Am 9. August 2017 jährte sich zum 72. Mal der Tag, an dem die US-Regierung die zweite
Atombombe in der Geschichte der Menschheit in der japanischen Stadt Nagasaki zum Einsatz
brachte.
Die Stadt hatte zu jenem Zeitpunkt ca. 260.000 Einwohner.
Mit der Exklusion der Plutonium-Bombe mit 21.000 Tonnen Ansprengkraft starben unmittelbar
22.000 Menschen, fast ausschließlich Zivilisten.
Beinahe die halbe Stadt wurde zerstört.
Nach Schätzungen starben weitere 70.000 bis 80.000 Menschen innerhalb der nächsten
vier Monate an ihren Verletzungen und der radioaktiven Strahlung.
Weitere 10.000 Menschen starben einen qualvollen Krebstod in den Jahren und Jahrzehnten danach.
Dazu kamen die völlig deformiert geborenen Babys, die nur eine kurze Lebenserwartung hatten.
Zusammen mit Hiroshima, das drei Tage vorher der ersten US-amerikanischen Atombombe zum
Opfer gefallen war, sind ca. 500.000 Menschen getötet worden.
Vor der Weltöffentlichkeit wurde der Einsatz der Atombombe von der US-Führung humanitär
begründet.
Nämlich, dass man dem erbitterten japanisch-amerikanischen Krieg ein schnelles Ende bereiten und auf
diesem Weg einen Blutvergießen für einige 1.000 US-Soldaten verhindern wollte.
Doch im Nachhinein stellte sich heraus, dass dieser Mythos vom humanitären Atombombe-Einsatz
lediglich ein Vorwand war.
Später kamen nämlich ans Licht, die US-Militärs und Präsidenten Thumen waren darüber informiert,
dass Japan praktisch kampfunfähig war.
60 Prozent der japanischen Großstädte waren zerstört, ebenso der größte Teil der Flotte
und die Luftstreitkräfte.
Die amerikanische Luftaufklärung hatte die Lage im Juli 1945 so eingeschätzt, dass Japan
kurz vor der Kapitulation stand.
Am 9. Juli hatte der japanische Botschafter Sato Naotake daher bereits um Friedensverhandlungen
gebeten.
Die Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki waren somit aus militärischer Sicht völlig
unnötig.
Dies bestätigte auch US-General Curtis Lemay, der berühmte für die Bombardierung zuständige
Befeßhaber.
In einer Pressekonferenz am 20. September 1945 sagte er wörtlich.
Der Krieg wäre in zwei Wochen vorbei gewesen, ohne dass die Russen einmarschiert wären
und ohne die Atombombe.
Die Atombombe hatte mit dem Ende des Krieges überhaupt nichts zu tun.
Doch warum wurde die Atombombe dann überhaupt abgeworfen?
Gemäß verschiedenen Kritikern wie zum Beispiel dem US-amerikanischen Historiker Carl Alparovitz
wollte die US-Regierung mit dem Einsatz der Atombombe vor allem eine klare militärische
Überlegenheit zur Schau stellen, um dem sowjetischen Staatschef Josef Stalin einzuschüchtern.
Stalin meldete nämlich auf der Konferenz von Yalta vom 4. bis 11. Februar 1945 und auf
der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis 2. August 1945 immer größere Ansprüche an.
Er kündigte an, in den Krieg gegen Japan einzugreifen und Land zu vereinnahmen.
Mit den Atombomben galt es nun vor allem Stalin zuvor zu kommen.
Die US-Regierung habe den Kuchen mit niemanden teilen und als alleiniger Sieger die Macht
übernehmen wollen.
Unter diesen Vorzeichen hatte es US-Präsident Thumen daher abgelehnt, die Bombe über eine
unbewohnte japanische Insel zu demonstrieren und erlehnte es darüber hinaus auch ab,
die Einwohner der beiden Städte vorher zu warnen, um eine Evakuierung zu ermöglichen.
Thumens Absicht war es, eine maximale Zerstörung und Einschüchterung auszulösen, um die klare
Überlegenheit der USA zu demonstrieren und so die Sowjets aus dem Pazifik fernzuhalten.
Laut verschiedenen US-Historikern und anderen Forschern wie beispielsweise dem deutschen
Schriftsteller Harry Turk sei dieses Ziel der US-Dominanz im Pazifik allem anscheinend
nach bereits lange vor dem Krieg geschickt eingefädelt worden.
Die US-Regierung führte schon seit Jahren einen vehementen Wirtschaftskrieg gegen Japan,
mit einer Seeblockade und Sanktionen.
Japan wurde komplett von allen Rohmaterialien abgeschnitten, einschließlich Rohöl und Eisen.
Japan sah nur zwei Möglichkeiten, entweder sich auf Gedei und Verderben der Einflussnahme
der US-Regierung zu unterwerfen oder einen Befreiungsschlag durchzuführen, indem es
die US-amerikanische Pazifikflotte vernichtete, welche Japan im Würgegriff fiel.
Diesen verzweifelten Befreiungsschlag hatten US-Präsident Roosevelt und das Pentagon bewusst
provoziert.
Der Angriff auf die US-Flotte in Pearl Harbor kam daher nicht überraschend.
Das heißt, Präsident Roosevelt nahm den Tod fast von 2.400 eigenen Soldaten und Matrosen
in Kauf und damit Japan und Deutschland, Japan als Verbündete, den Krieg erklären zu
wollen.
Die neuen leistungsfähigen und hochgerüsteten Flugzeugträger der US-Marine wurden übrigens
vor dem Angriff aus dem Hafen in Sicherheit gebracht.
Die Japaner zerstörten somit lediglich alte und zum Teil ausgedehnte US-Kriegsschiffe,
wie es zum Beispiel der deutsche Schriftstelle Harry Turk in seiner als Tatsachenbericht
bezeichneten Publikation Pearl Harbor die Geschichte eines Überfalls darlegte.
Die Geschichte lehrt uns somit, dass Krisen und Kriege besonders gründlich beleuchtet
werden sollten, mit der Frage, wem nützt es?
Besondere humanitär gegründete Kriegsabsichten sollten entgegen allen Äußerungen von Politikern
und Medien auf verdeckte Machtinteressen genauestens untersucht werden.
Aktuell beispielsweise die von US-Präsident Trump genannte Option, die US-Militärs aus
humanitären Gründen zur Schadensminimierung und Demokratisierung in Venezuela eingreifen
zu lassen.
Oder Trumps Warnung, einen präventiven Ersschlag gegen Nordkorea zu führen, um Nordkorea von
seinen Raketen- und Atomwaffenprogramm abzuhalten und die USA und die umliegenden Ländern vor
einer Bedrohung Nordkoreas zu schützen.
Und nicht zuletzt gilt es äußerst wachsam hinzuschauen und zu fragen, wem nützt es,
wann immer Russland als unberechenbarer, menschenrechtsverachtender Aggressor gebrannt
Markt mit Sanktionen überschüttet und militärisch umzingelt wird.
