Published February 5, 2021 | Version v1
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Der ausdruckshafte Leib - sinnliche Erkenntnis und Empfindung bei Nishida Kitarō, zur Perzeptionsgeschichte in der Kyoto Schule

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Grundlegende philosophische Gedanken Nishida Kitarōs

Der Begründer der Kyōto Schule, Nishida Kitarō (1870-1945), setzte sich sein Leben lang mit den Ähnlichkeiten und Unterschieden auseinander, welche sich aus der Konfrontation des japanischen bzw. ostasiatischen traditionellen Gedankenguts mit jenem der europäischen Geisteswissenschaft ergaben. Er selbst verstand sich als ein Forscher des Lebens, da ihm zufolge „die Wissenschaft letztlich für das Leben sei“. Sein Anliegen war die Realität des Lebens, also die eigene Konfrontation mit Leben und Tod sowie die unmittelbare Erfahrung mit Freud und Leid im Leben zu begreifen. Da das Leben seiner Ansicht als Einheit zu betrachten sei, wandte sich Nishida gegen eine künstliche Trennung von Theorie und Praxis wie auch von theoretischer Lebens- und Weltanschauung. Daher gipfelt seine Philosophie in einer philosophisch-religiösen Lebens- und Weltanschauung (vgl. sein Werk Bashoteki ronri to shūkyōteki sekaikan, Die Logik des Ortes und die religiöse Weltanschauung 1945).

Nishidas philosophisches System suchte - wie bereits erwähnt - eine konkrete Auseinandersetzung traditionell japanisch-ostasiatischer Denkwelten mit westlich-europäischen. Diese Konfrontierung mit diversen Philosophietraditionen führte dazu, dass er ein eigenes System entwickelte, welches sowohl die Methode der westlichen Philosophie, u.a. die deutsche Phänomenologie, den deutschen Neukantianismus und den angloamerikanischen Pragmatismus berücksichtigte, als auch die ostasiatische Tradition, u.a. den japanischen Mahayana-Buddhismus und den Zen-Buddhismus miteinbezog. Diese im Grunde synkretistische und holistische Vorgehensweise, welche er bei dieser Begründung eines "neuen" Denksystems verwendet, beinhaltet die Anerkennung und Einbeziehung unterschiedlicher Denk- und damit Kulturtraditionen auf eine äußerst sensible Art und Weise, die bis heute eine einmalige Errungenschaft darstellt. Er gilt daher als „der Begründer der modernen japanischen Philosophie“, da er eben eigene philosophische Konzepte entwickelte, welche in seinem Werk Zen no kenkyu, Über das Gute 1911 ausgeführt sind (vgl. Kitarō 1989: 9). 

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