Das Besondere an unserer Handwerkskunst ist der Standort. Sachsen ist der Tradition, das war
unsere Herstellung von Blasenstrumenten.
Wir hier in unserer Werkstatt, wir fertigen Trombäden und besauen nach wirklich traditioneller
handwerklicher Kunst. Jedes Instrument entsteht mit Liebe und Hingabe und Leidenschaft. Das ist
etwas anderes als wenn in einer Industrie was verbießt. Ein Musikinstrument hat vor allen
Dingen ideellen Wert. Ich bemühe mich auch zum Beispiel älteren Kunden hier bei Instrumenten
wieder einen Stand zu setzen, weil sie ihr Leben lang mit dem Instrument verbunden waren. Sie lieben
es, was individuell ist, auch wenn es vielleicht schon nah am Schrott wert ist. Wir können das
reparieren und wir können da auch helfen in der Beziehung.
Wir können jungen Menschen auch helfen, weil der Auswahl von Instrumenten, wenn sie um Weg
beschreiten und die ersten Schritte machen, gebraten der Gange, weil es ist auch wichtig,
das Instrument am Anfang, dass es passt, zu finden und zu wählen.
In den 70er Jahren bei einer Reise, wo unser Korb gespielt hat, war dann der Meister mit der
Reise, der mir eine Trombete gebaut hat, als ich 14 war, und den habe ich dann ganz einfach
mal gefragt, würden sie mich ausbilden und so kam es dazu, dass ich diesen Beruf gelernt
habe.
Meine Instrumente sind nicht zu unterstanden. Meine Instrumente sind gewissermaßen Unikate.
Meine Instrumente zeichnen sich durch Langläbigkeit aus. Qualität ist bei mir ein Anspruch, dass
so ein Instrument ein Leben lang halten kann und sollte. Das zeigt sich bei allen Teilen
jedes Einzelteile, ob das jetzt 150 oder 290 Einzelteile hat, so eine Trombete. Da muss
man schon bei jedem Einzelteil eine gewisse Qualität produzieren.
Meine Instrumente erheben den Anspruch, dass sie sehr lange halten, dass sie dem Musiker
gefallen, dass er sich wohlfühlt, dass sie eben seine Aufgaben erfüllen, nämlich Musik
zu machen, Freude zu finden und Warte zu gelben.
Die Praxis in diesem Beruf, wenn ich an der Werkbank sitze, da fühle ich mich wohl. Das
ist meine gute Stufe in meiner Werkstatt und dort kenne ich mich aus. Dort kann ich
helfen, dort kann ich meinen Fähigkeiten wirklich voll ausfallen.
Es ist aus dem Hof einfach eine Berufung geworden. Mit der Zeit hat sich das immer gefestigt.
Man ist sattelfest zu berähnen geworden und ich würde sagen, jetzt ist es eine Berufung,
weil jetzt kenne ich mich aus. Nach über 30 Jahren Praxis, da kann man Leute überraten
und helfen und dann ist es schon eine Berufung.
Es ist ein Gefühl, wenn eine Trompelle fertiggestellt ist, wenn sie wirklich die ersten Töne spielt,
ist einfach Freude damit verbunden. Eine Genugtuung, man hat was in der Hand, man freut
sich, man ist zufrieden.
Das Wissen und die Fertigkeiten, die Fähigkeiten weiterzugeben ist mir auch sehr wichtig. Ich
versuche, dass die jungen Leute das genauso gut oder besser bringen wie ich, denn ich
meine, es ist sehr viel in den letzten Jahrhunderten mit ins Grab genommen worden, wo ich der Meinung
bin, das hätte weitergegeben werden sollen. Jeder fährt es irgendwie anders an. In jeder
Werkstatt geht es anders zu und es ist mir wichtig, dass meine Lehrlinge, meine Gesellen
das lernen, was ich kann.
Mein Gesellen ist ein sehr guter Handwerker, er liebt seinen Beruf und er ist sehr fleißig,
er arbeitet sich nie fest, verliert sich auch nicht während der Arbeit sehr sachlich und
macht wirklich die Arbeit optimal.
Er lernt von mir, wer im Beruf klar kommt und auch die Liebe dazu, denke ich, kriegt
ein Stück vermittelt, weil das ist auch wichtig, nicht nur dass man seine Arbeit irgendwie
macht, sondern dass man gerne zur Arbeit kommt und die gerne macht, weil sie einfach auch
gewinnt. Das ist mir wichtig.
Musik ist für mich einfach Lebensinhalt und ganz wichtig, weil sie dort Freude und Spaß
multiplizieren kann. Musik überwindet Grenzen, das sagt man so einfach, wenn man selber erlebt,
Musik machen nicht nur möchte, sondern einfach muss. Ich finde es ist schön, wenn man durch
die Musik in der Gesellschaft sich besser zeugt findet, soziale Kontakte flägt, aufbaut
und dort ein soziales Gefüge und Kompetenz sich arbeitet.
Ich denke, jeder denkt irgendwann auch mal über eine Veränderung nach, über einen
anderen Beruf, aber das kommt für mich nicht in Frage. Ich kann was in meinem Beruf. Ich
glaube, ich würde das wieder so machen und ich möchte nichts anderes machen. Ich möchte
eigentlich bis ich einen Muldenalter nicht mehr kann diesen Beruf ausüben.
Musik
