Report Open Access

Evaluationsbericht MUS-E im Kanton Luzern: Ein Pilotprojekt der Hochschule Luzern – Musik in Zusammenarbeit mit SchuKuLu und MUS-E® CH/FL

Petersen, Suse

Der Forschungsschwerpunkt Musikpädagogik der Hochschule Luzern – Musik (HSLU – M) hat im
Schuljahr 2015/2016 in Zusammenarbeit mit dem Verein MUS-E CH/FL und dem Kulturportal Schule
& Kultur Luzern (SchuKuLu) ein Pilotprojekt durchgeführt, welches das Programm MUS-E® im
Kanton Luzern erstmals eingesetzt und evaluiert hat. Das Programm MUS-E® fördert die ganzheitliche
Bildung von Kindern in künstlerisch-musischen Bereichen wie beispielsweise Musik, bildender
Kunst, Tanz, Film oder Theater durch den Einsatz von Künstlern und Künstlerinnen in der Schule.
Während eines Jahres wurden in drei Primarschulklassen des Kantons Luzern zwei Wochenlektionen
in Musik und Theater angeboten, wobei in jedem Semester pro Klasse ein anderer Schwerpunkt gesetzt
wurde. Neben der Koordination durch die HSLU – M wurden in einer begleitenden Evaluation
die Perspektiven und Erfahrungen der am Programm teilnehmenden Kinder, Lehrpersonen, Kunstschaffenden,
Eltern und Schulleitenden erhoben.
Grundsätzlich kann das Pilotprojekt MUS-E im Kanton Luzern als gelungen bezeichnet werden. Die
Zufriedenheit aller Beteiligten mit der Durchführung war hoch, und das Projekt wurde als lohnend
beurteilt. Die Kinder konnten Kunst aktiv erleben, ihre Kreativität entfalten und Selbstwertgefühl,
Konzentrationsfähigkeit und Durchhaltevermögen stärken. Die Lehrpersonen bewerteten den Unterricht
durch die Kunstschaffenden sowohl als Entlastung wie auch als inhaltliche Weiterbildung. Das
Teamteaching wurde von den Lehrpersonen und den Kunstschaffenden als bereichernd wahrgenommen,
wobei die inhaltliche Verantwortung bei den Kunstschaffenden lag und die Lehrpersonen vor
allem disziplinarisch unterstützten. Das Projekt hatte jedoch nur eine geringe Wirkung über die teilnehmenden
Klassen hinaus.
Im Hinblick auf künftige Durchführungen scheinen einzelne Anpassungen sinnvoll, um das Programm
optimieren und die Zufriedenheit weiter steigern zu können. So sollte beispielsweise die Zeitstruktur
hinsichtlich der Organisation, Anzahl und Periodizität der Unterrichtslektionen flexibler gehandhabt
werden können. Die räumlichen Rahmenbedingungen und vorhandene Ausstattungen sollten entsprechend
der Kunstsparte und der geplanten Angebote schon bei der Bewerbung der Schulen und Klassen
für die Teilnahme am Programm stärker berücksichtigt werden. Schliesslich sollte bereits vor dem
Start des Programms in einer Klasse eine Abschlussveranstaltung geplant werden – wobei nicht zwingend
eine Aufführung oder eine aufwändige Präsentation stattfinden muss, sondern auch eine kleine
Werkschau oder eine «Lektion der offenen Tür» gestaltet werden kann.

+ Sprache: ger + Reihe: Forschungsbericht der Hochschule Luzern – Musik, 14
Files (3.2 MB)
Name Size
2016_14_Petersen.pdf
md5:f6a4eb9183865b103e3579a9a12b2ca7
3.2 MB Download
2,388
166
views
downloads
All versions This version
Views 2,3882,391
Downloads 166166
Data volume 538.9 MB538.9 MB
Unique views 2,2692,272
Unique downloads 159159

Share

Cite as