, allgemein metakognitiven und bezogen auf das Fach RZG spezifisch methodischen Kompetenzen ziemlich anspruchsvoll. Leistungsschwache Schüler:innen bekunde-ten deshalb Mühe mit der neuen Unterrichtsform. Aus diesem Grund erscheint es als Reaktion auf (Leistungs-)heterogenität nur bedingt geeignet. Die Aktionsforschung wurde im Unterricht mit zwei AB-gemischten ersten Sekundarklassen durchgeführt und ist somit quantitativ nicht aussagekräftig. Aus den Ergebnissen lassen sich jedoch wert-volle Erkenntnisse für einen nächsten möglichen Zyklus ableiten.
Notes
Files
Büeler_2022_Dialogisches Lernen auf der Sekundarstufe I_MA-Thesis_VoR_1.pdf
Files
(3.1 MB)
| Name | Size | Download all |
|---|---|---|
|
md5:50e4a1157d579c7a7be7b794b1c9f5b4
|
3.1 MB | Preview Download |