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Best practice und harte Realität – die digitale Strategie des 'Heliopolis-Project'

Graichen, Thomas

Das i3mainz, Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik an der Hochschule Mainz, kooperiert im Rahmen einer DFG-Förderung mit dem Antikenministerium der Arab. Republ. Ägypten und der Universität Leipzig, Ägyptisches Museum – Georg Steindorff, in dem „Heliopolis-Project“ (http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/223572664), in dessen Mittelpunkt der Tempelbezirk des Sonnengottes in Heliopolis im Stadtgebiet des modernen Kairo (Ägypten) steht.
Seit Anfang 2016 ist das i3mainz im Rahmen der dreijährigen Förderung unter anderem für die Erarbeitung und Umsetzung des Forschungsdatenmanagements zuständig. Im weiteren Projektverlauf werden sie die Grundlage für GIS-gestützte 3D-Visualisierungen der topographischen und architektonischen Entwicklung des Heiligtums und seiner Umgebung bilden.
Im Fokus der ersten Projektphase stehen neben der Formulierung einer an Standards und Richtlinien (IANUS, ADS) orientierten Data-Policy auch die Festlegung daran angepasster, modularisierter Dokumentations- und Archivierungsprozesse. Auf Grundlage der Analyse der Grabungsabläufe im Frühjahr 2016 entwickelte das i3mainz in gemeinsamen Workshops mit den Projektpartnern aus Leipzig auf das Projekt zugeschnittene Metadaten-Modelle, Werkzeuge und Verfahren. Diese Vorgaben mündeten in entsprechenden Handreichungen, welche während der anschließenden Herbstkampagne ohne on-site-Unterstützung durch das i3mainz Anwendung fanden.
Eine kurze Vorstellung der besonderen Grabungsbedingungen im Zentrum der Metropole eines Schwellenlandes soll zunächst die konkrete Grundlage der Bemühungen verdeutlichen. Die daran anschließende Darstellung der im Rahmen der Projektphase etablierten Dokumentations- und Archivierungsprozesse bietet Gelegenheit, die Datenmodelle und Werkzeuge zu erläutern und zur Diskussion zu stellen. Am Beispiel der Prozesskette für die 3D-Befunddokumentation zeigt der Vortrag die Strategie für geeignete Bereitstellungsformate für die Handreichungen auf.
Abschließend können erste Ergebnisse zu geschätztem und tatsächlichem Aufwand einzelner Dokumentationsschritte präsentiert, sowie belastbare Aussagen zu Einschränkung oder Unterstützung der Grabungsarbeiten durch die standardkonforme Digitalisierung getroffen werden.

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