Ein Blick ins Mikroskop, doch wir sind hier nicht im Labor.
Mastering Ingenieur Adi Flück schneidet in diesem Studio Schallplatten.
Also ich rieze da die Rille, in dem Sinne in einem Lack, das ist acetat.
Das ist nicht wie nie selber, wie nie wird dann später gepresst.
Ich muss das Signal so vorbereiten, dass es der Maschine passt.
Das ist noch wichtig, weil die Maschine ist aus den 70er Jahren.
Die zentrale Arbeit ist das Umdenken in einer anderen Generation Musik.
Ein bisschen beim Schallplatten schneiden.
Der Prozess ist auch in real-time, also 1 zu 1.
Das kann man nicht verschnellen oder abkürzen, wie bei einer CD.
CDs produziert man zwar kostengünstiger,
durch ihre Lebenstauch beträgt meistens nur 20 Jahre.
Ein Grund, warum Schweizer Bands wie Yellow, Zürich West oder Fai Baba
lieber bei Adi eine Platte aufnehmen.
Es gibt drei Aufzeichnungsmethoden.
Es gibt die Methode, das direkt ab dem Computer zu machen.
Die meisten Fais werden so angeliefert, also von digital auf analog.
Dann gibt es die Variante von analog nach analog,
also dass man ab analogem Band an dem Magnetband schneidet.
Und die dritte Variante ist direkt in einem Studio,
das real-time einzuspielen, also ohne Wander dazwischen in dem Sinne.
Also eine sehr direkte Art und Weise Musik aufzuzeichnen.
Adi Flügg ist kein Vinylfreak.
Er gehört aber zu den drei bis vierhundert professionellen Weltweit,
die das Handwerk noch beherrschen.
Die alte Generation ist 70 plus.
Die hat in den 70er, 80er Jahre die Socialplatten gemacht.
Und ich gehöre jetzt zur neuen, jungen Generation,
die das Handwerk weiter trägt in die Zukunft sozusagen.
Okay.
Auch der Rock'n'Roll um Sakobili-Sänger Beatman ist kundebar Adi Flügg.
Er vermarktet die Platten von 35 Bands.
Und wenn er eine eigene neue Platte in den Händen hält,
fühlt sich das so an.
Das ist natürlich schon supergeil.
Ich mag einen Grennern bei der ersten Schallplatte.
1984, 1985, als ich machte.
Ich habe gedacht, ich sei in einem Weltstar.
Die Schallplatte als Medium der Unsterblichkeit.
Für den Beatman ist es eher das
und nicht die Suche nach einem alten Vintage-Sound.
Der Sound ist sicher relativ ähnlich wie die C.
Das würde ich jetzt mal sagen.
Vielleicht ein bisschen wärmer,
aber mir geht es vor allem bei der Schallplatte
um das Überliefern einer Musik, eines Ton-Dokumentes,
das nicht nur 10 oder 15 Jahre anhält,
sondern auch über Generationen hinweg übertragbar ist.
