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ORCID DE - Identifikation von Forschenden im Kontext des Kerndatensatz Forschung

Schrader, Antonia C.; Pampel, Heinz

Für eine umfassende und fundierte Forschungsberichterstattung ist die Zuordnung von
Forschenden zu ihren Publikationen oder Antragstellenden zu Projekten samt deren
organisatorischer Zugehörigkeit unerlässlich. Hinsichtlich der organisatorischen Zuordnung
wird eine eindeutige Identifikation auch deshalb notwendig, um einerseits individuelle
Forschende vollumfänglich mit all ihren Forschungsaktivitäten zu betrachten und
andererseits einer Einrichtung nur die Aktivitäten, die an dieser entstanden sind, zuordnen
zu können.
Publikationen und weitere Forschungsleistungen umfassend nachzuweisen, ist angesichts
der Heterogenität der Darstellung wissenschaftlicher Aktivitäten herausfordernd.
Mehrdeutigkeiten können insbesondere bei häufig vorkommenden Namen wie Meier, Müller
und Schmidt auftreten. Aber auch die Verwendung verschiedener Schreibweisen eines
Namens, Namensänderungen und Abkürzungen eines Vornamens, wie T. oder Th. für
Thomas oder Thorsten, erschweren die eindeutige Zuordnung einer Person zu
Forschungsaktivitäten.
Abhilfe schafft hier der seit 2012 bestehende persistente Identifikator (persistent identifier -
PID) ORCID (Open Researcher and Contributor ID), der sich seither als globaler Standard
zur Personenidentifikation in der Wissenschaft etabliert hat.
Auch im Kerndatensatz Forschung wird seit 2016 die Verwendung von ORCID empfohlen.

Das Projekt ORCID DE widmet sich der Verbreitung von ORCID in Deutschland. Nach einer
ersten erfolgreich abgeschlossenen Projektphase (2016–2019) startete das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt ORCID DE im Januar 2020 in
eine zweite Förderphase (2020–2022).
Die Schaffung von Infrastrukturen für eine global eindeutige Identifikation von Forschenden
wurde in den vergangenen Jahren von Hochschulen, außeruniversitären
Forschungseinrichtungen und Verlagen durch die Nutzung und Implementierung von ORCID
vielerorts vorangetrieben. Dieser Aufbauprozess wurde durch das Projekt ORCID DE in
Deutschland u. a. durch die Bereitstellung von Informationsangeboten und die Organisation
von Workshops maßgeblich unterstützt. Kennzahl dafür ist die Anzahl der in Deutschland
registrierten ORCID iDs, die von ca. 44.000 im April 2016 auf über 200.000 im Oktober 2020
gewachsen sind. Zudem zählt das im Rahmen der ersten Projektphase aufgebaute ORCID
Deutschland Konsortium im Oktober 2020 60 Mitglieder.
In der durch die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) initiierten zweiten
Förderphase werden die bereits umgesetzten Aktivitäten im Bereich der Implementierung
von ORCID konsolidiert und aktuelle Aspekten im Bereich der persistenten Adressierung
von Organisationen aufgegriffen. An dieser Entwicklung möchten sich die
Projektpartner*innen stellvertretend für die deutschen wissenschaftlichen Institutionen von
Anfang an beteiligen. Darüber hinaus sollen neue Anwendungskontexte von ORCID (z. B. in
Workflows im Rahmen von Publikationsgebühren) erprobt und evaluiert werden.
Projektpartner von ORCID DE sind DataCite , die Deutsche Nationalbibliothek , das
Helmholtz Open Science Office am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ, die
Technische Informationsbibliothek (TIB) Hannover und die Universitätsbibliothek Bielefeld .

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