Auswirkungen des Covid-19 Lockdowns auf Organisationen der Sucht- und Überlebenshilfe im Bereich Schadensminderung und deren Benutzer*innen: Handlungsempfehlungen für die Praxis der Sozialen Arbeit im Umgang zum möglichen «new-normal» der Pandemiesituation in der Suchtarbeit und Obdachlosenhilfe. Ergebnisse aus einer qualitativen Befragung in den Städten Luzern, Bern und Zürich.
Authors/Creators
Description
Suchtmittelabhängige und/oder obdachlose Menschen stehen gemäss bestehender Fachliteratur in ihrem Alltag vielen Herausforderungen gegenüber. Darunter gehören finanzielle Probleme und der Kampf gegen Stigmata. Bei einer schweren Suchtmittelabhängigkeit dreht sich alles um die Beschaffung der Substanz. Bedürfnisse wie Nahrung und Schlaf stehen hinten an. Um diesen Menschen eine Unterstützung zu bieten, gibt es diverse Angebote von Organisationen im Bereich der Sucht- und Überlebenshilfe wie Notschlafstellen, Gassenküchen, Kontaktund Anlaufstellen, Drogen-Abgabestellen und Gassenarbeit.
Durch die Covid-19 Pandemie und den Regelungen des Bundes, um diese zu bekämpfen, mussten viele Organisationen der Sucht- und Überlebenshilfe ihre Angebote anpassen. Diese Anpassungen führten unausweichlich zu Auswirkungen auf die Benutzer*innen. In der vorliegenden Bachelorarbeit gehen die Autor*innen den Fragen nach, wie die getroffenen Anpassungen in den verschiedenen Organisationen genau ausgesehen haben und welche bio-psycho-sozialen Auswirkungen diese auf die Benutzer*innen der Angebote hatten. Die Ergebnisse aus einer qualitativen Befragung bei Fachpersonen aus der Sucht- und Überlebenshilfe zeigen, dass die Anpassungen unterschiedlich angegangen wurden. Bezüglich bio-psycho-sozialen Auswirkungen auf die Benutzer*innen wurden einige Beobachtungen von den Fachpersonen geschildert.
Diese Arbeit soll es den genannten Organisationen vereinfachen, in einem möglichen «new normal» dieser Pandemiesituation, ihre Angebote mit Blick auf die Benutzer*innen adäquat anzupassen und auch in Zukunft auf ähnliche Situationen reagieren zu können.