Lebensqualitätsbefragungen von Menschen mit Behinderung in der Schweiz: Eine Forschungsarbeit zu den Möglichkeiten und Hindernissen von Peer-Befragungen mit dem überarbeiteten Fragebogen von Curaviva
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Die vorliegende Forschungsarbeit möchte die Möglichkeiten und Hindernisse in der Lebensqualitätserfassung von Menschen mit Behinderung aufzeigen, wenn diese selbst durch Menschen mit Behinderung als Peer durchgeführt wird. Lebensqualitätserfassung dient dem Sichtbarmachen von Lebensumständen, woraus konkrete Veränderungen für die Lebenswelt der Befragten abgeleitet werden können. Lebensqualitätsbefragungen durch Peers finden in der Schweiz bisher nicht statt. In einer Projektarbeit von Studierenden der Hochschule Luzern Soziale Arbeit wurde 2020 der Fragebogen zur Lebensqualität von Curaviva überarbeitet. Der Fragebogen wurde in Leichter Sprache, mit Unterstützter Kommunikation und der Möglichkeit für den Einsatz in Peer-Befragungen konzipiert.
Vier Lebensqualitätsbefragungen durch einen Peer und einer Expertin wurden mit diesem Fragebogen im Rahmen dieser Forschungsarbeit in der Stiftung Brändi organisiert, videodokumentiert und untersucht.
Die Autorenschaft - Sebastian Hesse erstellte ihre Erkenntnisse auf Grundlage von Fachliteratur, den Interviews mit den Beteiligten der Befragungen und stellt diese einer Aussenperspektive von der Expertin Stefania Calabrese und ihrer Analyse der Videos gegenüber. Erkenntnisse dieser Arbeit sind, dass Peer-Befragungen mit dem überarbeiteten Fragebogen überzeugende Resultate ermöglichen, auch wenn professionelle Schulung für Befragende bisher kaum stattfanden. Neben einem hohen Spassfaktor in den Befragungen mit dem Peer wurden zahlreiche Mehrwerte für alle Beteiligten gewonnen.