Published May 1, 2021 | Version v1

Anwendbarkeit der FAIR Data Principles auf digitale Sammlungen in deutschen Forschungsmuseen – Digitaler Anhang

Authors/Creators

  • 1. Fachhochschule Potsdam
  • 2. Institut für Museumsforschung

Description

Der digitale Anhang der Masterarbeit Anwendbarkeit der FAIR Data Principles auf digitale Sammlungen in deutschen Forschungsmuseen im Studiengang Informationswissenschaften der Fachhoschule Potsdam enthält die Dokumentation und die Forschungsdaten als eine ZIP-Datei.

Die Dokumentation umfasst eine tabellarische Übersicht der Recherchergebnisse zu Forschungsmuseen, zu den digitalen Sammlungen der untersuchten Museen und zu den ausgewählten Objekten als CSV-Dateien. Hinzu kommen die Screenshots der Website der untersuchten Museen und deren betrachteten digitalen Sammlungen als PNG-Dateien. Auch tabellarische Übersichten der vier genutzen Kriterienkataloge sind als CSV-Dateien enthalten.

Die Forschungsdaten bestehen aus den Screenshots der ausgewählten Objektdaten der sechs untersuchten Forschungsmuseen als PNG-Dateien. Die Objektdaten des Deutschen Museums in München liegen auch als LIDO-Datensatz und die des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig als CSV-Datensatz vor.

Die Screenshots und die Kriterienkataloge werden in der Masterarbeit belegt. Die Masterarbeit ist unter https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:525-25310 zu finden.

 

Abstract Masterarbeit

Im Zuge der Digitalisierung werden zunehmend Objektdaten im Web publiziert. Jedoch ist unklar, ob diese von Forscher:innen genutzt werden und sie qualitativ ausreichend sind. Eine vielversprechende Lösung stellen die FAIR Data Principles dar. Seit ihrer Publikation im Jahr 2016 haben sie sich schnell innerhalb der Forschung verbreitet und sind Teil nationaler und internationaler Forschungsförderprogramme. FAIR ist ein Akronym für Findable, Acessible, Interoperable and Reusable. Ihr Ziel ist es, die Wiederverwendbarkeit von Forschungsdaten zu verbessern, indem die Daten unter anderem mit klaren und eindeutigen Nutzungsbedingungen ausgezeichnet werden. Eine Besonderheit der 15 Prinzipien ist die Fokussierung auf die Lesbarkeit der Daten, sowohl von Menschen als auch von Maschinen. In diesem Sinne ist die Anwendbarkeit von FAIR auf Museen Thema der Untersuchung.
Fragestellung Die Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Anforderungen an deutsche Forschungsmuseen bezüglich der Nutzung der Objektdaten als Forschungsdaten im Sinne der FAIR-Prinzipien gestellt und inwiefern diese Anforderungen bereits erfüllt werden.
Methode Für die Selektion des Datenkorpus wird eine Online-Recherche, für den Kriterienkatalog eine Literaturrecherche und für die Beurteilung der FAIRness des Datenkorpus eine qualitative Bewertung durchgeführt.
Ergebnisse Keines der untersuchten Objektdaten der sechs betrachteten Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft ist vollständig FAIR-konform, aber mit 13 von 15 erfüllten Prinzipien ist das Deutsche Museum in München das FAIRkonformste Museum. Von allen Museen werden die Prinzipien F2, A1.1, A1.2 und I1 vollständig erfüllt, was an der Arbeitsweise in der Objektdokumentation und der Web-Publikation liegt. Das Prinzip A2 wird von keinem Museum erfüllt, wodurch Defizite in der Museumsarbeit deutlich werden. Die anderen Prinzipien werden, bis auf R1.3, unterschiedlich erfüllt.
Schlussfolgerung Insgesamt bieten sich die FAIR-Prinzipien als Startpunkt für wiederverwendbarere Forschungsdaten im musealen Bereich an. Jedoch zeigen die untersuchten Museen zum Teil erhebliche Defizite auf, wie fehlende oder unklare Nutzungsbedingungen und Datenprovenienzen. Deutlich wird auch, dass die FAIR-Prinzipien nicht alle Anforderungen an Objektdaten abdecken. Dazu gehören die Langzeitarchivierung oder die Vertrauenswürdigkeit der Daten.

Notes

Zu beachten ist, dass die Screenshots der Datenbank montan.dok des Deutschen Bergbaumuseum Bochum den historischen Stand abbilden. Am 17.02.2021 erfolgte ein Relaunch der Datenbank mit funktionalen und technischen Änderungen, welche Auswirkungen auf die Darstellung der Objektdaten haben. Der Relaunch des Digitalen Objektkatalogs des Germanischen Naationalmuseum wirkt sich ebenfalls auf die Gestaltung der Objektdaten aus. Ferner unterliegen alle angefertigten Screenshots der Website der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und des AQUiLA-Suchportals dem Urheberrecht. Rechtsinhabende ist: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt.

Files

MasterarbeitAnnaBeer2021_DigitalerAnhang.zip

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