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Der Bildungsauftrag öffentlich-rechtlicher Medien. Eine Studie im Auftrag des Public-Value-Kompetenzzentrums des ORF

Grassmuck, Volker


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{
  "publisher": "ORF", 
  "DOI": "10.5281/zenodo.1063683", 
  "container_title": "Der Auftrag: Bildung im digiralen Zeitalter. Public Value Jahresstudie 2016/17", 
  "language": "deu", 
  "title": "Der Bildungsauftrag \u00f6ffentlich-rechtlicher Medien. Eine Studie im Auftrag des Public-Value-Kompetenzzentrums des ORF", 
  "issued": {
    "date-parts": [
      [
        2017, 
        11, 
        20
      ]
    ]
  }, 
  "abstract": "<p>In der intensiven Debatte \u00fcber den k\u00fcnftigen Auftrag \u00f6ffentlich-rechtlicher Medien spielt der Bildungsauftrag erstaunlicherweise fast keine Rolle. Die Studie beginnt mit einem kurzen \u00dcberblick \u00fcber die Definitionen des Bildungsauftrags \u00f6ffentlich-rechtlicher Medien in Gro\u00dfbritannien, Deutschland und \u00d6sterreich mit dem Ziel, in dem wenig konturierten Feld zumindest Parameter eines \u00f6ffentlich-rechtlichen Bildungsauftrages zu identifizieren.</p>\n\n<p>Nach der Darstellung des regulatorischen und programmlichen Ist-Zustands wird im n\u00e4chsten Schritt auf die Debatte \u00fcber die Weiterentwicklung des Auftrags im digitalen Zeitalter fokussiert. Der digitale Medienwandel stellt Grundkategorien des Rundfunksystems in Frage (\u201eRundfunk\u201c, linear vs. non-linear usw.) und fordert Redaktionen mit neuen Aufgaben (cross-mediale Multi-Plattform-Verbreitung, Moderation von Kommentaren usw.).</p>\n\n<p>Die digitale Medienumwelt bringt neue Herausforderungen hervor: algorithmisch verst\u00e4rkte Echokammern oder Filterblasen, sozialen Bots, psychographisches Targeting, K\u00fcnstliche Intelligenz ebenso wie die Reaktionen von Informationsvermeidern oder umgekehrt Sozialvermeidern wie Otaku und Hikikomori.</p>\n\n<p>Die Umwelt, in die die \u00d6ffentlich-Rechtlichen sich begeben m\u00fcssen, ist somit turbulent. Zugleich erfolgt dieser Schritt in einer Zeit, die von \u201eAutorit\u00e4tsverlust der Medien\u201c (Wolf 2015), einer Erosion der politischen Kultur und des politischen Wissens, einer \u201ePostfaktizit\u00e4t\u201c, in der gef\u00fchlte Wahrheiten wichtiger sind als Tatsachen, und einer Emp\u00f6rungsbewirtschaftung durch populistische Str\u00f6mungen gekennzeichnet ist.</p>\n\n<p>In dieser Krise der \u00d6ffentlichkeit halten sich nach allen empirischen Erkenntnissen \u00f6ffentlich-rechtliche Medien (\u00d6RM) als \u201eVertrauensanker\u201c, Leitmedien und R\u00fcckgrat der europ\u00e4ischen Qualit\u00e4tsmedienproduktion wacker. Zugleich werden sie aus verschiedenen Richtungen in ihrer \u00f6ffentlichen Finanzierung bis hin zu ihrer grunds\u00e4tzlichen Daseinsberechtigung in Frage gestellt.</p>\n\n<p>Dass in dieser Lage dem Bildungsauftrag neben Information, Beratung und Kultur eine \u00fcberragende Rolle zukommt, scheint offenkundig. Doch wie k\u00f6nnen Bildungsziele mediumsad\u00e4quat im interaktiven und plattformorientierten Internet verwirklicht werden? Welche Problem- und Gef\u00e4hrdungslagen werden von den verschiedenen Akteuren genannt und welche Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den Bildungsauftrag im digitalen Zeitalter werden formuliert? Wie k\u00f6nnen insbesondere Bildungsinhalte breit zug\u00e4nglich gemacht und vorgehalten sowie f\u00fcr die gesellschaftliche Weiternutzung bereitgestellt werden? Welche rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sind zur Erf\u00fcllung eines mediumsad\u00e4quaten Bildungsauftrages notwendig?</p>\n\n<p>Besonderes Augenmerk gilt den f\u00fcr die zentralen Fragen avanciertesten Projekten des \u00f6ffentlichen Rundfunks in Europa, darunter den Plattformpl\u00e4nen der BBC und dem ausschlie\u00dflich im Internet verbreiteten Angebot f\u00fcr 14- bis 29-J\u00e4hrige namens \u201eFunk.net\u201c von ARD und ZDF. Beide haben bereits in ihrer Planung und rundfunkrechtlichen Konzipierung Fragen \u00fcber die weitere Ausgestaltung des \u00f6ffentlichen Medienauftrags aufgeworfen und werden nach ihrem Start von vielen Beobachtern als Pfadbahner gesehen in eine Richtung, in die \u00f6ffentlich-rechtliche Angebote sich generell \u00f6ffnen m\u00fcssen.</p>", 
  "author": [
    {
      "family": "Grassmuck, Volker"
    }
  ], 
  "page": "222", 
  "publisher_place": "Wien", 
  "type": "chapter", 
  "id": "1063683"
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