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Das Gebäude des ehemaligen Zeughauses

Hernmann, Claudia

Das Gebäude des Historischen Museums Luzern war bis 1983 ein Zeughaus. Zur
Aufbewahrung der städtischen Waffen wurde 1472 an der heutigen Stelle – an der
Stadtmauer und direkt an der wichtigsten Ausfallstrasse gelegen, umgeben von vielen zum Unterhalt der Waffen wichtigen Handwerksbetrieben – ein erstes, hölzernes Werkhaus erbaut. 1548 wurde es durch einen Steinbau ersetzt, der nicht nur zur Lagerung von Waffen, sondern auch von Korn genutzt wurde. Als ein Hochwasser das Haus schon 18 Jahre später wieder zum Einsturz brachte, wurde das Gebäude in seiner heutigen Gestalt errichtet. Nun nur noch als Waffenlager genutzt, war es ein typisches Magazingebäude mit wenigen dekorativen Elementen. Im Erdgeschoss wurden Artillerie und schwere Grossgeräte gelagert, in den Obergeschossen Rüstungen und Kleinwaffen, im Dachgeschoss schliesslich ältere Waffen als Notreserve. Bereits seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stellte man einzelne Beutestücke aus, museal von Holzfiguren als Trophäen präsentiert; so wurde das Zeughaus bald zu einer der wichtigsten Luzerner Sehenswürdigkeiten. 1798 gingen in zwei Plünderungen die meisten antiquarischen Stücke verloren; 1878 wurden die verbliebenen Zeughausbestände dem Museum in der Kornschütte zur Ausstellung übergeben. Nachdem das Gebäude 1964 ins Kantonale Denkmalverzeichnis aufgenommen worden war, erfolgte 1977/78 eine tiefgreifende Fassadenrenovation. Zwischen 1984 und 1986
wurde das ehemalige Zeughaus zum Historischen Museum umgebaut, wobei die
Gebäudekonstruktion jedoch weitgehend erhalten blieb.

+ Sprache: ger + Reihe: Ins Licht gerückt
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