Report Open Access

Zukunft Biene 2 – Grundlagenforschungsprojekt zur Förderung des Bienenschutzes und der Bienengesundheit

Brodschneider, Robert; Oberreiter, Hannes; Morawetz, Linde; Köglberger, Hemma; Steinrigl, Adi; Etter, Katharina; Träger, Sigrid; Griesbacher, Antonia; Moosbeckhofer, Rudolf; Seitz, Kerstin; Rümenapf, Till; Lamp, Benjamin


JSON Export

{
  "files": [
    {
      "links": {
        "self": "https://zenodo.org/api/files/b68b4888-3ba3-4195-a5f3-6d2df12295fa/2021_Zukunft_Biene_27012022.pdf"
      }, 
      "checksum": "md5:8e619958d1fba2dc8a9ff67f92dbe602", 
      "bucket": "b68b4888-3ba3-4195-a5f3-6d2df12295fa", 
      "key": "2021_Zukunft_Biene_27012022.pdf", 
      "type": "pdf", 
      "size": 38806608
    }
  ], 
  "owners": [
    76555
  ], 
  "doi": "10.5281/zenodo.5909829", 
  "stats": {
    "version_unique_downloads": 70.0, 
    "unique_views": 82.0, 
    "views": 101.0, 
    "version_views": 101.0, 
    "unique_downloads": 70.0, 
    "version_unique_views": 82.0, 
    "volume": 3531401328.0, 
    "version_downloads": 91.0, 
    "downloads": 91.0, 
    "version_volume": 3531401328.0
  }, 
  "links": {
    "doi": "https://doi.org/10.5281/zenodo.5909829", 
    "conceptdoi": "https://doi.org/10.5281/zenodo.5909827", 
    "bucket": "https://zenodo.org/api/files/b68b4888-3ba3-4195-a5f3-6d2df12295fa", 
    "conceptbadge": "https://zenodo.org/badge/doi/10.5281/zenodo.5909827.svg", 
    "html": "https://zenodo.org/record/5909829", 
    "latest_html": "https://zenodo.org/record/5909829", 
    "badge": "https://zenodo.org/badge/doi/10.5281/zenodo.5909829.svg", 
    "latest": "https://zenodo.org/api/records/5909829"
  }, 
  "conceptdoi": "10.5281/zenodo.5909827", 
  "created": "2022-01-27T09:53:29.322581+00:00", 
  "updated": "2022-01-27T13:48:50.240926+00:00", 
  "conceptrecid": "5909827", 
  "revision": 3, 
  "id": 5909829, 
  "metadata": {
    "access_right_category": "success", 
    "doi": "10.5281/zenodo.5909829", 
    "description": "<p>Im <strong>Modul U </strong>werden die Winterverluste von Bienenv&ouml;lkern erhoben und auf Risikofaktoren hin untersucht. In &Ouml;sterreich wird diese Untersuchung seit dem Winter 2007/08 durchgef&uuml;hrt. Die Winterverlustraten in den vier Umfragejahren der Untersuchung f&uuml;r &Ouml;sterreich waren 2017/18 11,8% (95% CI: 11,1-12,5%), 2018/19 15,2% (95% CI: 14,4-16,1%), 2019/20 12,6% (95% CI: 11,9-13,3%) und 2020/21 12,5% (95% CI: 11,8-13,3%). Der laufende Mittelwert der Winterverluste f&uuml;r &Ouml;sterreich &uuml;ber die vier Umfragejahre betr&auml;gt 13,0%.</p>\n\n<p>Die Beteiligungsrate war zwischen 4,4% und 5,2%, wobei die Anzahl der bei &bdquo;Biene &Ouml;sterreich&ldquo; gemeldeten Imkereien und auch Bienenv&ouml;lkern so hoch wie noch nie seit dem Beginn unserer Winterverlustumfrage sind. Nur durch die erfolgreiche freiwillige Teilnahme vieler Imker und Imkerinnen an unserer Umfrage ist es uns &uuml;berhaupt m&ouml;glich Winterverluste und ihre m&ouml;glichen Faktoren &uuml;ber mehrere Jahre hinweg zu untersuchen. Hierbei wurden Analysen &uuml;ber die geografische Verteilung der Winterverluste, zu den begleitenden Symptomen, sowie zur Betriebsweise durchgef&uuml;hrt. Ein wichtiger Faktor war au&szlig;erdem die Analyse der Behandlungsmethoden, welche zur Bek&auml;mpfung von <em>Varroa destructor </em>eingesetzt wurden und deren Einfluss auf die Wintersterblichkeit. Sowie auch Trends und Verteilung der durchaus heterogenen Imkerei in &Ouml;sterreich explorativ darzustellen.</p>\n\n<p>Auf Bundeslandebene zeigt sich nur selten eine statistisch signifikante Abweichung der Verlustraten vom &ouml;sterreichischen Durchschnitt. Vergleicht man aber die Bundesl&auml;nder direkt, haben Wien und Nieder&ouml;sterreich in drei von vier Umfragejahren eine signifikante h&ouml;here Wahrscheinlichkeit f&uuml;r h&ouml;here Winterverlustraten. Die Unterschiede zwischen Bundesl&auml;ndern k&ouml;nnen auf Imkereidemographie oder &ouml;kologischen Faktoren beruhen, wie der Landnutzung. Eine Analyse der gemeldeten Symptome zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Jahren, wobei das gemeldete Symptom &bdquo;keine oder nur wenige tote Bienen im oder vor dem Volk&ldquo; in allen Jahren am h&auml;ufigsten war.</p>\n\n<p>&Uuml;ber die Umfragejahre konnten bei Faktoren die auf Professionalit&auml;t, Erfahrung in der Imkerei etc. hindeuten signifikant niedrigere Verlustraten festgestellt werden. Hierzu z&auml;hlen zum Beispiel die Betriebsgr&ouml;&szlig;e (gr&ouml;&szlig;ere Betriebe haben weniger Verluste) und Wanderimkereien (haben in zwei von vier Jahren geringere Verlustraten). Auch konnte in den letzten drei Umfragejahren ein positiver Effekt f&uuml;r einen eigenen Wachskreislauf identifiziert werden, was wiederum auf die Professionalit&auml;t der ImkerInnen oder auf generelle Qualit&auml;tsprobleme mit Wachs hindeuten k&ouml;nnte. Bei den restlichen abgefragten Betriebsweisen konnte kein signifikanter Einfluss auf die Wintersterblichkeit festgestellt werden.</p>\n\n<p>Bei der Analyse der Trachtquellen zeigt sich, dass ImkerInnen mit einer Waldtracht eine signifikante Wahrscheinlichkeit f&uuml;r geringere Winterverluste in zwei von vier Jahren hatten. Dies k&ouml;nnte wieder mit der Landnutzung aber auch mit Wetterph&auml;nomenen zusammenh&auml;ngen. Die Trachtquelle Mais zeigt wiederrum in drei aufeinanderfolgenden Jahren eine erh&ouml;hte Winterverlustrate und kann als Risikotrachtquelle bezeichnet werden. Es k&ouml;nnen aber keine kausalen Gr&uuml;nde f&uuml;r die erh&ouml;hten Verluste beim Vorhandensein bestimmter Trachten genannt werden. Die Trachten k&ouml;nnen aber als Indikator von f&uuml;r Bienenv&ouml;lker nicht idealen Standorten gesehen werden. In diesem Zusammenhang k&ouml;nnte eine einseitige Ern&auml;hrung durch mangelndes Trachtangebot, welches durch Monokulturen zustande kommt, stehen. Melezitose, der sogenannte Zementhonig, zeigt in keinem Jahr einen Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit f&uuml;r Verluste &uuml;ber den Winter. Die mit Abstand h&auml;ufigsten Meldungen eines Melezitose-Eintrags wurden 2019 von unseren TeilnehmerInnen gemeldet.</p>\n\n<p>Bei der Varroabek&auml;mpfung zeigt sich ein leichter Abw&auml;rtstrend bei der Verwendung von Ameisens&auml;ure, besonders bei der Variante der Kurzzeitbehandlung. Eine Zunahme gibt es bei Oxals&auml;ure mittels Verdampfung, biotechnischen Ma&szlig;nahmen und synthetischen chemischen Mitteln. Die Behandlungsmethoden und deren Kombinationen unterscheiden sich nur kaum in Bezug auf die Winterverlustraten, aber eine Thymolbehandlung im Sommer und Oxals&auml;urebehandlung mittels fertiger Mischung im Sommer und Winter zeigte in zwei Umfragejahren eine signifikante Wahrscheinlichkeit f&uuml;r h&ouml;here Verlustraten. Oxals&auml;ure mittels Verdampfen und die synthetisch chemischen Methoden zeigen in zwei von vier Jahren eine signifikant geringere Winterverlustrate. Die Drohnenbrutentnahme nur im Sommer erscheint unzureichend und f&uuml;hrt zu signifikant h&ouml;heren Winterverlusten, als wenn diese Methode im Fr&uuml;hling und Sommer durchgef&uuml;hrt wird.</p>\n\n<p>Die Vitalit&auml;t und Wichtigkeit der K&ouml;nigin f&uuml;r ein Bienenvolk auf den &Uuml;berwinterungserfolg zeigt sich durch den positiven Effekt auf die &Uuml;berlebenswahrscheinlichkeit bei aktivem Austausch der alten K&ouml;niginnen, sowie eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeit Winterverluste zu erleiden, wenn K&ouml;niginnenprobleme nur selten beziehungsweise gar nicht w&auml;hrend der Saison auftreten. Die Winterverluste durch &bdquo;unl&ouml;sbare K&ouml;niginnenprobleme&ldquo; betragen im laufenden Mittel &uuml;ber die vier Umfragejahre 3,6%. Kein Bundesland hat hier signifikant h&ouml;here Verlustraten verzeichnet als der &ouml;sterreichische Durchschnitt.</p>\n\n<p>Als Verbindung zu den beiden anderen Modulen, sei auf das Ergebnis signifikant h&ouml;herer Winterverluste bei Imkereien hingewiesen die w&auml;hrend der Saison Bienen mit verkr&uuml;ppelten Fl&uuml;geln beobachtet haben oder keine Angaben dar&uuml;ber machen konnten. Dieses Symptom kann von einer Virenerkrankung stammen.</p>\n\n<p>Im <strong>Modul A </strong>wurde ein &ouml;sterreichweites Monitoring von Bienenviren durchgef&uuml;hrt. Trotz der Bedeutung der Bienenviren f&uuml;r die Bienengesundheit ist &uuml;ber das Vorkommen von Viren in &Ouml;sterreichs Honigbienenv&ouml;l- kern bisher nur begrenztes Wissen vorhanden, das keine gesicherten Aussagen zur generellen Pr&auml;valenz der Bienenviren in &Ouml;sterreich erlaubt. Daher wurde die Pr&auml;valenz von acht Bienenviren auf Bienenstandniveau &uuml;ber drei Jahre erhoben. Diese Viren umfassten das Akute Bienenparalyse-Virus (ABPV), das Schwarze K&ouml;niginnenzellen-Virus (BQCV), das Chronische Bienenparalyse-Virus (CBPV), das Fl&uuml;geldeformationsvirus (getrennt in Typ A [DWV-A] und Typ B [DWV-B]), das Israelische Akute Paralyse-Virus (IAPV), das Kashmir-Bienenvirus (KBV) und das Sackbrutvirus (SBV).</p>\n\n<p>Mit dem Endbericht liegen die Ergebnisse f&uuml;r drei Probenahmen im Herbst 2018, 2019 und 2020 vor. In den drei Jahren nahmen insgesamt 211 ImkerInnen aus ganz &Ouml;sterreich teil, 176 davon die gesamte Projektzeit (Stichprobenzahl 2018: n=198; 2019: n=193; 2020: n=190). In 99% der untersuchten Proben wurde zumindest ein Virus gefunden (576 von 581 Proben). Die maximale Anzahl an detektierten Viren pro Probe waren f&uuml;nf (3% der Proben). In den meisten Proben wurden entweder drei Viren (43% der Proben) oder vier Viren (32%) nachgewiesen. In 17% der Proben wurden zwei Viren nachgewiesen, sehr selten nur ein einziges Virus (4% der Proben).</p>\n\n<p>In den Bienenproben wurden sechs der acht untersuchten Viren gefunden, die Viren IAPV und KBV wurden in keiner Probe nachgewiesen. BQCV (Pr&auml;valenz: &lt;96%) und DWV-B (Pr&auml;valenz: 88-92%) wurden am h&auml;ufigsten nachgewiesenen, sie waren fast in jeder Probe vorhanden. SBV wurde am dritth&auml;ufigsten gefunden, die Pr&auml;valenz variierte dabei signifikant zwischen den Jahren (Pr&auml;valenz: 62-81%). Auch beim vierth&auml;ufigsten Virus ABPV wurden signifikante Pr&auml;valenzschwankungen zwischen den Jahren gemessen (Pr&auml;valenz: 33-54%). CBPV wurde selten nachgewiesen, die Pr&auml;valenz variierte hier zwischen 6% und 9%. DWV-A trat im gesamten Untersuchungszeitpunkt extrem selten auf, nur vier der 581 Proben waren positiv auf dieses Virus.</p>\n\n<p>Der Virustiter der positiven Proben variierte bei allen detektierten Viren um mehrere Zehnerpotenzen. Der minimal gemessene Titer lag bei allen Viren zwischen 10<sup>4</sup> und 10<sup>8</sup> RNA-Kopien/mL Homogenat. Der maximal gemessene Wert lag zwischen 10<sup>7</sup> und 10<sup>12</sup> RNA-Kopien/mL Homogenat. Anders ausge- dr&uuml;ckt wurden in den Proben zwischen Zehntausenden und einer Milliarde RNA-Kopien/mL Homogenat festgestellt. Die drei Viren ABPV, BQCV und SBV hatten die geringsten Titer (Median in allen Jahren unter 10<sup>6</sup> RNA-Kopien/mL). Bei diesen drei Virusarten wurden jedoch auch Werte von &uuml;ber 109 RNA- Kopien/mL Homogenat gemessen. Bei CBPV und DWV-B lag der Median in allen drei Jahren zwischen 10<sup>6</sup> und 10<sup>9</sup> RNA-Kopien/mL Homogenat und war damit deutlich h&ouml;her als bei den drei anderen Viren. Entsprechend hatten auch &uuml;ber 25% der positiven Proben von CBPV und DWV-B einen Virustiter &uuml;ber 10<sup>8</sup> RNA-Kopien/mL Homogenat. Der Virustiter der vier positiven DWV-A Proben bewegte sich zwischen 10<sup>4</sup> und 10<sup>9</sup> RNA-Kopien/mL Homogenat.</p>\n\n<p>Die Pr&auml;valenz von ABPV, CBPV, DWV-B und SBV unterschied sich zwischen den verschiedenen Bundes- l&auml;ndern. Die Viren traten in Wien und dem Burgenland besonders h&auml;ufig auf, in Tirol sehr selten. Dies mag an der unterschiedlichen Seeh&ouml;he der Bienenst&auml;nde in den verschiedenen Bundesl&auml;ndern liegen. Denn ABPV, DWV-B und SBV kamen signifikant h&auml;ufiger in niederen als in h&ouml;heren Lagen vor. Auch der Titer von DWV-B und BQCV stand in negativen Zusammenhang mit der Seeh&ouml;he. Es ist zu vermuten, dass eine verk&uuml;rzte Brutzeit durch die k&uuml;hleren klimatischen Bedingungen in gr&ouml;&szlig;eren H&ouml;hen eine Hauptursache f&uuml;r eine verringerte Virusverbreitung und -reproduktion auf diesen St&auml;nden ist.</p>\n\n<p>Es gab keinen klaren Zusammenhang zwischen dem Virusauftreten und drei untersuchten imkerlichen Praktiken (Wabenerneuerung, Verwendung von Futterwaben aus abgestorbenen V&ouml;lkern, V&ouml;lkervermehrung). Dies mag teilweise daran liegen, dass sich die teilnehmenden Imkerbetriebe gro&szlig;teils an die Empfehlung der guten imkerlichen Praxis hielten. Daher war die Stichprobenanzahl an Betrieben mit suboptimalen Praktiken zu gering, um gesicherte Aussagen &uuml;ber Unterschiede zwischen verschiedenen Praktiken treffen zu k&ouml;nnen.</p>\n\n<p>Um den Zusammenhang zwischen Winterverlustrate und Bienenviren zu beschreiben, wurden zwei ver- schiedene Modellierungsans&auml;tze gerechnet. Zus&auml;tzlich zu den Daten der Virustiter wurden acht weitere potentielle Einflussfaktoren zu den Eigenschaften des Betriebes und der V&ouml;lker in die Modellierungen aufgenommen. Beide Modelle best&auml;tigen den Zusammenhang zwischen einem hohen DWV-B Titer und einer hohen Wahrscheinlichkeit von Winterverlusten. Ein hoher ABPV Titer war auch mit h&ouml;heren Winterverlusten verbunden, wenn auch der Effekt deutlich schw&auml;cher als bei DWV-B war. Die Beobachtungen von ImkerInnen von Virussymptome im Volk wurden mit den Virusdaten korreliert. Dabei wurden die Symptome &bdquo;Varroamilben auf Bienen&ldquo; und &bdquo;Bienen mit verkr&uuml;ppelten Fl&uuml;geln&ldquo; als wichtige Anzeichen f&uuml;r das ABPV Auftreten bzw. einen erh&ouml;hten Virustiter von ABPV und DWV-B best&auml;tigt. Unsere Empfehlung ist daher, dass Imkerinnen und Imker bei V&ouml;lkerdurchsichten im Sommer und Herbst ihre Aufmerksamkeit verst&auml;rkt auf diese Symptome lenken sollten. So k&ouml;nnen Virusprobleme schnell erkannt und entsprechende Gegenma&szlig;nahmen eingeleitet werden.</p>\n\n<p>Im<strong> Modul V </strong>wurden Reagenzien zum Nachweis viraler Antigene erzeugt und &bdquo;Enzyme linked immuno sorbent assays (ELISA)&ldquo; zum schnellen und kosteng&uuml;nstigen diagnostischen Nachweis von Virusinfektionen bei Honigbienen im Labor und im Feld erzeugt. Bei den Reagenzien handelt es sich um monoklonale Antik&ouml;rper (mAK), die hochspezifisch drei Bienenviren (DWV, ABPV und SBV) detektieren. Der Virus- nachweis soll &auml;hnlich wie der Schnelltest der aktuellen COVID-19 Diagnostik erfolgen und dem Imker ohne apparativen Aufwand binnen Minuten ein Ergebnis liefern. Zus&auml;tzlich wurde ein ELISA-Test im Labor etabliert, der weitaus kosteng&uuml;nstiger als die derzeit &uuml;blichen RT-qPCR Virusnachweise ist. Als Projektdauer wurden drei Jahre veranschlagt, wobei ein planm&auml;&szlig;iger Projektbeginn nach Eingang der Finanzierung eingehalten werden konnte.</p>\n\n<p>Es wurden geeignete Antigen-Pr&auml;parationen f&uuml;r die Immunisierungen und Tests produziert. Daf&uuml;r wurden Antigene des Deformed wing virus (DWV-A), Varroa destructor Virus (VDV/DWV-B), Sackbrutvirus (SBV) sowie des Virus der akuten Bienenparalyse (ABPV) durch gentechnische Methoden in Bakterien produziert. Die Strukturproteine VP1, VP2 und VP3 von ABPV, das Strukturprotein VP1 des SBV und die Strukturproteine VP1, VP2 und VP3 von VDV/DWV-B wurden erfolgreich exprimiert und chromatographisch aufgereinigt. Diese Antigene wurden zur Immunisierung von M&auml;usen verwendet. Als Erg&auml;nzung zu den gentechnisch erzeugten Antigenen wurden gro&szlig;e Mengen von SBV, ABPV und DWV durch Infektion von Bienenpuppen erzeugt und mittels Dichtegradientenzentrifugation gereinigt. Die hochreinen Viruspr&auml;parationen von ABPV, SBV und DWV wurden wiederum zur Immunisierung von Versuchsm&auml;usen herangezogen. Bei allen Versuchstieren konnte die Serokonversion best&auml;tigt werden. Nach Fusion der B-Lymphozyten mit Myelomzellen konnten f&uuml;r ABPV und SBV nach aufwendiger Selektion jeweils drei hochaffine Antik&ouml;rper bestimmt werden, die natives Virus direkt aus der mechanisch homogenisierten Bienenprobe erkennen k&ouml;nnen. Gegen VP1 des DWV-A waren bereits vor Projektstart Antik&ouml;rper aus vorangegangenen Arbeiten vorhanden, die im Rahmen des Projekts n&auml;her charakterisiert wurden. Diese Antik&ouml;rper erkennen denaturiertes Virus aus der Bienenprobe. Im Gegensatz zur Probenaufarbeitung f&uuml;r den Nachweis von ABPV und SBV m&uuml;ssen die Bienen deshalb unter anderen Bedingungen homogenisiert werden. Um die Probenbearbeitung f&uuml;r die drei Viren zu vereinheitlichen und praktikabler zu gestalten, werden derzeit neue Antik&ouml;rper gegen DWV getestet.</p>\n\n<p>Wir haben das Projektziel erreicht, einen schnellen, kosteng&uuml;nstigen Test gegen drei wichtige virale Bienenpathogene zu entwickeln. Der Sandwich-ELISA f&uuml;r den Virusnachweis im Labor konnte erfolgreich etabliert werden. F&uuml;r die Marktreife eines Dreifach - Schnelltests, der durch den Imker am Bienenstand durchgef&uuml;hrt werden kann, sind weitere Anpassungen in Absprache mit Entwicklungspartnern notwendig.</p>", 
    "language": "deu", 
    "title": "Zukunft Biene 2 \u2013 Grundlagenforschungsprojekt zur F\u00f6rderung des Bienenschutzes und der Bienengesundheit", 
    "license": {
      "id": "cc-nc"
    }, 
    "relations": {
      "version": [
        {
          "count": 1, 
          "index": 0, 
          "parent": {
            "pid_type": "recid", 
            "pid_value": "5909827"
          }, 
          "is_last": true, 
          "last_child": {
            "pid_type": "recid", 
            "pid_value": "5909829"
          }
        }
      ]
    }, 
    "version": "1.0", 
    "keywords": [
      "honigbiene", 
      "winterverluste", 
      "bienengesundheit"
    ], 
    "publication_date": "2021-09-30", 
    "creators": [
      {
        "orcid": "0000-0002-2535-0280", 
        "affiliation": "Institute of Biology, University of Graz, Graz, Austria", 
        "name": "Brodschneider, Robert"
      }, 
      {
        "orcid": "0000-0003-1019-1245", 
        "affiliation": "Institute of Biology, University of Graz, Graz, Austria", 
        "name": "Oberreiter, Hannes"
      }, 
      {
        "orcid": "0000-0002-6771-4660", 
        "affiliation": "Austrian Agency for Health and Food Safety Ltd., Vienna, Austria", 
        "name": "Morawetz, Linde"
      }, 
      {
        "affiliation": "Austrian Agency for Health and Food Safety Ltd., Vienna, Austria", 
        "name": "K\u00f6glberger, Hemma"
      }, 
      {
        "affiliation": "Austrian Agency for Health and Food Safety Ltd., Vienna, Austria", 
        "name": "Steinrigl, Adi"
      }, 
      {
        "affiliation": "Austrian Agency for Health and Food Safety Ltd., Vienna, Austria", 
        "name": "Etter, Katharina"
      }, 
      {
        "affiliation": "Austrian Agency for Health and Food Safety Ltd., Vienna, Austria", 
        "name": "Tr\u00e4ger, Sigrid"
      }, 
      {
        "orcid": "0000-0002-0544-3893", 
        "affiliation": "Austrian Agency for Health and Food Safety Ltd., Vienna, Austria", 
        "name": "Griesbacher, Antonia"
      }, 
      {
        "affiliation": "Austrian Agency for Health and Food Safety Ltd., Vienna, Austria", 
        "name": "Moosbeckhofer, Rudolf"
      }, 
      {
        "orcid": "0000-0003-2852-5047", 
        "affiliation": "Institute of Virology, Department of Pathobiology, University of Veterinary Medicine, Vienna, Austria", 
        "name": "Seitz, Kerstin"
      }, 
      {
        "orcid": "0000-0002-2951-7471", 
        "affiliation": "Institute of Virology, Department of Pathobiology, University of Veterinary Medicine, Vienna, Austria", 
        "name": "R\u00fcmenapf, Till"
      }, 
      {
        "orcid": "0000-0002-9668-1896", 
        "affiliation": "Institute of Virology, Department of Pathobiology, University of Veterinary Medicine, Vienna, Austria", 
        "name": "Lamp, Benjamin"
      }
    ], 
    "access_right": "open", 
    "resource_type": {
      "subtype": "report", 
      "type": "publication", 
      "title": "Report"
    }, 
    "related_identifiers": [
      {
        "scheme": "doi", 
        "identifier": "10.5281/zenodo.5909827", 
        "relation": "isVersionOf"
      }
    ]
  }
}
101
91
views
downloads
All versions This version
Views 101101
Downloads 9191
Data volume 3.5 GB3.5 GB
Unique views 8282
Unique downloads 7070

Share

Cite as