Mehr als sieben Milliarden Menschen und nur eine Welt.
Der Klimawandel, die zunehmende Knappheit natürlicher Ressourcen und das globale Bevölkerungswachstum
stellen neue Herausforderungen an landwirtschaftlich genutzte Flächen
und das Verhältnis von Produktion, Effizienz und Nachhaltigkeit.
Wie halten wir Trinkwasser sauber und Böden fruchtbar?
Wie wollen wir eine wachsende Weltbevölkerung ernähren?
Welchen Einfluss hat die Landwirtschaft auf die klimatischen Veränderungen auf unserem Planeten?
Und wie lassen sich Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit in der landwirtschaftlichen Produktion noch effektiver verbinden?
Ein interdisziplinäres Forscherteam am Leibnizzentrum für Agrarlandschaftsforschung sucht nach Lösungen für die Landwirtschaft von morgen.
Wie viele Nährstoffe stecken in einer Bodenprobe? Welche Substanzen im Wasser?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, werden Auswirkungen auf Kulturpflanzen im Kontext von nachhaltigen Agrarlandschaften untersucht.
Die Nutzung einer Landschaft bestimmt deren Wasserhaushalt.
In unserer Grundwasser-Lysimite-Anlage werden die Wasserflüsse in Abhängigkeit von der Pflanzenart analysiert.
Landnutzung ist klimarelevant.
Vollautomatische Systeme messen auf einer international einmaligen Experimentalfläche Gasflüsse in unterschiedlich genutzten Landschaften.
Mit moderner Technik werden Bodeneigenschaften erfasst und Wasserproben gesammelt.
In Verbindung mit Langzeitbeobachtungen ermöglicht dies Rückschlüsse auf den Kohlenstoffhaushalt von Agrarlandschaften.
Geschütztes Grünland kann nur sehr begrenzt landwirtschaftlich genutzt werden.
Durch den Einsatz bestimmter Weidetiere lassen sich Schutz und Nutzung verbinden.
Eine intensive Beobachtung und Analyse von Bewegungsprofilen hilft, die Auswirkungen auf die Landschaft einzuschätzen.
Mikroorganismen beeinflussen die Emissionen von Klimagasen.
Für eine klimafreundliche Landnutzung müssen wir begreifen,
was in Pflanzen und Böden unter verschiedenen klimatischen Bedingungen passiert.
Pflanzenversuche im eigenen Gewächshaus weisen den Weg zu optimierten Anbausystemen unter verschiedenen Standortbedingungen und dem Einfluss des Klimawandels.
Wasser hat Einfluss auf die Lebewesen. Im Wasserkanal werden Wirkungen von Wasser auf Pflanzen, Lebewesen und Biodiversität untersucht.
Fruchtbarer Boden geht durch Winderosion verloren.
Wie sich Staubstürme verhindern lassen und welchen Einfluss Staubpartikel auf das Klima haben, sind zwei von vielen Forschungsfragen im Windkanal.
In einem deutschlandweit einzigartigen Projekt kartografiert der Mückenatlas mit Hilfe privater Zusendungen die Verbreitung einheimischer und invasiver Mückenarten in Deutschland.
Und spricht Handlungsempfehlungen zum Schutz vor durch Mücken übertragbaren Krankheiten aus.
Landwirtschaft ist im Wandel. Die Anforderungen an modernen Ackerbau und Landschaftsschutz steigen.
Aus Daten und mit moderner Technik werden neue Informationen erzeugt, in neue Nutzungssysteme überführt und gemeinsam mit Partnern in der Praxis getestet.
So entstehen beispielsweise App-basierte Hilfsmittel zur Dokumentation und Optimierung von Anbauflächen.
Von Einzelprozessen in Böden, Wasser, Pflanzen und in der Luft, unter dem Einfluss von Klima, Bearbeitung und Standortfaktoren auf die Feld- und Landschaftsebene,
bis zu Analyse und Steuerung dieser Prozesse im Landschaftskontext.
Die gesammelten Daten aus Labor und Feld versuchen und das Wissen der unterschiedlichen Akteure werden miteinander vernetzt.
So können die Forschungsergebnisse auf andere Landschaften, Regionen und zukünftige Entwicklungen angewendet werden.
So stellt das ZALF ein wichtiges Bindeglied zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft dar. Hilf zu verstehen, zu vermitteln und zu beraten.
Denn hier wird die Agrarlandschaft der Zukunft Wirklichkeit.
ZALF. Hier wächst die Zukunft.
