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Fallstudie Wielandbus AG / go!

Kaufmann, Guido (Autor/in); Egle, Ulrich (Autor/in)

«Hoppla…!» tippte Philipp Wieland in sein Smartphone unter den für seine Freude geteilten Facebook-Beitrag einer Schweizer Tageszeitung mit der Headline: «Im vergangenen Jahr: Uber macht 2,8 Milliarden Dollar Verlust». Er schaute aus seinem Bürofenster runter auf den Hof, wo gerade eines seiner 13 Taxis das Firmengelände der Wielandbus AG verliess, um sich beim Standplatz am Bahnhof in Murten für Kundschaft zu positionieren. Der sonnige Sommermorgen im Touristenort Murten stimmte ihn zuversichtlich, dass das Taxi heute – in der Hochsaison – von ankommenden Touristen gut ausgelastet sein würde.

Sein Gedanke wanderte nochmals zum soeben gelesenen Artikel: Dabei hatte der Fahrdienstvermittler Uber mit seinem konkurrierenden Geschäftsmodell – im Gegensatz zu ihm – doch eine vergleichsweise minime fixe Kostenstruktur, praktisch nur variable Kosten für die Fahrer, die im Gegensatz zu ihm ja mit ihren Privatwagen und auf eigene Kosten unterwegs sind. Als traditionell operierendes KMU hätte er nach Jahren des permanenten Verlustes, wie Uber soeben im Geschäftsbericht veröffentlicht hatte, sein Taxigeschäft schon lange schliessen müssen. Im Nachbarort Kerzers, einwohnermässig etwas kleiner als Murten, in den er vor elf Jahren expandierte, um auch dort seine Taxidienste anzubieten, entschied er nach einem Jahr dieses Experiment wieder aufzugeben, zu gering war der erwirtschaftete Umsatz.

+ ID der Publikation: hslu_49123 + Art des Beitrages: Fallstudie + Sprache: Deutsch + Letzte Aktualisierung: 2017-09-06 11:20:46
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