Missbrauch von Emotionen durch Politik und Medien. Aus der Hirnforschung ist
erwiesen, dass man Menschen nicht durch Argumente oder Tatsachen, sondern in
erster Linie durch starke Emotionen überzeugen und steuern kann. Von dieser
Tatsache machen auch Massenmedien und Politik reichlich Gebrauch oder besser
gesagt Missbrauch. So wurde als eines von vielen Beispielen der Erste Irak
Krieg durch einen emotion starken Auftritt eines 15-jährigen Mädchens
ausgelöst. Unter Tränen berichtete dieses vor laufender Kamera, dass es als
angebliche Krankenschwester miterlebt hätte, wie irakische Soldaten Säuglinge
aus ihren Brutkästen gerissen hätten und auf dem Boden sterben ließen.
Die stellte sich später als eindeutige Lüge und Propagandatrik heraus.
In ähnlicher Weise diente der Zusammenbruch des World Trade Centers am
11. September 2001 als Startschuss für den laufenden Krieg gegen den Terror,
in dem ein auf Emotionen aufgebautes Feindbild gegen Islamisten geschaffen
wurde. Wäre das amerikanische Volk nicht zuerst durch derartige Berichterstattungen
im Sinne der Machthaber emotional bearbeitet worden, hätte es wohl
niemals den darauf folgenden Kriegen zugestimmt.
Um verändernde Maßnahmen herbeizuführen, benutzen Politik und Medien also die
Methode der Propaganda, der Zensur oder der Falschmeldung. So bestätigt es auch
das wissenschaftliche Forschungsprojekt Swiss Propaganda Research.
Dieses beschäftigt sich mit geopolitischer Propaganda in Schweizerischen, aber auch
in deutschen Medien. Als Ergebnis seiner Recherchen konnte das Forschungsteam in
den Medien einen deutlichen Propagandaeffekt zugunsten von USA und NATO
nachweisen. Ein Beispiel hierfür sind die zeitgleichen Demonstrationen vom 26.
März 2017 in Russland und im Jemen. Bei den russischen Protesten, die sich gegen
Korruption richteten, machten die westlichen Medien offensichtlich Stimmung
gegen Russland, obwohl nur sieben bis achttausend Menschen daran beteiligt waren.
Die Demonstrationen im Jemen wurden in den westlichen Medien hingegen mit keinem
Wort erwähnt, obwohl hunderttausende Menschen in die Hauptstadt gezogen
waren. Sie alle protestierten damals gegen den Krieg, den die saudische
Kriegskoalition in ihrem Land geführt hat und gegen die dadurch verursachte
verheerende Hungerkatastrophe. Im Jahr 2011 gingen 1,5 Millionen Menschen in
Syrien für Assad auf die Straße. Dies erklärte unter anderem ein syrischer
Student vor der CDU CSU-Fraktion im Bundestag. Die Leitmedien verdrehten
kurzerhand diese Tatsache und behaupteten, es seien 1,5 Millionen Syrer
gegen Assad aufgestanden. Dass hier strategisch Emotionen der
Völker durch geschickt eingesetzte Bilder und Meldungen missbraucht werden,
zeigt auch folgende Sendung auf. Kriegstrategie leidende Kinder. Wenn man
nun dieser geschickten Manipulation der westlichen Medien und Politik nicht
länger auf den Leim gehen will, dann gilt es wieder zu lernen zwischen
kaltbütig missbrauchten, oft zwanghaften Emotionen und einem inneren
hochführenden Bauchgefühl zu unterscheiden.
