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Antworten auf zentrale Fragen zur Einführung von CO2-Preisen (Version 2.0) – Gestaltungsoptionen und ihre Auswirkungen für den schnellen Übergang in die klimafreundliche Gesellschaft

Mattauch, Linus; Creutzig, Felix; aus dem Moore, Nils; Franks, Max; Funke, Franziska; Jakob, Michael; Sager, Lutz; Schwarz, Moritz; Voß, Achim; Beck, Marie-Luise; Daub, Claus-Heinrich; Drupp, Moritz; Ekardt, Felix; Hagedorn, Gregor; Kirchner, Mathias; Kruse, Tobias; Loew, Thomas; Neuhoff, Karsten; Neuweg, Isabella; Peterson, Sonja; Roesti, Matthias; Schneider, Gerhard; Schmidt, Robert; Schwarze, Reimund; Siegmeier, Jan; Thalmann, Philippe; Wallacher, Johannes


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{
  "publisher": "Zenodo", 
  "DOI": "10.5281/zenodo.3644498", 
  "container_title": "Diskussionsbeitr\u00e4ge der Scientists for Future 2", 
  "language": "deu", 
  "title": "Antworten auf zentrale Fragen zur Einf\u00fchrung von  CO2-Preisen (Version 2.0) \u2013 Gestaltungsoptionen und ihre Auswirkungen f\u00fcr den schnellen \u00dcbergang in die klimafreundliche Gesellschaft", 
  "issued": {
    "date-parts": [
      [
        2020, 
        2, 
        5
      ]
    ]
  }, 
  "abstract": "<p>Publiziert als Diskussionsbeitr&auml;ge der&nbsp;<a href=\"http://scientists4future.org\">Scientists for Future</a>&nbsp;3 (43 pp). Die Erstver&ouml;ffentlichung erfolgte am 19. Aug. 2019, die geringf&uuml;gige Revision 1.1 am 22. Aug. 2019, die hier vorliegende Version 2.0 (<a href=\"https://doi.org/10.5281/zenodo.3644498\">https://doi.org/10.5281/zenodo.3644498</a>) am 5. Feb. 2020</p>\n\n<p><strong>Einleitung: </strong>Klimaschutz hat f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger eine sehr hohe Priorit&auml;t. Dies zeigt sich nicht nur regelm&auml;&szlig;ig in Befragungen, sondern auch durch die politische Bewegung &bdquo;Fridays for Future&ldquo; bzw. &nbsp;&bdquo;Klimastreik&ldquo;. Dennoch bleiben die Anstrengungen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, unzureichend. Ein wesentlicher Grund f&uuml;r das Missverh&auml;ltnis von &Uuml;berzeugung und kollektivem Handeln liegt darin, dass Treibhausgase, insbesondere in Deutschland und &Ouml;sterreich, keinen angemessenen Preis haben. Klimasch&auml;digendes Verhalten ist h&auml;ufig zu preiswert, klimaschonende Alternativen sind meist finanziell wenig attraktiv. Das gilt f&uuml;r alle: Unternehmen, B&uuml;rgerinnen, B&uuml;rger und die &ouml;ffentliche Hand. Da im Pariser Klimaabkommen 2015 vereinbart wurde, den Temperaturanstieg deutlich unter 2&nbsp;&deg;C zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, den Temperaturanstieg auf 1.5&nbsp;&deg;C zu begrenzen, ist der f&uuml;r weitere Treibhausgase verbleibende Platz in der Atmosph&auml;re sehr knapp. Knappe G&uuml;ter sollten in einer Marktwirtschaft teuer sein &ndash; ansonsten kommt es zu einem Marktversagen. Treibhausgase sind jedoch bisher nicht angemessen bepreist.</p>\n\n<p>In Deutschland wurde 2019 beschlossen einen CO<sub>2</sub>-Preis ab 2021 einzuf&uuml;hren und anschlie&szlig;end schrittweise zu erh&ouml;hen. Mit der nachfolgenden Zusammenstellung einiger in der &Ouml;ffentlichkeit h&auml;ufig diskutierter Fragen bereiten wir den Stand der Forschung f&uuml;r Interessierte auf.</p>\n\n<p>Dabei beachten wir das Sondergutachten des &nbsp;Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (&bdquo;Wirtschaftsweise&ldquo;) und die Gutachten des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), des Forum-&Ouml;kologisch Soziale Marktwirtschaft (F&Ouml;S), des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC Berlin), des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, des RWI &ndash; Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung, des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Energie und der Leopoldina von Juli 2019, die allesamt M&ouml;glichkeiten untersuchen, in Deutschland h&ouml;here CO<sub>2</sub>-Preise einzuf&uuml;hren.</p>\n\n<p>Die folgenden Ausf&uuml;hrungen sollen allen Interessierten eine wissenschaftlich fundierte Einordnung des gegenw&auml;rtigen Forschungsstandes und der daran ankn&uuml;pfenden Handlungsoptionen rund um das Thema der CO<sub>2</sub>-Bepreisung bieten. Sie erkl&auml;ren, warum &Ouml;konominnen und &Ouml;konomen CO<sub>2</sub>-Preise als das kosteng&uuml;nstigste Mittel f&uuml;r mehr Klimaschutz erachten. Es wird dargestellt, dass sich CO<sub>2</sub>-Preise unter anderem in Gro&szlig;britannien, Kalifornien, Schweden und der Schweiz bew&auml;hrt haben, und diskutiert, welche H&ouml;he f&uuml;r die CO<sub>2</sub>-Preise im Verlauf der kommenden Jahre und Jahrzehnte angemessen sind. Die beiden grunds&auml;tzlichen M&ouml;glichkeiten zur Einf&uuml;hrung von CO<sub>2</sub>-Preisen &uuml;ber eine Steuer oder einen Emissionshandel sowie Mischformen werden vorgestellt. Zudem wird beantwortet, ob CO<sub>2</sub>-Preise gerecht sind, wie sie sozial ausgewogen gestaltet werden k&ouml;nnen und warum etwaige negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit der deutschsprachigen L&auml;nder sehr &uuml;berschaubar sein d&uuml;rften. Dar&uuml;ber hinaus wird die &ouml;ffentliche Wahrnehmung von CO<sub>2</sub>-Preisen behandelt. Es wird erl&auml;utert, warum der CO<sub>2</sub>-Preis eine zentrale Bedeutung f&uuml;r die Klimapolitik besitzt, erg&auml;nzende umweltpolitische Ma&szlig;nahmen aber nicht &uuml;berfl&uuml;ssig macht.</p>", 
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  "page": "43 pp.", 
  "volume": "2020", 
  "note": "Version 1.1 wurde unter doi:10.5281/zenodo.3371150 ver\u00f6ffentlicht.", 
  "version": "2.0", 
  "type": "article-journal", 
  "issue": "3", 
  "id": "3644498"
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