Trauma und Bindung in der Heimerziehung: Die Bedeutung von sozialpädagogischen Handlungsansätzen in der Arbeit mit traumatisierten und bindungsgestörten Kindern in der Heimerziehung
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Gegenstand dieser vorliegenden Arbeit ist die Auseinandersetzung mit traumatisierten und bin-dungsgestörten Kindern in der Heimerziehung. Für diese Gegenüberstellung wird zu Beginn auf die Begriffe Trauma und Bindung und deren Verbindung zueinander eingegangen. Weiter ist die Spezifizierung der Handlungsansätze in der Heimerziehung Schwerpunkt dieser Abhandlung. Traumatische Erfahrungen können die Bindungssicherheit von Kindern zerstören, wobei sie be-sonders auf die gesunde Entwicklung einwirken, wenn das Trauma durch eine Bindungsperson verursacht wurde. Erleben Kinder bereits in den ersten Lebensjahren tiefgreifende Traumatisie-rungen, können daraus schwerwiegende Störungen in der Bindungsentwicklung resultieren, welche sich als Bindungsstörungen manifestieren. Die Folgen davon können sich in einem ge-gensätzlichen Verhalten der Kinder zeigen, wie beispielsweise im exzessiven Anklammern oder in der sozialen Isolation, zudem ist es für betroffene Kinder herausfordernd auf Beziehungsan-gebote einzugehen. Festzuhalten ist, dass eine verlässliche, konstante und vertrauensvolle Beziehung zu einer Per-son einer der wichtigsten Grundlagen für das Kind ist, um sich altersgerecht entwickeln und ent-falten zu können. Traumatisierende Erlebnisse, die in einer Bindungsstörung resultieren, können durch Fachkräfte korrigiert werden, indem sie als Bindungsperson für das Kind fungieren. Die aufgeführten Handlungsansätze sind auf diese korrigierenden Bindungserfahrungen in der Hei-merziehung sowie auf traumapädagogische und bindungsspezifische Ansätze ausgelegt, die so-zialpädagogische Fachkräfte darin unterstützen, betroffenen Kindern Orientierung und positive Beziehungserfahrungen zu bieten.