Am 8. Oktober 2017 verbreiteten nordkoreanische Staatsmedien, dass es sich beim Atomwaffenprogramm
Nordkoreas um eine mächtige Abschreckung handele, welche die Souveränität des kommunistischen
Staates garantiere. Nordkoreas Staatsmedien zufolge sprach Staatschef Kim Jong-un die
komplizierte internationale Situation an, die zeige, dass die parallele Entwicklung
von Atomwaffen und der Wirtschaft absolut richtig sei. Diese Begründung wurde für
eröffentlicht kurz nach dem US-Präsident Donald Trump über Twitter neue Drohungen in Richtung
Nordkorea ausgestoßen hatte. Nur eine Sache wird funktionieren, Twitterte der US-Präsident
am 7. Oktober, dies ohne zu erläutern, was genau er damit meint. Als wie glaubwürdig
nun sind die Worte des nordkoreanischen Staatschefs zu erachten, der von westlichen Leitmedien
unentwegt als verrückt gebrannt markt wird. Einer, der aufgrund seiner Erfahrungen eine
kompetente Einschätzung haben dürfte, ist der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter. Er
war zwischen 1977 und 1981 der 39. Präsident der Vereinigten Staaten. Carter war früher
mit Nordkoreas Gründer Kim Il-sung und mit Kim Jong-nam, dem Vorsitzenden des Präsidiums
der obersten Volksversammlung sowie mit anderen Führungskräften zusammengetroffen. Die US-amerikanische
Tageszeitung The Washington Post gab Carter Gelegenheit eine der derzeit brennendsten Fragen
zu diskutieren, nämlich wie ein weiterer koreanischer Krieg vermieden werden könne. Dieser
werde möglicherweise mit Atomwaffen geführt, welche nicht nur die koreanische Halbinsel verwüsten
würde. Carter sagte wörtlich, die große Gefahr eines weiteren koreanischen Krieges ist die
größte Bedrohung des Weltfriedens. Und es ist unumgänglich, dass Pyongyang, das heißt
die Regierung Nordkoreas und Washington einem Weg finden, die eskalierenden Spannungen zu lösen und
zu einer dauerhaften friedlichen Einigung zu gelangen. Tatsächlich sei das Problem in Washington
in der US-Regierung zu finden und nicht in Pyongyang, das seit Jahrzehnten nach normalisierten
Beziehungen zu Amerika und dem Westen strebe. Carter fand die Staatschefs Nordkoreas und andere
Regierungsvertreter völlig vernünftig und entschlossen ihr Land zu bewahren. Sie seien keine
Verrückten, als die sie von den USA und anderen westlichen Hardlinern fälschlicherweise dargestellt
werden. Ihre Forderungen seien völlig legitim erklärte Carter, sie würden direkte Gespräche
mit Washington wollen, ein Friedensvertrag der Jahrzehnte eines unsicheren Waffenstillstands
beenden würde. Carter betonte, sie wollen, dass Sanktionen aufgehoben werden und Garantien dafür,
dass es nicht zu einer nackten Aggression gegen ihr Land kommt, wie im Krieg der 1950er Jahre. Sie
wollen normalisierte Beziehungen zur internationalen Gemeinschaft. Sie stellen keine Bedrohung für
Amerika oder irgendein anderes Land dar. Sie wollen, dass ihre souveräne Unabhängigkeit
respektiert wird. Sie verdienen es, dass ihre Forderungen erfüllt werden. Zur Recht fürchten
sie einen angeblich Präventiven, d.h. vorbeugenden US-Krieg, gegen ihr Land. Weshalb sie eine
atomare und ballistische Raketenabschreckung angestrebt haben. Dies jedoch nur für ihre
Verteidigung und nicht für einen Angriff. Carter erinnerte, das während seiner gesamten
Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg Nordkorea niemals ein anderes Land angegriffen habe. Amerika
hingegen drohe mit nackter Gewalt gegen alle Nationen, die sich nicht seinem Willen beugen.
Unabhängige Staaten würden für ein Regierungswechsel vorgesehen. Wegen der Bedrohung durch Washington
bestehe, Zitat, keine Chance, dass Nordkorea einer völligen Endnuklearisierung zustimmt und sich
dadurch wehrlos macht. Zitat Ende. Gegen harte Sanktionen seien sie so Carter abgehärtet und
sie fänden Wege mit einer schlechten Situation umzugehen. Das Überleben des Landes stehe an
oberster Stelle. Carter forderte die Trump-Regierung auf, eine hochrangige Delegation nach Pyongyang
zu Friedensgesprächen zu entsenden oder eine internationale Konferenz mit Nord- und Südkorea,
den Vereinigten Staaten und China an einem für beide Seiten annehmbaren Ort zu unterstützen.
Selbst US-Außenminister Tillerson schlug Gespräche vor, Trump lehnte sie ab und nennt sie bedauerlicherweise
Zeitverschwendung. Carter führte weiter aus, dass Amerika Feinde brauche, die erfunden würden,
weil es keine gäbe, um ungerechtfertigte, außerkontrolle geratene Militärausgaben und
Kriegstreiberrei zu rechtfertigen. Pyongyang wisse, was mit Jugoslawien, Afghanistan, Irak,
Libyen, Syrien, Jemen und anderen Ländern geschehen sei, die Washington angeblich präventiv angegriffen
habe. Pyongyang beabsichtige die besten mögliche Verteidigung zu verfolgen, um zu verhindern,
dass es zum nächsten Ziel werde. Der Besitz von Atomwaffen und ballistischen Raketen gebe der
Trump-Administration Zeit zum Nachdenken, ob sie ein Land angreifen soll, welches in der Lage ist
hart zurückzuschlagen und US-Streitkräfte und ihre Verbündeten in Gefahr zu bringen. So weit die
Einschätzung des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, die ein gänzlich anderes Bild wiedergibt,
als in den allermeisten etablierten Medien vermittelt wird. Die Stimme des ehemaligen
Amtskollegen des Präsidenten Trump macht einmal mehr deutlich, wer der eigentliche Aggressor,
der eigentlich Wahnsinnige ist.
