Presentation Open Access

CAA Webcast "Unicorns"

Timo Homburg; Florian Thiery

1. Impuls-Vortrag: Was ist dieses LOD und SPARQL und wozu brauche ich das?

Relationale Datenmodellierung und RDBMS sind in der digitalen Archäologie nicht mehr wegzudenken und die de facto Standard-Datenstruktur für archäologische Daten. Darüber hinaus gibt es aber auch immer mehr Anwendungen und Datenmodellierungen, die als Grundlage eine Graphstruktur besitzen. In der Archäologie sind dies z.B. Netzwerkanalysen, Least Cost Routing oder semantische Netzwerke, z.B. auf Basis des CIDOC-CRM Referenzmodells. 
Mit Tim Berners-Lee und anderen Wissenschaftler:inn am CERN kam nicht nur die Idee des Internets auf, sondern auch ab den 2000ern die Idee von Linked Open Data (LOD) und damit der Erstellung eines Knowledge Graphen als Linked Open Data Cloud, welche auch für die Archäologie nutzbar sind. LOD sind Teil der sogenannten 5-Sterne-Daten, die auch in der Archäologie anzustreben sind (mindestens Level 3).
Dieser Vortrag vermittelt die Grundlagen von Datenmodellierungen in Graphen, Linked Open Data und die SQL-ähnliche Abfragesprache SPARQL. Insbesondere wird auf den LOD Standard für Geodaten eingegangen: GeoSPARQL, als Pendant zu den bekannten OGC Webdiensten wie WFS und WMS. Wir geben praktische Beispiele für archäologisch relevante Datenrepositorien (Thesauri, Gazetteers, Space-Time-Gazetteers und Fachdaten), und zeigen die Möglichkeiten von SPARQL auf, welche im zweiten Teil – Workshop – parktisch in QGIS vertieft werden. Schlussendlich wird das SPARQLing Unicorn QGIS Plugin vorgestellt, welches im darauffolgenden Workshop anwendungsnah vorgeführt wird.

2. QGIS Linked Geo-Data Workshop

Im Workshop wird das SPARQLing Unicorn QGIS Plugin exemplarisch vorgeführt. Dazu werden vorhandene Daten von SPARQL Endpoints zur Abfrage und semantischen Anreicherung genutzt, aber auch Daten von Teilnehmenden verwendet, siehe Call for Datasets. Insbesondere drei Funktionalitäten werden dabei behandelt: Query von (Geo-)Datensätzen aus SPARQL Endpoints, Anreicherung von Geodaten mit Wikidata und Export von GeoJSON in vereinfachtes RDF mittels des GeoSPARQL Vokabulars.
Die Abfrage verschiedener archäologisch relevanten LOD im Raum Großbritannien –  hier: Nomisma (Münzen), Roman Open Data (Amphoren), Linked Open Samian Ware (Terra Sigillata), Linked Ogham Data (Ogham), Hadrians Wall und Limes Data  –  ermöglicht eine gemeinsame Kartierung und Auswertung in QGIS durch spezialisierte SPARQL Queries zu den Triplestores. Exemplarisch wird zudem gezeigt, wie die Anreicherung von Limes Kastellen mit Höhenangaben aus Wikidata ermöglicht wird und somit eine Kartierung erfolgt. Zuletzt können einfach strukturierte Daten aus dem Beispiel-Geodatensatz für Archäologie AtlantGIS in GeoSPARQL transformiert werden.

Der Workshop richtet sich an Teilnehmer:innen, die mit QGIS vertraut sind, die Struktur von Vektordaten kennen und sich mit relationaler Datenmodellierung im FDM beschäftigen. Kenntnisse in semantischer Modellierung, Ontologien, Linked Data oder Wikidata sind hilfreich aber keine Voraussetzung.

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