Presentation Open Access

Archivum Medii Aevi Digitale (AMAD): Wenn die Mediävistik auf Open Access trifft

Bianchi, Maria Aglaia

Der Vortrag präsentiert das neue DFG-Projekt AMAD und das neuartige Potential für die wissenschaftliche Community, das die Zusammenwirkung eines Fachrepositoriums als interdisziplinäre Open Access-Publikationsplattform mit einem Wissenschaftsblog als Qualitätssicherungs- und Impact-Instrument bietet.

In den Naturwissenschaften sind Fachrepositorien und Plattformen wie ArXiv für die Veröffentlichung im Open Access fest etabliert und hoch angesehen, unter anderem weil sie die für die Naturwissenschaften entscheidende schnelle Verfügbarkeit der Ergebnisse für den Forschungsdiskurs ermöglichen.

In den Geisteswissenschaften, deren Publikationskultur stark am gedruckten Buch orientiert ist, sind Fachrepositorien und Open Access-Publikationsplattformen trotz zunehmender Förderungen noch nicht etabliert. Die kostenpflichtigen Angebote der Verlage stellen auch bei elektronischen Veröffentlichungen noch oft die bevorzugte Alternative dar. Dabei können Fachrepositorien auch für die Geisteswissenschaften unter Berücksichtigung ihrer spezifischen disziplinären Anforderungen eine valide und zeitgemäße Alternative zum Verlag bieten. Zentrale Bedürfnisse der Fachcommunities sind dabei neben einer dauerhaften, zuverlässigen Publikationsform die freie Zugänglichkeit, ein gezieltes Content-Marketing und die Vernetzung mit wichtigen Schnittstellen wie Bibliothekskatalogen, Fachbibliographien und Suchmaschinen, um die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit der Veröffentlichungen zu garantieren.

Das zum 1. Oktober 2018 startende Projekt „Archivum Medii Aevi Digitale – Mediävistisches Fachrepositorium und Wissenschaftsblog für die Mittelalterforschung (AMAD)“ greift diese Bedürfnisse auf und entwickelt mit der Kopplung eines Fachrepositoriums und eines Wissenschaftsblogs eine innovative Lösung für das geisteswissenschaftliche Publizieren. Das DFG-finanzierte Projekt, das aus einer Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte mit dem Schwerpunkt Spätmittelalter an der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Hessischen BibliotheksInformationsSystem (HeBIS) und dem Akademievorhaben Regesta Imperii hervorgeht, stellt sich durch die neuartige Kombination aus mediävistischem Repositorium und Wissenschaftsblog den Herausforderungen des Open Access in der Mediävistik und eröffnet vor allem dem wissenschaftlichen Nachwuchs mit einer innovativen und zuverlässigen Publikationsinfrastruktur eine Alternative zur kostenintensiven Verlagspublikation. Durch gezielte Maßnahmen, die im Vortrag dargestellt werden, will das Projekt eine unkomplizierte, qualitätskontrollierte, frei zugängliche und schnelle Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen erreichen und den fachlichen Austausch fördern.

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