Presentation Open Access

Förderbedingungen für Publikationsfonds: Open Access – ganz oder gar nicht?

Capellaro, Christof; Kaier, Christian

Welche Förderbedingungen für Open-Access-Publikationsfonds sind sinnvoll oder gar notwendig? Sind die damit verbundenen Hürden bzw. Einschränkungen mit dem Ziel einer vollständigen Transformation des Publikationssystems zu Open Access vereinbar?

Der Vortrag stellt zunächst ein umfassendes Papier zum Thema „Open Access Publikationsfonds – Einrichtung und Förderbedingungen“ vor, das im Rahmen des Projekts „Austrian Transition to Open Access – AT2OA” erstellt wurde. In dessen Teilprojekt 3 wird der Auf- und Ausbau von Publikationsfonds vorangetrieben und finanziell unterstützt.

Unter Einbindung zahlreicher Institutionen erarbeitet, stellt das Papier ein wichtiges Werkzeug für die Entwicklung von Publikationsfonds an österreichischen Universitäten dar. Es versteht sich zugleich als Werkzeug für die Evaluierung und Weiterentwicklung der Förderbedingungen bereits bestehender Fonds. Ziel ist unter anderem, die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Förderbedingungen – und somit Einschränkungen – transparent darzustellen. Anknüpfend an vergleichbare Überlegungen – etwa der TU9-Bibliotheken in Deutschland – enthält das Papier auch Impulse zur Vereinheitlichung der Förderbedingungen in einigen zentralen Punkten.

Der Vortrag geht auch auf den Prozess der Erstellung des Papiers durch eine Arbeitsgruppe ein, die aus VertreterInnen sehr unterschiedlicher Einrichtungen – von der Kunsthochschule bis zur Medizinuniversität – zusammengesetzt war. Anknüpfend an die Diskussionen der Arbeitsgruppe werden Spannungsfelder thematisiert, die sich bei der Ausgestaltung möglichst einheitlicher Förderbedingungen aus disziplinspezifischen Unterschieden („one size fits all“?) sowie den unterschiedlichen Publikationsstrategien verschiedener Einrichtungen und WissenschaftlerInnen ergeben. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage aufgeworfen, in wieweit sich einzelne Vorbedingungen für die Förderung aus einem Fonds überhaupt glaubwürdig mit dem Ziel einer vollständigen Transformation hin zu Open Access vereinbaren lassen. Abschließend wird die Reichweite des Begriffs „Publikationsfonds” thematisiert und damit die Frage, welche Arten von Ausgaben und welche Open-Access-Finanzierungsmodelle für eine Förderung aus den Mitteln eines Publikationsfonds in Frage kommen könnten – oder auch nicht.

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