Du arbeitest mehr als je zuvor. Ich habe immer noch nicht verstanden, was es ist.
Also ich habe Ende letzten Jahres in diesem schönen Winter, in der schönen Winterdepression, die man ja dann so hat, wenn man nicht Lust hat, auszugehen in Frankfurt, weil es irgendwie kalt ist, habe ich beschlossen, ich möchte gerne in Frankfurt einen urbanen Garten eröffnen.
Ich möchte gerne in Frankfurt endlich mal einen großen Garten eröffnen, wo Menschen gemeinsam miteinander gärtnern und das Grüne in die Stadt holen.
Und das habe ich für mich beschlossen. Ende des Jahres, sagen wir mal so, es war der 31.12., ich weiß nicht, ob du den, es war nicht Mitternacht, es war nicht, dass ich gesagt habe, ich höre jetzt aufzurauchen, sondern es war mittags um zwölf und ich war schon betrunken.
Ich habe mich mit Freundinnen getroffen auf der Konstablerwache, auf diesem Erzeugermarkt, ich weiß nicht, ob du den kennst als Darmstädter.
Da gehe ich sehr gerne hin und wir haben da zusammengestanden und dann fragte irgendjemand, eine Freundin aus Zürich kam und fragte Daniela, was machst du jetzt eigentlich, ich bin immer noch bei Püblis ist, aber eigentlich will ich was anderes tun, ich möchte ganz gerne einen Garten eröffnen.
Das heißt, jetzt habe ich diesen Garten, den plane ich jetzt und jetzt habe ich mich gerade vorhin mit jemanden getroffen und versuche, Gelder dazu zu bekommen und es ist total schwierig in Frankfurt Gelder zu bekommen.
Ich möchte es aber ganz gerne umsetzen, weil ich gerne einen neuen Sinn in meinem Leben haben möchte.
Eigentlich würde ich ganz gerne Herbax-Wütter werden, das geht aber nicht, also ich würde am liebsten eine Herbage in den Alpen betreuen, da hätte ich große Lust zu.
Und weil es nicht geht, ist das Grüne in der Stadt, du suchst so diese Bilder aus nach dem Gespräch, nur bei Grünen, das gibt es doch gar nicht, geh nochmal zurück.
Aber nicht immer dieses blöde Sinnbild.
Nein, aber das andere, das weiß ich gar nicht, das andere, das andere, das ist davor mit dem Maschentrahtzaun, also der Maschentrahtzaun mit dem Grün, der symbolisiert es ganz gut.
Also ich hatte überlegt, ob ich, weil ich gerne wandere und ich hätte mir auch sehr gut vorstellen können, Herbax-Mutter zu werden.
Und das geht aber nun mal nicht, weil mein Kind mit Sicherheit keinen Bock hat in den Alpen zu wohnen, also das heißt, muss das Grüne irgendwie in die Stadt.
Und wir haben ja Grüne in der Stadt und man kann noch viel mehr Grünes in die Stadt kriegen.
Maria Hilf, ja, es ist ein Scheiß-Projekt, aber ich kriege das hin, den Glauben habe ich da, also ich gucke jetzt mal anders hin, ich gucke jetzt mal dich an, das ist ja mein Blind Date.
Also ich glaube daran, ich will das haben, ich möchte dieses Projekt umsetzen für die Stadt, ich möchte gerne, dass in Frankfurt ganz, ganz viele urbanen Gärten entstehen,
so wie es sie in Berlin gibt, wie es sie in Köln gibt und das aber nicht irgendwie als Verein geputschert, irgendwie als Klein-Projekt, sondern als großes, großes, großes Projekt.
Genau, wie natürlich, Punkt.de steht da auf der Ampel.
Und hast du das Grundstück dafür, hast du das gekauft oder willst du das kaufen oder wie?
Ich nehme selber kein Geld in die Hand.
Aha.
Das Geld brauche ich ja zum Leben.
Nein, also ich will, ich nehme kein Geld in die Hand, weil das könnte ich ja nur in die Hand nehmen, wenn ich daraus ein Wirtschaftszweig gründe und das ist kein wirtschaftliches Unternehmen,
sondern wenn gründen wir eine gemeinnützige GmbH oder auch wir hätten auch einen Verein gründen können, aber das heißt, wir werden damit erst mal kein Geld machen, sondern das ist ein Sozialprojekt,
das ist ein sozialpolitisches grünes Projekt mitten in der Stadt.
Wir haben eine Fläche, die aber immer noch nicht sicher ist und die, ich hoffe, endlich mal in vier Wochen zu kriegen, wenn die Stadt Frankfurt endlich mal die Eier hat, uns endlich mal diesen Platz zu geben.
Das wird doch mal jetzt gerne mal in den Ether schicken daraus, aber seit Januar warten wir auf die Genehmigungsfläche für diese, also auf die Genehmigung für diese Fläche.
Das sind zweieinhalb Tausend Quadratmeter in einem Stadtteil, in dem sich viel entwickelt und dort möchten wir gerne einen urbanen Garten eröffnen.
Und das möchte ich gerne machen, ich möchte gerne Gummistiefel anziehen und ich möchte gerne Karotten pflanzen, auch wenn ich in meinem Leben noch nie eine Karotte gepflanzt habe, ich möchte es gerne tun.
Okay, finde ich erst mal gut, weil ich habe gerade, glaube ich, in der letzten Woche einen Filmbericht gesehen über eine Stadt, wo immer mehr auf den Dächern der hohen Häuser eben auch solche Gärten entstehen, wo die Leute sich dann treffen können.
Das ist jetzt, ich glaube es war San Francisco, natürlich nicht, ich glaube es war San Francisco, wo im Prinzip wirklich Gärten auf den Dächern entstehen, wo auch Dinge angepflanzt werden, was dann auch gleichzeitig als Isolation für das Haus dient und so weiter.
Also ich finde es schon ganz gut, wenn in den Städten sowas entsteht, ich kann mir auch nicht so ganz vorstellen, wie das organisatorisch läuft, aber muss ich ja auch nicht, muss du ja.
Ja, es gibt ganz, ganz viele Modelle, also ich war jetzt gerade in New York und habe mir verschiedene Projekte angeguckt, unter anderem so eine Rooftop-Farm in Brooklyn, wo sie Schildichschoten anbauen.
Es war eine ganz, ganz tolle Fläche, auf der wir waren, wir haben uns aber auch in Harlem einen kleinen Community-Garten angeguckt, rund um eine Kirche, wo die Kirchengemeinde, da kommen wir wieder zu diesem Maria-Hilf, vielleicht braucht man doch die Kirche mit in den Projekt.
Nee, die wollen da nur verdienen.
Da ist sie wieder Maria-Hilf, ja die Kirche ist auch so ein schwieriges Thema, aber auf jeden Fall.
Und die Kirche, die haben dort verschiedene Gärten, also Gartenkisten und über diese Gartenkisten können sie 60 Familien aus dem Stadtteil in Harlem mit gesunden Gemüse versorgen.
Genau, so was war das, was ich auch gesehen habe, Paradies in der Stadt halt, das Bild zeigt.
Ja.
Von Gesetz vergessen.
Dazu kann ich jetzt nichts sagen.
Ich auch nicht, will ich auch nicht.
Was ist das denn, Erotik, die unter die Haut geht?
Also wenn, dann ja die Erotik, oder?
Gut, warte.
Du hast einfach die deutlich besser allein, was muss ich sagen.
Ja, also das ist jetzt, wir können auch tauschen.
Nee, nee, ist so noch.
Du hast zumindest mehr Männer im Hintergrund, ich habe ja hier die Frauen vor mir sitzen, also zwei zumindest.
Nee, drei, da war ja auch noch ein Typ.
Ja, der wollte von hinten mal gucken jetzt.
Eigentlich ist das ja bei einem Blind Date, habe ich das ja noch nie gehabt, dass wir einen Blind Date einem Leute zuhören.
Ja, das ist auch irgendwie eine merkwürdige Situation, aber das wollten die ja so.
Warum hast du noch nie einen Blind Date gehabt, by the way, wenn wir schon mit Erotik sprechen.
Keine Ahnung, braucht ihr noch nicht, weiß ich nicht.
Macht ihr aber auch Spaß.
Also unter dem Spaßfaktor können wir uns ja auch sehen.
Wenn der Part natürlich was Ernstes will, das ist doof, aber man kann ja auch einfach nur abgesehen vom Sex, kann man ja auch einfach nur Spaß haben.
Ach jetzt geht es uns eingemacht hier.
Ich sage dir, die bauen das ganz anders auf, die haben irgendwie unsere Schlagwörter und danach sieht der Computer sich die Bilder.
Aber der Sex hat ja schon Rost angesetzt da, das bringt ja nichts.
Ja, jetzt ist, kann ich auch nichts mehr sagen.
Okay, also ich finde so eine Idee mit dem Garten toll, wobei ich gestehen muss, dass ich freiwillig nie die Gummistiefel anziehen würde und Karotten ziehen würde.
Aber ich finde das Projekt trotzdem ganz gut.
Aber würdest du dir doch bei uns die Karotten kaufen, wenn du sonst zum Tee gut gehst, kannst du dir bei uns die Karotten kaufen.
Ich würde nirgends anders mehr Karotten kaufen, für den extra von Darmstadt hier herfahren.
Okay, das hätte ich gerne schriftlich, mit deinem Firmloge oben drauf. Ich würde ganz gerne immer meine Karotten bei Daniela Kapplutti in dem Garten kaufen.
Aber ich...
Ist das den auch schon von Darmstadt in den Jungen?
Nee.
So womit denn sonst?
Nee, dann musst du in Darmstadt bleiben, im Auto darfst du nicht kommen.
Okay, dann bleibe ich in Darmstadt.
Ist ja Elektroauto, das ist ja...
Ein Elektroauto habe ich angefragt.
Ja.
Aber das ist ja dann auch nicht gerade nachhaltig dieses Gerät, was uns jetzt gerade eingespielt wurde.
Riese und Müller sitzen noch in Darmstadt, oder?
Kenne ich nicht.
Riese und Müller?
Entschuldigung.
Bist du kein Fahrradfahrer?
Nee.
Ich bin GH.
Gut, es gibt GH und ich hasse es zu laufen.
Aber du wolltest doch wandern.
Ja, wandern ist ja nicht laufen.
Aber ich bewege mich in der Stadt niemals zu Fuß.
Ich finde das großartig, weil du siehst einfach ganz viele Sachen, die da sonst entgangen sind.
Aber langsamer.
Ja, aber deswegen nimmst du ja auch eher wahr.
Also ich finde es gehen schon, regt ja auch den Kopf an, das ist schon okay.
Was ist denn das, das alte Polizeipräsidium, wenn ich mal fragen darf?
Ja.
Ist da eigentlich noch, weißt du das, ist da eigentlich noch diese afrikanische Disku drinne?
Die habe ich schon mal gehört, ich war da noch nicht drin,
aber ich weiß auch nicht, ob die noch da ist, keine Ahnung.
Weißt du das, jemand von euch?
Ihr seid ja auch alle Supergalos-Leute hier, oder?
Und diese andere Disku an der Seite, da gab es auch noch mal so ein Präsidium, gibt es auch nicht mehr, ne?
Warst du da mal?
Nein.
Gehst du tanzen?
Seit Jahren glaube ich nicht mehr.
Ich glaube beim Blind Date muss man das auch fragen, gehst du tanzen?
Oder die andere Frage, warst du schon mal in einem Tanzkurs?
Ich glaube das muss man auch fragen.
Allerdings mit 13 oder 14, ja.
Oh ja, ich war auch ähnlich, ich war mit 14 auch im Tanzkurs und hatte Buffalo Boots an
und bin dann gescholten worden von der Tanzlehrerin, dass ich nicht mehr mit meinen Buffalo Boots zum Tanzunterricht kommen darf.
Und was hast du gemacht, was dich etwa daran gehalten?
Ich bin zumindest zum Abschlussball nicht in Buffalo Boots gekommen.
Okay.
Das war aber in Bad Tomburg, ich komme ja eigentlich vom Land.
Jetzt kommt ziemlich raus, gar nix aus Frankfurt?
Nee, ich bin auch kein Frankfurter Wünsche, bin zugereist, wie alle anderen in Frankfurt auch.
Das stimmt allerdings, wobei die meisten bleiben ja nicht.
Die gehen ja nach Berlin.
Ja, oder wieder nach Hamburg zurück.
Du bist doch gar keine Hamburger.
Nee, ich komme aus der Nähe von Hannover.
Hamburg ist eine tolle Stadt.
Ja, aber nicht so toll wie Berlin.
Wenn du woanders leben können, würdest, dürftest.
In Deutschland würde ich in Berlin leben dann.
Warum denn in Berlin?
Weil es einfach cooler ist als Hamburg.
Das sagst du als Darmstädter.
Wir müssen mal nach Frankfurt kommen.
Ich habe lang genug hier gearbeitet.
Ah, nee.
Eigentlich müsste es jetzt Aufstellung gehen.
Also normalerweise würde ich das ja tun.
Aber Berlin geht gar nicht.
Wieso das denn nicht?
Nein, das ist einfach, das ist viel zu groß.
Das stimmt ja gar nicht.
Die Berliner leben in ihren Stadtteilungen und gehen da gar nicht raus.
Damit ist es ein pifiges Dorf.
Da ist es nicht ganz.
Also die Berliner sind hier, das ist ein riesiger Stadtteil.
Ich habe in Berlin jetzt, als ich war im Prinzessingarten,
da so ein Praktikum gemacht oder eine Beratung bekommen.
Im Prinzessingarten in Berlin.
Hast du ein Prinzessin-Praktikum gemacht?
Ja, ich bin im Garten für fünf Tage.
Ich habe in Kreuzberg gewohnt.
Und dann habe ich abends Freunde gefragt,
wenn wir mal wollen, wollen wir abends essen gehen.
Ja, das ist um die Ecke.
Da sind wir 25 Minuten gelaufen.
Da habe ich mir jetzt doch nicht um die Ecke.
Das ist natürlich unzumutbar.
Ein totaler Bullshit.
Aber...
Dann wohnt ein Freund in Friedrichshain.
Der nächste wohnt in, meine Schwester wohnt in Mitte.
Und dann sagen die immer,
nee, nee, das schaffst du niemals.
Dann sage ich dir, was ist das jetzt für ein Abend?
Ich kann euch nicht besuchen, weil die Stadt so groß ist.
Und ihr bleibt alle nur in eurem blöden Mitte.
Prinzlauerberg, Friedrichshain, die ganzen Panker.
Da will man auch nicht immer hier immer sehen.
Also das ist langweilig.
Hier kann ich heute Abend... Was kann ich machen?
Ich war jetzt in der...
Du bist ja zum ersten Mal da im Leben im Gallowsviertel,
habe ich davorhin gehört.
Quatsch, bin ich zum ersten Mal im Gallows.
Du hast vorhin gesagt, dass du es mal bis zu so einer Künstlerinitiative geschafft hast,
aber eigentlich hier abends nie bist.
Ich bin seit fünf Jahren zumindest auf der Visionale.
Hier vorne in der Kleierstraße.
Ah ja.
Ich war auf dem Gallows Straßenfest in der...
Wie heißt die Straße?
Nicht Kriegstraße, sondern in der Koblenzer.
Tolles Festival.
Das geht jetzt jetzt nicht ins Radio, aber es könnte ja ins Radio gehen.
Könnte man ja mal sagen, beste Straßenfest.
Wow doch so. Koblenzerstraße war super, oder?
Tolles Straßenfest.
Also ich kenne schon das Gallows.
Und ich kann mich bewegen.
Warst du schon mal in Schwannheimer Dünen?
Ja.
Hast du schon?
Ja.
Wie bist du da hingekommen?
Ich hatte eine Frau hingebracht.
Nein, aber ich bin seit 20 Jahren irgendwie in der Gegend hier und arbeite in Frankfurt.
Ist doch klar, dass du auch mal irgendwie abends hier unterwegs bist oder am Wochenende.
In Schwannheimer Dünen?
Ja, du kommst ganz schön rum.
Also ich bin auch in... doch.
Warum denn nicht?
Ja, weil ich kannte die Schwannheimer Dünen vor zehn Jahren nicht
und bin da nur über den Roman hingekommen,
weil der Mord passierte in den Schwannheimer Dünen.
Ich will mal wissen, wo der Mord passierte, also bin ich da hingefahren.
Aber ich finde, in Frankfurt, du kannst halt in 20 Minuten alles mit dem Fahrrad erreichen.
Und das finde ich reizvoll.
Du hast verschiedene.
Du kannst von dem snobistischen Nordend über...
jetzt heute...
Ich bin in die Innenstadt gefahren, war da die Hauptwache dieses österreichische Restaurant.
Da fährst du ins Gallows.
Jetzt will ich gleich noch nach Sachsenhausen.
Du kannst alles machen.
Das kannst du in Berlin nicht.
In Berlin bist du immer in einer Szene.
Warum will man nach Berlin ziehen?
Weil da eigentlich... weil es da wirklich cool ist, weil viele Dinge passieren,
zum Beispiel im Bereich Fotografie, was ja immer noch irgendwie eine große Sache für mich ist.
In Frankfurt passiert im Bereich Fotografie überhaupt nichts.
Was junge Kunst betrifft, ist der Vergleich zu Berlin katastrophal.
Nix.
Was brauchen die Künstler?
Aber warum passiert das in Frankfurt nicht?
Das kann ich hier ehrlich gesagt nicht genau beantworten.
Ich frage mich, seit 20 Jahren, warum es hier nicht eine vernünftige Galerie für Fotografie gibt.
Der Lothar Albrecht hat es versucht mit der LA-Galerie.
Der macht immer mehr Malerei wieder.
In Berlin schießen die Fotogalerien, was so eine moderne Kunstform ist, aus dem Boden.
Da läuft das Geschäft.
Hier ist die Kohle, nicht in Berlin, aber die Galerien, die die Kunstvermarkten sitzen, nicht hier.
Das verstehe ich einfach nicht.
Das hat was mit der...
Immobilienpreisen?
Ne, die steigen ja in attraktiven Gegenden in Berlin genauso.
Aber das hat irgendwas mit so einer Bewegungslosigkeit zu tun, die teilweise hier ist, die in Berlin halt nicht ist.
In den letzten drei Jahren habe ich mit Wolkenkratzer zusammen den größten Nachwuchsförderpreis im Bereich professioneller Fotografie gemacht, Katapult.
Die Leute sind bis aus London zu Besuch gekommen, die Frankfurter sind fast nicht gekommen.
Ich meine, das war eine Mordsgeschichte, also wirklich das größte in Europa zum Schluss jetzt.
Und wir haben kaum Zuspruch aus Frankfurt gehabt, obwohl wir immer in Frankfurt bewusst geblieben sind.
Wir haben ja coole Locations vorletztes Jahr im Orange Club, heißt das, glaube ich, nur auf der...
Orange Spiel.
Orange Spiel, genau.
Und dieses Jahr haben wir so einen alten leerstehenden Bankenturm irgendwie besetzt und da die Geschichte drin gemacht.
Und wir haben wirklich Leute aus ganz Deutschland, aus ganz Europa zu Gast gehabt, nur die Frankfurter haben ihren Arsch nicht bewegt.
Und das funktioniert in Berlin definitiv anders.
Und das ist einfach...
Entschuldigung, bitte, kommen da wirklich Berliner?
Ja, ja.
Oder kommen da nicht nach Berlin, Leute, so wie wir das jetzt hatten beim ADC, warum war der ADC in Frankfurt nicht beliebt?
Weil die Leute sagten, Berlin ist cooler oder Hamburg ist cooler.
Und sie Frankfurt aber gar nicht angenommen haben.
Weil die Stadt das noch versäumt hat, ein gutes Angebot zu machen.
Das weiß ich nicht, der ADC.
So Art Directors Club, für die dies nicht wissen hat hier in Frankfurt zwei Jahre lang die Ausstellung und Preisverleihung gemacht und ein sehr interessantes Rahmenprogramm.
Die haben erstmalig eigentlich mal einen Blick über den Tellerrand der Werbe auch gemacht, wie ich finde.
Aber es ist einfach so, dass zum Beispiel alle Frankfurter, die ich kenne, in allen Agenturen haben über die Veranstaltung gemosert.
Ich habe mit Leuten aus München gesprochen und aus Hamburg, die von der ADC, das ADC Festival hier super, die Frankfurter, mit denen ich gesprochen habe, die von die Ausstellung scheiße, die von das Rahmenprogramm uninteressant.
Und das ist etwas, was mich seit Jahren in Frankfurt halt begleitet.
Und die Frage war aber eigentlich eine ganz andere, was mich gefragt, wo würde ich denn hingehen, wenn ich nicht hier wäre?
Und daraufhin habe ich Berlin gesagt, ich habe nicht gesagt, dass ich weg will.
Also ich bleibe ja im Rhein-Main-Gebiet.
Und im Rhein-Main-Gebiet in Darmstadt, genau.
Und ich fühle mich da auch wohl und ich will hier auch gar nicht weg.
Ich finde es einfach auch, ich finde, persönlich bin ich auch gerne hier.
Ich habe es mal im Rheinland probiert mit einem Abstecher und bin ganz schnell wieder im Rhein-Main-Gebiet gelandet.
Warum war das Rheinland nichts für dich?
Weil das sind alles Spaßnaturen, die sich abends mit dir betrinken und ich am nächsten Tag nicht mehr kennen.
Aber du trickst ja auch gerne.
Ja, aber ich kenne die Leute noch am nächsten Tag.
Ich würde dich klar.
Aber klar, also ich persönlich finde es ja ganz okay, aber die Schwierigkeiten im kulturellen Bereich, die sind schon da.
Und deswegen verstehe ich zum Beispiel auch das Problem, dass du so lange auf Antworten für dein Projekt mit dem Garten wartest.
Das ist für mich hier ganz typisch.
Wir machen den größten Förderpreis für Fotografie in Europa und kriegen Absagen von allen Förder-Einrichtungen in Frankfurt.
Von allen.
Und das heißt, wir bekennen uns ganz klar in dem Konzept zum Rhein-Main-Gebiet und kriegen Absagen.
Und das ist einfach natürlich was, was einem de facto hier stinken darf.
Und das darf man auch ziemlich deutlich äußern.
Und da sollen die Leute sich nicht wundern, wenn Kreative, Top-Kreative, die aus Berlin oder aus Hamburg hierherkommen nach einem Jahr sagen, oh Gott, ich will hier wieder weg.
Die bleierende Zeit, die muss schnell überwunden werden.
Also, ja.
Das ist Abschluss.
Abschluss?
Wie ohne Tschüss zu sagen und gibst du mir meine Nummer?
Geht doch gar nicht.
Also, vielen Dank, Thomas Hobain und Nila Kapelotti.
Jetzt muss ich wieder an meinen...
