Und ich möchte diesen Laufsteg eröffnen mit einem Gast, den ich persönlich eingeladen habe.
Und wie soll ich mal sagen, ab du komm mal hoch.
Da ist er, hallo!
Wie ihr schon gesagt habt, mein Name ist Adrachman.
Ich bin der Leiter von einer ziemlich großen muslimischen Hilfsorganisation hier in Europa.
Wir bauen Weisenhäuser, Krankenhäuser, Kläranlagen.
Das Ganze ist so weit gegangen, dass wir zum Beispiel die einzige Kläranlage von Gaza gebaut haben
oder das größte Weisenhaus von Ghana.
Was sehr interessant war, war, dass wir Muslime sind in Deutschland.
Ihr seid Christen, auch von überall aus Europa, genauso wie wir, aber aus der Schweiz.
Und man hat uns so ein bisschen aufeinander aufmerksam gemacht,
weil wir alle beide die negativen Erfahrungen mit den Medien gemacht haben.
Die Medien verbinden.
Die Medien verbinden.
Und zwar haben wir Muslime untereinander Geld gesammelt,
um einen großen Brunnen bauen zu lassen in Afrika für die notleidenden Christen.
Ja.
Allerdings habt ihr auch gesammelt für einen großen Brunnen.
Und zwar auch für Afrika, für die notleidenden Muslime.
Ja.
Ja, und das ist uns ganz wichtig.
Ich möchte das nicht nur in Worten oder in Theorie abhandeln.
Ich wollte einfach wissen, was Kose dort so ein Brunnen.
Da haben wir auch gezeigt, sie bauen überall Brunnen.
Da haben wir gezeigt vor und nachher, haben mich sehr bewegt.
Und ich habe mich eigentlich entschieden,
statt eben mit dem Urlaub zu machen, mit meiner Familie,
ich habe dann herausgefunden, so ein Brunnen dort, 3.500,
kriegt man richtigen Brunnen für eine Gemeinschaft hin.
Und ich habe mich bewusst entschieden,
einen muslimischen Brunnen in Ghana zu bauen für eine Moschee.
Und wir haben uns entschieden einen großen elektrischen Brunnen.
Beide haben dieselbe Art, auch für 3.500 Euro,
die ich dabei habe, bauen zu lassen für eine Kirche in Ghana.
Wir haben auch ein paar Bilder mitgebracht.
Da kann ich euch einfach mal ein bisschen beschreiben,
wenn die eingeblendet werden.
Wir haben ja inzwischen schon über 250 Brunnen gebaut weltweit.
Und man kann zum Beispiel auf dem ersten Bild,
kann man sehen, die Kinder sind es gewohnt,
ihr Waschwasser, ihr Trinkwasser aus Pfützen rauszuschöpfen.
Und manchmal laufen die dafür mehrere Kilometer, 10 Kilometer,
laufen die um Sohnwasser am Ende zu trinken.
Ich glaube, ich brauche euch nicht viel dazu zu sagen,
dass das nicht nur ganz schwere hygienische Zustände sind,
sondern dass das auch am Ende viele Krankheiten mit sich zieht,
viele Gesundheitsnachteile mit sich zieht.
Und der Junge hat zum Beispiel in der Dokumentation,
wir haben, wenn man unser Name eingibt auf YouTube,
ganz viele Dokumentationen, der Junge hat uns mal erzählt,
dass er 10 Jahre lang seines Lebens
hat er aus diesem Abwasserkanal getrunken.
Und jetzt inzwischen hat die Gemeinschaft dort mehrere Brunnen.
Und das ist natürlich für die eine Riesenveränderung.
Und da seht ihr zum Beispiel unseren Kameramann,
das ist alles Müll, was ihr da seht.
Das ganze Viertel, 40.000 Menschen in der Hauptstadt von Ghana,
in Accra, wurde auf einem Kanalisationsberg gebaut.
Das ist ein Slumpviertel, das sind natürlich nicht alle Viertel so,
aber speziell dieses Viertel.
Und die Leute dort haben also kein sauberes Trinkwasser.
Und da wollen wir aushelfen. Am Ende, wenn es fertig ist der Brunnen,
ihr seht das dann in den nächsten Bildern,
seht ihr dann also das Endprodukt, hier wird erstmal gebohrt,
das ist so eine Drilling Machine auf Englisch, auf Deutsch einfach,
wird gebohrt, es wird ein ganz großes Loch, ein Bohrhol wird gebohrt
und das ist also für große elektrische Brunnen,
da kommen so große Maschinen auch.
Und wenn wir dann aufs nächste Foto kommen,
das ist dann zum Beispiel ein fertiger Brunnen.
Wir bauen aber jetzt, haben wir uns entschieden, noch einen größeren Brunnen,
weil das ist ein Handpumpenbrunnen.
Wir bauen einen Brunnen, wie der im nächsten Foto, glaube ich, zu sehen ist.
Genau, das sind also so große elektrische Brunnen,
da hat man dann auch hier so kleine Wasserhände, die rauskommen,
ähnlich wie bei uns hier.
Die Leute können also gleichzeitig auch viel Wasser schöpfen,
was ja bei einer Institution, bei einer Küche und bei einer Moschee dann auch sein muss.
Es ist ja dann nicht ein Brunnen, wo einfach mal Privatpersonen das Wasser schöpfen.
Ihr seht hier zum Beispiel, da wird morgens von sechs bis neun Uhr
stehen die Leute von den Dörfern dort an.
In einer riesigen Schlange, das kann man sich gar nicht vorstellen,
vielleicht eine ein Kilometer lange Schlange
und die stehen mit den kleinen Tonnen, mit den kleinen Bechern,
stehen die an und tragen das dann nach Hause das Wasser.
Am schönsten ist dann natürlich, wenn man am Ende sieht,
dass die Kinder auch sich freuen und dass die Kinder genießen
und dass die gesund sind, bleiben und so auch aufwachsen.
Weil ich meine, Wasser ist ein Grundrecht.
Da haben wir, glaube ich, alle dieselbe Meinung.
Das Wasser kommt von Gott und niemand hat das Recht,
darüber zu entscheiden, wer Wasser bekommt oder wer nicht.
Genau, aber wir können uns entscheiden,
vielen Leuten Wasser zu geben und darum baue ich ein Brunnen bei einer Moschee,
weil das sind die meisten Menschen, die haben alle Durst.
Mit dem setzen wir einfach einen Zeichen, jetzt ist einfach Schluss.
Wir gehen nach dem Herzen, wir reden Leben zusammen
und da ist der gute Anfang und ich danke dir, dass du da bist.
Ich danke auch für die Einladung und für alles
und ich würde mich freuen, auf jeden Fall, wenn wir nach Afrika fliegen werden.
Wir schauen, wir schauen, ob die Zeit reicht.
Das war's, danke dir.
Mach's gut.
Absolut, danke dir.
