Published October 9, 2023 | Version v1.0
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Reverse Engineering von digitalen Medienartefakten

Authors/Creators

  • 1. Historisches Institut, Universität Bern, Schweiz

Description

Ein Beitrag zur Digital History 2023: Digitale Methoden in der geschichtswissenschaftlichen Praxis: Fachliche Transformationen und ihre epistemologischen Konsequenzen, Berlin, 23.-26.5.2023.

Abstract: Die digitale Revolution hat Archive mit digitalen Medienartefakten gefüllt, deren Analyse traditionelle geschichtswissenschaftliche Methoden herausfordert. Der Beitrag positioniert Reverse Engineering als praktische Methodik zur Analyse solcher Artefakte, indem er auf Friedrich Kittlers (1992) Artikel, der die Hardware als einzige Materialität des Computers betrachtet, und dem ‚New Materialism‘ aufbaut. Eng mit Computergeschichte und Technikwissenschaften verknüpft, werden zwei methodische Ansätze vorgestellt: zum einen eine statische Analyse, bei der die Software entschlüsselt und analysiert wird, und zum anderen eine dynamische Analyse, bei der Instruktionen in einer Simulationsumgebung untersucht werden. Beide Methoden weisen Vor- und Nachteile auf. Reverse Engineering ist für diverse digitale Medienartefakte anwendbar und ermöglicht eine tiefergehende quellenkritische Perspektive. Dadurch können intrinsische Programmfunktionen analysiert sowie Aussagen über Inhalte, Handlungsfähigkeit und Autorenschaft getroffen werden. Dies trägt zu einem umfassenderen Verständnis von digitalen Medienartefakten und ihrer Rolle in der Geschichtsforschung bei.

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Gammenthaler-Reverse Engineering Digitale Mediaartefakte_v1_0.pdf

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Book: 10.5281/zenodo.8319631 (DOI)