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Geister, Tod und Teufel: Ahnenglaube und Maskenlaufen im Kulturvergleich

Lussi, Kurt

Unzählige Volkserzählungen, Riten und Bräuche geben uns Kunde davon, dass das Maskenlaufen ursprünglich dazu diente, die bösen Geister zu vertreiben und die nachts herumschweifenden Seelen der Toten zu besänftigen. Diese Vorstellungen basieren auf dem in allen Kulturen beheimateten Glauben, wonach die Seele im Augenblick des Todes die körperliche Hülle verlässt und für eine gewisse Zeit in einer Zwischenwelt als Geistwesen weiterlebt. Für die Lebenden stellen die unerlösten Seelen der Toten eine Bedrohung dar. Sie setzen daher alles daran, sie aus ihrem Dasein in der Zwischenwelt zu erlösen oder zumindest ihre Macht zu brechen. Das Maskenlaufen hat daher, wie in diesem Artikel aufgezeigt wird, in fast allen Kulturen einen engen Bezug zum Tod und zur jenseitigen Welt. Dies zeigt sich besonders in ihrem Auftreten. Wie die Geister der Finsternis zeigen sich auch die Masken nur zu gewissen Zeiten und an bestimmten Orten. Und nicht selten benehmen sie sich so, als ob ein böser Geist in sie gefahren wäre.

+ Sprache: ger
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