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Traditionell oder alternativ: Wie Forschende Metriken nutzen, verstehen und selbst anwenden

Orth, Astrid; Lemke, Steffen; Mehrazar, Maryam

Das exponentielle Wachstum des wissenschaftlichen Outputs erhöht stetig den Bedarf an zuverlässigen Messgrößen zur effizienten Beurteilung von wissenschaftlichen Arbeiten. Traditionell werden Zitationen und zitationsbasierte Indikatoren wie der Journal Impact-Faktor oder der h-Index genutzt. Neben diesen bibliometrischen Faktoren bieten neue Technologien und Arbeitsweisen in der Wissenschaft eine Vielfalt von webbasierten Indikatoren um den Einfluss von Forschung („Impact“] messbar zu machen, z. B. Altmetrics oder Nutzungszahlen. Viele Forschende verfolgen die Nutzung dieser quantitativen Messgrößen mit verständlicher Skepsis.
Innerhalb des *metrics Projektes führen wir quantitative und qualitative Studien in Form von Interviews, Umfragen und interaktiven Experimenten durch, um herauszufinden wie Forschende Metriken gegenüberstehen und diese selbst nutzen. Wir möchten verbreitete Missverständnisse, die zur Fehlinterpretation von Metriken führen können, ebenso aufdecken wie latente Barrieren, die Forschende davon abhalten, Metriken in ihrer vollen Bandbreite anzuwenden.
Erste Ergebnisse zeigen, dass das fehlende Wissen über eine Vielzahl von Impact Metriken Forschende von deren Nutzung abhält. Dem könnte durch die Aufnahme in Ausbildungsinhalte entgegengewirkt werden. Ebenso zeigen erste Analysen substantielle Unterschiede in der Bewertung der Nützlichkeit unterschiedlicher Metriken, wobei bibliometrische Kenngrössen weit eher als nutzbringende Indikatoren für wissenschaftliche Relevanz angesehen werden als web-basierte Metriken.
Die Studienergebnisse bieten wertvolle Orientierung im unübersichtlichen Dickicht der existierenden Indikatoren für wissenschaftlichen Impact, zeigen welche Vorbehalte von Forschenden berücksichtigt werden sollten, wenn Metriken im Bereich der Performance-Messung herangezogen und kommuniziert werden und geben Empfehlungen zur Verbesserung der Nützlichkeit von Metriken als Hilfsmittel für Forschungsevaluation.

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