Presentation Open Access

Vorschläge zur Optimierung der Symbiose von Open-Access-Services und Forschungsinformationssystemen

Schirrwagen, Jochen; Schulz, Katharina

Vorschläge zur Optimierung der Symbiose von Open-Access-Services und Forschungsinformationssystemen

Jochen Schirrwagen, Universität Bielefeld; Katharina Schulz, Fachhochschule Bielefeld

In den Beitrag fließen die Ergebnisse der Erhebungen über Open-Access-Servicestruktur- und bedarfe im Land NRW durch das Projekt openaccess.nrw ein. openaccess.nrw ist ein vom Wissenschaftsministerium über die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW) gefördertes Vorprojekt, das darauf abzielt, die Voraussetzungen, Bedarfe und Umsetzungsoptionen für die Implementierung einer landesweiten digitalen Servicestruktur der NRW-Hochschulen und des hbz im Bereich Open Access zu klären. Anhand qualitativer und quantitativer Erhebungen wird beleuchtet, welche Open-Access-Services im NRW-Hochschulbereich bereits vorhanden sind und wie diese genutzt werden. In diesem Zusammenhang sind openaccess.nrw und die Landesinitiative CRIS.NRW in den Austausch getreten, um sich zu Themen wie der Integration von Publikationen aus Repositorien mit Forschungsinformation im FIS abzustimmen. Der Nutzen von Repositorien wird auch durch die Auswertung der Bedarfserhebung von openaccess.nrw untermauert, derzufolge 57% der Befragten es für wichtig erachten, dass ihre Hochschule ein eigenes Open Access Repositorium betreibt, https://openaccess.nrw/?p=235 . Aber erst in Verbindung mit einem FIS lassen sich Anreize und Mehrwerte für Wissenschaftler*innen so schaffen, dass das Ziel einer möglichst vollständigen Hochschulbibliographie erreicht werden kann. Im Fall von CRIS.NRW wird das FIS für Publikationen das führende System werden und eine einheitliche Erfassungsoberfläche für Publikationen bereitstellen (“One-Stop-Shop”). Die Publikationsmetadaten können mit weiteren KDSF-Entitäten, z.B. Projektinformationen, angereichert werden. Metadaten und Volltexte bzw. Forschungsprimärdaten werden an das Repository übertragen, welches seine Stärken in der Dissemination der Metadaten in Suchmaschinen wie google scholar, BASE, OpenAIRE und der Archivierung der Volltexte bzw. Primärdaten ausspielen kann.

Im Zuge der Einführung der zentral durch CRIS.NRW gehosteten FIS-Software HISinOne-RES an drei Pilothochschulen (Uni Bielefeld, Uni Wuppertal, Med-Fak. Düsseldorf) zeigen sich neben der technischen Machbarkeit der FIS-Repository-Integration und der Notwendigkeit einer funktionalen Abgrenzung von FIS und Repository auch Weiterentwicklungspotentiale für den KDSF. Neben der von der DINI-AG EPUB und dem KDSF-Helpdesk bereits initiierten Angleichung der Vokabulare für Dokument- und Publikationstypen ergeben sich weitere konkrete Bedarfe, die sich aus Anforderungen im Zusammenhang mit den FAIR-Prinzipien für Forschungsdaten, Projekt DEAL und Plan S der cOAlition S ergeben:

  • Die Verknüpfung von Forschungsliteratur mit Forschungsdaten bzw. Forschungssoftware innerhalb der Entität ‘Publikationen’ unterstützt die Kontextualisierung von Forschungsergebnissen.
  • Neben der Angabe des Zugangsrechts zeigt die Lizenz, unter der ein Forschungsergebnis publiziert wurde, an, unter welchen Bedingungen es nachgenutzt werden kann. Die Lizenzinformation, wie auch Versionsinformation dient aber auch dem Monitoring der Compliance von DEAL und Plan S.
  • Daten zur finanziellen Förderung von Publikationen (funding acknowledgement) werden bislang nicht im FIS erfasst. Dies wäre jedoch leicht umsetzbar und zum Monitoring von Open-Access-Kosten sehr interessant.

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