Das kausale Arbeiten habe ich völlig diesmal aufgegeben, weil ich mir jetzt keinen Spaß mehr macht.
Früher waren wir hier Arbeitspläne für Ausstörungen und das und das entworfen.
Und dann musste man das irgendwie abarbeiten.
Und am Schluss an der Wand, ob man es will oder nicht, weil man hat ja vorher geplant.
Früher musste ich hier sein, weil ich es mir selber den Plan gemacht habe.
Jetzt wüsste ich gar nicht, wo ich sonst hingehen soll.
Jetzt gehe ich frei, weil vorher war ich sozusagen zwanghaft hier.
Die Zeit ist sauger.
Es gibt so viel sinnlose Zeit im Leben, die verplämpert wird mit nichts, mit Sinnlosigkeit.
Schlange stehen, Leute, die die Story vom Pferd erzählen, das sie überhaupt früh um drei gar nicht interessiert.
Solche Dinge sehe ich vom Wesentliche abhalten und man lässt sich auch gerne ablängen.
Manchmal aus Angst vor dem Wesentlichen.
Wenn man das alles abschaltet, dann muss man nur noch die Tür aufmachen.
Es kommt alles von selben.
Was wir hier sehen ist die Batterie, weil die Quint ist in der Tropfen aus dem Ganzen ausgepresst.
Diese Köpfe sind als Porträte wie ein Zustand, wie wenn man sich etwas denkt und diese Gedanken oder eine Idee hat
und man gießt die sofort in kaltes Wasser rüft.
Diese ganzen Wunschzustände und Istzustände dieser Person, die da abgebildet sind,
immer weiter eingegrochten, eingedampft, immer wieder noch mehr reduziert, kommt man am Schluss auf Porträts.
Diese Köpfe sind Porträts.
Es sind quasi nur die Ideen des Porträts, also die Quintessenz, das Ausgepresste, was im Tropf oder im Zustand noch drinsteckt.
Ich möchte mal was langweiliges machen, und zwar ist es so, zwischen mit der Einladungskarte, da ist es dieser Hinter drauf.
Die Reaktion ist jetzt schon, oh krass, das wird ja die Vollkrase-Show, was da sonst doch kommt, X kommt.
Es gibt die Spirale, ins immer noch krasser ist langweilig, lieber den Gang zurückschalten und was ganz langweiligeres stilles machen.
Sonst wird man wahnsinnig, immer noch mehr, immer noch krasser und noch ein Arsch mehr.
Das ist genau das Gegenteil, wir machen eine ganz ruhige, langweilige Ausbildung.
Das Kunst ist ja nicht demokratisch, dass man quasi so den gemeinsamen Männer findet und dann genau alles, was man macht, was.
Und dann zeigt man, dass 100 Leute und 10 bleiben stehen und 90 gehen weg.
Das hat eher 99% Hassbekundungen. Die Läden ab, weil sie selber so berührt davon sind. Und sie werden erwischt, wie beim Wichsen erwischt werden sozusagen.
Und dann schnell wird der Getriebe raus. Und das ärgert die Leute, weil sie sich quasi selbst enttahnen, weil sie eigentlich intuitiv total gut finden, aber sie dürfen es nicht gut finden.
Nackt gibt es in verschiedenen Formen von Nackt. Es gibt ja pornografisch Nackt, es gibt heißen Nackt, es gibt kräslichen Nackt, es gibt FKK-Nackt, es gibt porno-Nackt, es gibt einem Arztnackt, es gibt einen H&M in der umkleiden Kabine, bei der Neonröhrennack überhalten.
Es gibt so verschiedene Stufen des Nackt. Und mich interessiert am allerwenigsten die sexuelle Komplimente. Da geht es einfach gar nicht so um den Erotikfaktor.
Hier geht es eher um der Körper als Start, als Basic, der dann als Kostüm, Nackteil als Kostüm, der dann behangen wird mit der ganzen Projektion, Kleidung, mit Funktionen, die er hat oder haben soll.
Also die ganze Bedeutung wird auf diesen Körper, was man draufgelebt, weil Nackt ja im Prinzip zeitlos ist. Denken müssen die Leute schon selber.
