Hallo liebe Leseratten zwischen 8 und 8 und 80. Das war so ungefähr die Zielgruppe,
die ich mir ausgedacht habe, als ich das Buch geschrieben habe. Also kein purees Kinderbuch,
sondern auch für Erwachsene interessant. Da sind so einige Anspielungen auf gesellschaftliche
Missstände auch drin und natürlich auch dazu gedacht, dass Großeltern etwas zum Vorlesen haben.
Der Lebellenflieger, merkwürdiger Titel, Lebellen fliegen natürlich und vor allem sehr gut,
besser als Hubschrauber. Die haben vier Flügel und sind unglaublich beweglich. Lebellenflieger
ist dieser junge Mann, das ist der Christian, das ist sozusagen der dritte Held der Abenteuergeschichten.
Er fliegt nämlich mit den Lebellen, wie das Ganze funktioniert. Das kann man sich gar nicht
vorstellen. Christian unterscheidet sich von anderen Kindern seines Alters dadurch,
dass er nicht so viel vom Fernseher hockt und auch nicht so sehr am Computer rum exerziert,
sondern er ist gerne in der Natur. Er ist sehr naturverbunden und liegt gerne so Bäuchlingsvorm
Gartenteich und beobachtet seine Goldfische, Idefix, Garfield und Obelix und nebenbei natürlich
auch die Insekten. Die Lebellen haben sie mal angetan, wie sie so geschickt um die Halme fliegen.
Und irgendwann gibt es zwei Lebellen, die direkt vor ihm schweben. Er kann ihn direkt vor die
Augen sehen und das sind ganz besonders große Exemplare. Und zwar sind das Lebella und Lebello,
ein Paar, wie sich später herausstellen soll. Und er plappert so ein bisschen merkwürdig vor
sich, ihr habt es gut, ihr könnt fliegen und da antworten die plötzlich, da hast du recht,
fliegen ist etwas Wunderbares. Christian will es ja nicht glauben, also sein Traum,
dass er mit Tieren sprechen kann, dass der in Erfüllung geht, das hat er ja nie gedacht. Und das
geht noch weiter. Er sagt natürlich ja, wieso könnt ihr sprechen? Ja, wir haben euch belauscht und
dabei haben wir eure Sprache gelernt. Christian sagt natürlich ja, müsst ihr aber intelligente
Tiere sein. Und da hat er schon was begriffen, die sind nämlich intelligent, weil mit ihnen etwas
nicht stimmt. Da sind Genmanipulationen im Spiel gewesen, aber das erfahren wir erst später im
Buch. Jetzt laden sie ihn auch noch zu einem Rundflug ein. Ja, wie soll denn das funktionieren?
Christian sagt ganz einfach, da guck mal, sagt Libello, da ist eine Pflanze, eine exotische und
die hat einen Nektar, der klebt unglaublich. Nimm da mal was von. Christian macht das. So und
jetzt schmier das auf deine Schultern. Es ist ein schöner warmer Tag, er hat kein T-Shirt an und
schaut und setzen die sich drauf und fliegen los. Christian's Mutter springt vom Liegestuhl auf.
Gott, es will Christian. Wo gehst du hin? Das kann doch nicht sein. Und er sagt,
oh, wir drehen nur eine Platzrunde und schon fliegen sie über seinen Heimatort. Das ist
natürlich ein unglaubliches Erlebnis und die Leute kriegen das teilweise mit. Guck mal,
Mama, da oben in der Luft schwebt ein Junge und die Autofahrer gucken nach oben. Prompt gibt's einen
kleinen Blechschaden, weil sie nicht nach unten gucken. Gut, das Trio fliegt natürlich weiter
am Kirchturm vorbei und über die Schule und irgendwann, da ist der Flug dann ziemlich schnell
zu Ende und daraus will ich jetzt mal einen kleinen Abschnitt vorlesen. Die drei gewinnen wieder an
Höhe. Ich kann bald nicht mehr, säuft Slibella. Der Bursche ist schwerer als wir dachten, stellt
auch Slibello fest. Ich glaube, wir müssen zurückfliegen. Entschuldigt sich Slibello. Er hat's kaum
ausgesprochen. Da werden die drei durch ein infernalisches Geräusch erschreckt. Ein Düsenjäger
ruft Slibella und ihre Stimme überschlägt sich. Christian ist fassungslos. Er sieht die Militärmaschine
direkt auf sie zufliegen. Alle Flügel, Stopp, Sturz, Flug. Kommandiert Slibello. Im freien Fall
geht es bergab. Christiansmagen hebt sich seine Backen flattern. Da rast der Düsenjäger auch
schon wenige Meter über ihn hinweg. Uff, gerade nochmal gut gegangen ruft Christian. Von Wegen,
kreischt Slibello. Achtung, im selben Augenblick gerät das merkwürdige Fluggespann in den gewaltigen
Sog des Düsenjägers. Der unglaubliche Windzug beschleunigt sie um ein Mehrfaches und sie drehen
sich wie ein Propeller um die eigene Achse. Christian wird ohnmächtig. Kurze Zeit später wacht
er auf. Ich lebe ja noch, wundert er sich. Ich denke, ich bin abgestürzt. Wo sind denn die Libellen?
Nur langsam kommt Christian wieder zu sich. Er findet sich auf dem Rücken liegend vor dem
Gartenteich. Ja, jetzt denkt er natürlich, er hat das alles nur geträumt. Aber am Abend in der Badewanne,
als sein Vater ihm den Rücken schrubbt und feststellt, dass da sowas klebrig ist auf seiner
Schulter ist, das gar nicht abgehen will und er muss Spülmittel holen, wird Christian klar. Das hast
du gar nicht geträumt. Das ist wirklich passiert. Jetzt kann man sich vorstellen, in der Schule am
nächsten Tag total unkonzentriert. Wartet, sehen süchtig den Nachmittag ab, legt sich wieder an
den Gartenteich und hofft, dass die Libellen vorbeikommen und tatsächlich Libello kommt vorbei
und erzählt nun die ganze Geschichte, wie er wieder zurückgekommen ist, dass sie ihn vorsichtig
abgelegt haben und gewartet haben, bis er wieder zu sich gekommen ist und dass Libella sich schwer
verletzt hat. Die haben auf einen Strohballen zugehalten. Das war natürlich ein Glück, aber
trotzdem hat sich Libella den Flügel verletzt und ein Beinchen. Christian ist natürlich sehr,
sehr traurig. Was machen wir jetzt? Und er hat eine ganz verrückte Idee. Er sagt, hier um die
Ecke gibt es einen Tierarzt, der ist richtig gut. Da können wir sie hinbringen. Libella sagt,
naja, das ist ein Tierarzt für eure Tiere, für die Dackel und die Vögel und was ihr so alles
habt für Haustiere, doch nicht für Wildtiere und schon gar nicht für Insekten. Er sagt,
Christian hast du schon recht, aber der Doktor ist richtig in Ordnung und der ist Tierleib. Und
das ist unsere einzige Chance. Ja, und da sagt natürlich Libella auch, du hast recht. Am nächsten
Tag treffen sie sich nach der Schule. Christian hat sich bewaffnet mit seinem Sparschwein,
weil ohne muss nichts los, kostet alles Geld und er hat das geschickt eingefädelt. Seine Mutter
ist zum Einkaufen und muss auch noch in den großen Supermarkt und eigentlich darf er nämlich das
Haus nicht verlassen, ohne Bescheid zu geben. Das Ganze soll natürlich auch noch gewisse Probleme
mit sich bringen und dann stehen sie tatsächlich kurz darauf vor der Tierarztpraxis. Als sie drei
den Wartesaal betreten, packt die Libellen das Blanke insetzen. Ein riesiger Schäferhund legt
auf dem Boden, eine Katze sitzt auf Rauchens Schoß und fängt sofort an zu fauchen und ein Papagei
plappert verwundert, was ist da los, was ist da los und alle lachen. Die Menschen im Warteraum haben
die Libellen noch gar nicht bemerkt und das ist wohl auch besser so. Zuerst wird der Mann mit dem
Schäferhund aufgerufen. Der Vierbeiner hat eine kranke Pfote und hinkt ins Behandlungszimmer. Die
Zeit will nicht vergehen. Erst noch die Katze, dann der Papagei, der wieder aufgeregt kreist. Was
ist da los, was ist da los? Christian Schröder ruft die blonde Arzthelferin schließlich endlich
geht es in den Behandlungsraum. Wie der Arzt wohl reagieren wird? Ha, ha, ha, tatsächlich. Ich
hab's ja nicht geklappt. Lacht der dicke Doktor mit den grauen Haaren und dem grauen Bart. Er sitzt
hinter dem Schreibtisch und klopft sich dabei auf die Schenke. Libellen in meiner Praxis, das
hatte ich ja noch nie. Meinen sie denn, sie können helfen? Ja, kommt drauf an. Wo fehlt's denn, fragt
er und versucht mit aller Gewalt ernst zu werden. Libeller hier auf meiner rechten Schulter ist
wegen einem Düsenjäger abgestürzt und hat sich am Flügel und am Bein verletzt. Das wird ja
immer toller. Ich glaube, du willst mich ein bisschen auf den Arm nehmen, junger Freund, oder? Nein,
Herr Doktor, wirklich nicht. Ja, Herr Doktor behandelt Libeller tatsächlich und durchaus mit
Erfolg und aus den Vieren. Da werden Freunde. Der Doktor ist so in Ordnung und irgendwann erfährt
er natürlich auch, was mit den Libellen los ist, dass sie sprechen können. Da kriegt fast
ne Herzkasper, wie ihr das mitbekommt und dass sie fliegen können mit dem Christian zusammen. Da
sagt er, das müssen wir untersuchen. Das ist ja übernatürlich und erinnert sich an seine
Kommilitonen. Das sind die ehemaligen Studienkameraden und er sagt, ja, die sind aus allen Fakultäten,
da sind auch Biologen dabei. Die sollen sich die Insekten mal ansehen und das Ganze machen sie
auch und kommen zu einem ganz unglaublichen Ergebnis. Die sind nämlich aus einem illegalen
Forschungslabor entflohlen und tatsächlich mit menschlichen Genen manipuliert worden und nicht
nur sie alleine, auch andere Tiere, Agler, Löwen, Hyänen und damit wird es natürlich spannend und
das ruft auch das Kriminalamt auf den Plan und sogar den Geheimdienst und es entstehen unglaublicher
Abenteuer. Das Ganze wird irgendwann in der Karibik enden, aber nur, wenn viele das Buch lesen.
Das zweite Buch ist in meinem Kopf schon fast fertig, aber schreibt es natürlich erst, wenn
wenigstens die ersten tausend Bücher verkauft sind. Viel Spaß bei der Lektüre.
