Published September 13, 2020 | Version v1

CORPORATE COMPANY BUILDING IN ÖSTERREICHISCHEN UNTERNHEMEN: Anwendung – Prozesse – Kriterien der Partnerauswahl

Authors/Creators

Description

  • Transkripte von 8 leitfadengestützten Interviews mit Experten unterschiedlicher Organisationen und Branchen
  • Interviewleitfaden der für die acht Interviews verwendet wurde.
  • Diese Daten waren die Basis für die Master Arbeit "CORPORATE COMPANY BUILDING IN ÖSTERREICHISCHEN UNTERNHEMEN: Anwendung – Prozesse – Kriterien der Partnerauswahl" 
    an der Johannes Kepler Universität Linz (2020)
  • KURZFASSUNG:
    Durch die rapide Entwicklung neuer Technologien und die daraus resultierenden Innovationen der letzten Jahre, wurden ganze Unternehmen und Branchen disruptiv verändert.[1] Viele bestehende Unternehmen schaffen es nicht, diese Herausforderungen, sowie den zunehmenden Innovationsbedarf  mit den bewährten Mitteln und hauseigenen Innovationen, zu bewerkstelligen.[2] Der Trend entwickelte sich daher immer mehr von einem Closed Innovation Ansatz in Richtung des Open Innovation Ansatzes.[3]  In diesem Zusammenhang gewannen in den letzten Jahren vor allem Kollaborationen, zwischen Startups und Corporates, zunehmend an Bedeutung. Eine immer weiter wachsende Anzahl an Firmen öffnete die Innovationsprozesse, gaben Startups den Zugang zu Ressourcen, um im Gegenzug, neue Technologien und Geschäftsmodelle entwickeln bzw. integrieren zu können. Eine besonders neue Form zur Entwicklung von neuen Produkten, Dienstleistungen oder gar Geschäftsmodellen im Bereich von Open Innovation sowie Corporate Venturing, ist das Corporate Company Building.[4] Aufgrund dieser Tatsache, stellt sich die Frage, inwiefern das Phänomen Corporate Company Building bereits bei den heimischen Unternehmen angekommen ist und auch angewendet wird, welche Prozessabläufe es dabei gibt und welche Kriterien die Partnerauswahl beeinflussen. Die Forschungsfrage soll im Rahmen des empirischen Teils der Arbeit durch qualitative Experteninterviews beantwortet werden. Die Datenerhebung erfolgt dabei mittels eines leitfadengestützten Interviews mit acht Experten/innen aus unterschiedlichen Organisationen und Branchen.

    Anhand der beschriebenen Prozesse der Unternehmen lässt sich feststellen, dass in den Organisationen kaum repetitive, professionalisierte Gründungsprozesse für solch eigenständige Unternehmen (Spin-offs) vorhanden sind. Dies stellt jedoch einen zentralen Punkt in der Definition eines Company Builder dar, wodurch festgehalten werden kann, dass dieses neuartige Phänomen in österreichischen Unternehmen noch wenig etabliert ist. Große Unterschiede ergaben sich nicht nur in der Prozessabwicklung eines Company Builders, sondern auch in der Auswahl der Partner. Während manche Unternehmen sehr darauf Bedacht sind, neue Technologien zu finden. Versuchen andere Unternehmen auf bestehendes aufzubauen und gemeinsam mit dem Startup ein Unternehmen zu entwickeln. Aus diesem Grund unterscheiden sich wohl auch die Kriterien zur Auswahl der geeigneten Partnerunternehmen. Zwar gibt es einige Bereiche die sich überschneiden, dies ist aber sehr stark davon abhängig mit welchem Ziel das Corporate nach einem Startup sucht und, ob eine gemeinsame Umsetzung von Projekten geplant ist.

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