Wir starten bei Einstieg 3. Bojen zeigen uns den Weg zur Riffkante. Gleich beim Rausschnorcheln
begegnet uns ein Riffheil im flachen Wasser. Bei Flut könnte man fast überall zur Riffkante
rausschnorcheln. Bei Ebbe würde man aber doch etwas an den Korallen schrammen. Wir haben
die Riffkante erreicht und schwimmen sofort in mitten von Fischschwärmen. Sogar Schnorchler
könnten die Vielfalt beobachten. Nachdem wir kurz die Schwärme beobachtet haben, tauchen wir die
Steilwand ab. Reti Beach hat an der Westseite eine durchgehende Steilwand. Im Süden reicht diese
bis knapp an 30 Meter Tiefe. Je weiter nördlich man kommt, geht es noch ein paar Meter tiefer.
Die Einstiege sind circa alle 200 Meter markiert. Beginnend mit Einstieg 1, ganz im Süden,
sind diese im Urzeigersinn weiternummeriert. Einstieg 2 oder 3, mittig von Reti Beach,
haben sich als die besten Einstiege erwiesen. Wir starten meist bei der Nummer 3, da hier der
Gehweg zur Basis am kürzesten ist. Zudem haben wir die Wahlmöglichkeit, die Tauchrichtung in
Abhängigkeit der Strömung zu bestimmen. Meist tauchen wir einen Tauchgang lang, nur von einem
Einstieg zum nächsten. Wir hatten aber auch Tauchgänge, bei denen wir von Einstieg 3 bis an
den Nordspitze bei den Wasserbongalos zu Einstieg 4 in 30 Minuten getaucht sind und dann mit der
Strömung in 25 Minuten wieder bei Einstieg 2 bei der Sunset Bar rausgekommen sind.
Gebänderte Scherenkanälen sitzen in so manchen Ritzen, also man muss sich schon etwas Zeit nehmen
und in die kleinen Öffnungen sehen. Man darf sich jetzt keine großartigen Highlights erwarten,
aber am ganzen Riff findet man ständig irgendeine Kleinigkeit zum Filmen.
Seltsamerweise sind wir
beide oft das einzige Badeteam, das an der Westseite die Steilwand abtaucht. Einmal fragt
uns sogar ein anderer Inselgast, ob man hier tauchen kann. Es hat fast den Anschein, dass die Basis
lieber Bußtauchgänge verkauft und auf die Steilwand gar nicht hinweist. Wir haben daher das
ganze Riff für uns alleine und natürlich Zeit auch nach Aufnahmen zu machen. Man merkt, dass sie
generell wenig tauchen unterwegs sind. Die Fische sind noch scheuer, als man das von anderen Riffen
gewohnt ist.
Meist ist die Strömung so gering, dass man sich auch den kleinen Tieren widmen kann. Mit
ausreichend Licht kommen auch die Farben gut zur Geltung. Manchmal hätte ich dennoch gern
eine stärkere Lampe. Lediglich der Preis und das Transportgewicht hält mich immer wieder
von einem Kauf ab.
