Sicher daheim – auch ein Thema für die Schule? Eine qualitative Befragung zur Nicht-Durchführung des Gewaltpräventionsprojekts «Keine Daheimnisse!» an Schulen in der Deutschschweiz: Projektbericht
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In der Schweiz erleben 4,4 % aller Kinder im Elternhaus regelmässig körperliche Gewalt (Kinderschutz Schweiz, ohne Datum). Im Jahr 1997 wurde die UN-Kinderrechtskonvention (KRK) durch die Schweiz ratifiziert (UNICEF, ohne Datum). Darin verpflichtet sie sich, rechtliche Massnahmen für eine gewaltfreie Erziehung zu treffen. Trotzdem existiert bis heute kein Gesetz, welches den Eltern die körperliche Züchtigung ihrer Kinder verbietet. Dieser Missstand kann Auswirkungen auf die Entwicklung von betroffenen Kindern und Jugendlichen haben (Baier et al., 2018, S. 43). Der Verein National Coalition Building Institute (NCBI) Schweiz versucht mit seinem Projekt «Keine Daheimnisse!» an Schulen Kinder und Jugendlichen über ihre Rechte aufzuklären. Sie werden ermutigt, ihre Stimme zu erheben und sich gegen daheim erlebte Ungerechtigkeiten zur Wehr zu setzen (daheimnisse.ch, ohne Datum). Im Auftrag von NCBI analysierten wir mittels qualitativer Befragungen von Schulleitern und Schulsozialarbeiter*innen, welche bereits einmal in Kontakt mit NCBI standen, warum Schulen das Präventionsprojekt «Keine Daheimnisse!» (noch) nicht flächendeckend durchführen. Durch die geführten Befragungen wurde NCBI aufgezeigt, welche Stolpersteine Schulen daran hindern, das Projekt «Keine Daheimnisse!» zu buchen. Als einer der Hauptgründe konnten unveränderbare strukturelle Gründe wie fehlende zeitliche, personelle oder finanzielle Ressourcen eruiert werden. Zudem erhielt NCBI Schweiz Anregungen für mögliche Projekt- und Marketingoptimierungen.