Berufliche Neuorientierung – ein Ausdruck transformativer Ich-Entwicklung? Eine explorative Studie zur Untersuchung von persönlicher Entwicklung in Unsicherheitsräumen.
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Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Frage nach der Interdependenz von
freiwilligen beruflichen Neuorientierungen und persönlicher Entwicklung. Bis heute werden
Berufswechsel in der Forschung und Literatur noch häufig als Resultat falscher Entscheidungen
in der Berufsorientierung und Unzufriedenheit infolge von sich wandelnden Arbeitsumfeldern
abgehandelt. Diese Studie untersucht hingegen, inwiefern eine transformative Entwicklung des
Individuums selbst und die damit einhergehende veränderte Sinnbildung mit dem Berufswechsel
zusammenwirken kann. Männliche Studienteilnehmer im Alter von 26 bis 48 Jahre sind mithilfe
des Washington University Sentence Completion Test auf ihr aktuelles Ich-Entwicklungsniveau
hin untersucht und anschließend in intensiven problemzentrierten Interviews zu ihrem
Berufswechselprozess befragt worden. Die Ergebnisse des explorativen Vorgehens legen nahe,
dass die untersuchten Phänomene im Sinne einer tiefgreifenden Entwicklungskrise verlaufen und
in gegenseitiger Wechselwirkung stehen können. Demnach kann der Berufswechsel Ausdruck
des Erreichens eines höheren Ich-Entwicklungsniveaus sein. Gleichzeitig ermöglicht eine
persönliche Reife der eigenorientierten Stufe offenbar erst den selbstbestimmten Berufswechsel.
Dieser bietet wiederum Situationen, die als förderlich für Persönlichkeitsentwicklung gelten.
Stichwörter:
Berufswechsel, berufliche Neuorientierung, transformative Entwicklung, Entwicklungskrise
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Berufliche Neuorientierung und Ich-Entwicklung_Kuhr.pdf
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