Die Berliner Wirtschaft boomt, das reale Bruttoinlandsprodukt stieg 2016 gegenüber
dem Vorjahr um 2,7 Prozent und übertraft damit deutlich den Bundesdurchschnitt.
Diesem positiven Trend steht allerdings die Sorge um genügend Fachkräfte gegenüber.
Genau diesem brisanten Thema widmete sich das Diskussionspodium Y Berlin vor der imposanten
Kulisse des Berliner Domes im Cityquartier Dom Aquaree, einer Immobilie der Union Investment.
Das Dom Aquaree wurde 2004 eröffnet. Es vereint Wohnen, Leben, Arbeiten, Genießen,
Entspannen, alles unter einem Dach. Und Y Berlin findet nun zum elften Mal statt,
sprich seit 2007. Die Idee dahinter steckt ist, dass Politiker agierende aus der
Wirtschaft zusammenkommen und aktuelle, aktive Themen adressieren, die für alle
einen wirtschaftlichen Belang haben. In diesem Jahr stand die Podiumsdiskussion
im Zeichen der Rekrutierung und Förderung von Fachkräften und griff dieses wichtige
Thema mit der These auf Fachkräftemangel, Fakt oder Fiktion. Die Einführung in das
komplexe Themengebiet gab Prof. Dr. Martin Klafke, seine Keynote verdeutlichte gleich zu Beginn,
dass sich das Denken im Hinblick auf den Arbeitsplatz gewandelt hat. Gerade junge
Leute fordern eine andere Art des Arbeitslebens als ihre Vorgängergeneration.
Mehr Selbstbestimmtheit, mehr Entwicklung, die wollen mehr Sinn, mehr Wertschätzung,
Generation Facebook. Ich möchte immer gerne eine Rückmeldung haben auf das, was ich tue.
Entwicklungsperspektiven gerne innerhalb des Unternehmens und sie möchten vor allen Dingen
erkennen, warum mache ich das Ganze, Sinnstiftung. Das hochkarätige Expertenpodium aus Leitern
der Personalgewinn und großer Unternehmen, der Berliner Industrie und Handelskammer sowie
erfolgreicher Start-ups widmete sich der Frage, wie können qualifizierte Fachkräfte gewonnen
werden. Vor allem in den Bereichen, in denen bereits jetzt schon Fachkräfte Engpässe herrschen,
in der Gastronomie, dem Gesundheitswesen und bei den personennahen Dienstleistungen.
Wir machen auf der Employer-Branding-Seite unsere eigene Employer-Branding-Kampagne. Sie haben es
vielleicht auch schon gesehen, kein Job wie jeder andere, mit der sind wir jetzt schon ein paar Jahre
auch im Markt. Wir haben Formate im Social-Media-Bereich, gerade auch für die Zielgruppe, die das Medium
natürlich immer nutzt, wo wir jetzt ganz frisch dann auch auf Snapchat sein werden. Wir haben
auf Facebook täglich neue Formate, bis hin natürlich auch zum Bewegtbildformat auf YouTube.
Auch bei der Berliner Stadtreinigung ist eine hohe Bandbreite gefordert. Immerhin stellt das
Unternehmen jedes Jahr 200 Auszubildende ein. Bodenständig, so sind wir als Unternehmen,
aber immer auch mit der Möglichkeit, sich selber zu entwickeln. Und das liegt ja nicht
nur an der Unternehmen, ob sich jemand entwickelt, sondern es muss auch von dem Beschäftigten selbst
kommen oder von der Beschäftigten und ich glaube, das gelegt uns ganz gut. Angeregt diskutierten
sowohl die Podiumsteilnehmer als auch das Publikum miteinander. Nach der Veranstaltung wurde die
Fragestellung des Abends Fachkräftemangel, Fakt oder Fiktion von den Gästen weitergeführt.
Man muss immer sehen, wie viel trifft auf einen zu. Es freut ja auch immer, wenn man
andere hört, die ähnliche Probleme hat. Aber ich glaube, die Gespräche danach, dass es auch immer
worauf es ankommt. Heute muss das Unternehmen buhlen, um die jungen Leute, um die, die man
anstellen will. Und das ist eine Situation, die hat sich total verändert und das war Spannung,
deshalb war ich gerne da. Im kommenden Jahr wird das Podium Wild Berlin im Domakferie erneut
ein wichtiges Thema auf die Agenda setzen, erneut mit dem richtigen Gespür für die brennenden Themen
dieser Stadt.
