Die hinterhältigste Lüge ist die Auslassung, sagte die Französische im Jahr 1986 verstorbene
Schriftstellerin Simone de Beauvoir.
Auslassung von Kontext ist eine der Manipulationstechniken, die von den Leitmedien oft angewendet
werden.
Das bedeutet, dass dem Publikum wichtige Hintergrundinformationen vorenthalten werden,
die um ein Gesamtbild der Lage zu erhalten, aber unverzichtbar sind.
Das Forschungsprojekt Swiss Propaganda Research verschiedener Schweizer Medienwissenschaftler
stellte in Beiträgen des Schweizer Radio- und Fernsehins SRF zum Syrien-Konflikt verschiedentlich
Auslassung von relevanter Kontext- und Hintergrundinformationen fest.
Einzelheiten finden Sie unter den Links, die wir Ihnen hier einblenden.
In der politischen Diskussionssendung Arena des SRF vom 24.
Februar 2017 konnten die Zuschauer ein weiteres Beispiel, wie SRF relevante Kontextinformationen
auslässt, live miterleben.
In der Sendung unter dem Titel Trumps Krieg ging es laut eigenen Angaben um das Misstrauen
gegenüber den klassischen Medien.
Es ziehe sich da ein Graben durch die Gesellschaft, ein Graben zwischen jenen, welche Vertrauen
haben in Medienwissenschaft und Politik und jenen, welche dem sogenannten System misstrauen.
Dies sagte Jonas Preuer, der Moderator der Sendung.
Als Vertreter derjenigen, der für diese misstrauischen Leute spricht, wurde der Schweizer Friedensforscher
und Historiker Dr. Daniele Ganzer eingeladen.
Von einer sachlichen Diskussion und neutralen Moderation, wie man es erwartet und erwünscht
hätte, fehlte jedoch jede Spur.
Vielmehr wurde versucht Dr.
Ganzer als Verschwörungstheoretiker und unglaubwürdig zu diffamieren.
Das meint schlecht hinzustellen.
Das gipfelte darin, dass eine E-Mail von Ganzer gezeigt wurde, die dieser zuvor an
den Redakteur des SRF-Wissensmagazins Einstein geschickt hatte.
Darin soll Dr.
Ganzer die Einsteinsendung vom 26.
Januar 2017, in der es unter anderem um Dr.
Ganzer und 9.11 ging, gelobt haben, obwohl er diese öffentlich in einem Twitter-Beitrag
kritisierte.
Ganz am Schluss der Sendung forderte Moderator Preuer die Zuschauer auf, sich selber eine
Meinung zu machen.
Folgender Text der E-Mail wurde eingeblendet.
Ich fand den Teil zu 9.11 und WTC 7 fair und sachlich.
Danke.
Herzlich, Daniela.
Die Frage ist nur, warum SRF nicht den ganzen Text einblenden wollte.
Handelte es sich doch lediglich um eine halbe Zeile, die weggelassen wurde.
Auch der Gesamtkontext des E-Mail-Verkehrs, der schon laufenden Kommunikation zwischen
Dr. Ganzer und dem Einstein-Redakteur, wurde völlig weggelassen.
Da stellt man sich die Frage, ob das Schweizer Fernsehen den Zuschauern doch nicht so traut,
sich selber eine Meinung zu machen und ob SRF daher die gewünschte Meinungsbildung steuernend
nachhelfen wollte.
Hier der vollständige Text der E-Mail.
Ich fand den Teil zu 9.11 und WTC 7 fair und sachlich.
Danke.
Der Mix mit Klima-Lüge und Protokolle hingegen fand ich schlecht.
Herzlich, Daniela.
Eine der Gewusst hätte, wie die Aussage seiner E-Mail gemeint war, war Dr.
Ganzer selbst.
Denn die Betonung seiner Mailag offensichtlich auf dem Wort Mix.
Der Tatsache nämlich, dass verschiedene Themen in der Einstein-Sendung zusammengemixt wurden
und Ganzer im Kontext der gesamten Sendung den Zuschauern als gefährlicher Verschwörungstheoretiker
vermittelt wurde.
Doch ihm wurde in der Arena-Sendung keinerlei Gehör geschenkt, was nicht gerade für einen
neutralen vom folgfinanzierten Fernsehsender spricht.
Deshalb lassen wir im folgenden Dr.
Ganzer zu Wort kommen.
Am 25.
Februar veröffentlichte er auf Facebook eine Stellungnahme zur Sendung, in der er den genauen
Sachverhalt und Kontext des E-Mail-Verkehrs kommentierte, weil es für den Zuschauer
schwierig zu durchschauen war, wie er schrieb.
Er war überrascht, in der Sendung als unmittelbar Betroffener live mitzuerleben, wie seitens
des SRF das Wegglassen von relemwanten Text praktiziert werde, um seine Aussage zu verdrehen.
Urteilen Sie selber, ob den sogenannten klassischen Medien wie SRF zu trauen oder eben zu misstrauen
ist.
Liebe Community, nachfolgend möchte ich euch meine Erfahrungen als Teilnehmer der gestrigen
SRF-Sendung Arena mitteilen.
Am 24.
Februar 2017 hat das Schweizer Fernsehen SRF in der Sendung Arena unter dem Titel
Trumps Krieg sich den Themen Lückenpresse, Trump und Fake News angenommen.
Das finde ich gut, denn dies sind wichtige Themen.
Daher habe ich die Einladung angenommen und ging ins Studio, ob schon SRF mich in der
Sendung einstein, nur einen Monat zuvor, am 26.
Januar 2017, als Verschwörungstheoretiker unfair angegriffen hatte.
Ich habe mir gesagt, gibt denen eine zweite Chance.
Dialog ist wichtig.
Wir waren sieben Menschen an den Stehpulten, inklusive Moderator.
Das Gespräch war auf Schweizerdeutsch und dauerte eine Stunde.
Die Debatte verlief hitzig.
Wegen meiner kritischen Forschung zu 9.11 und dem Gebäude des World Trade Center WTC
7 wurde ich nicht nur von SRF-Journalist Roger Chawinski, sondern auch von SRF-Journalist
Jonas Brojer, der die Sendung leitete und sein Büro neben Chawinski im SRF-Gebäude
in Zürich hat, erneut mit dem Kampfbegriff Verschwörungstheoretiker angegriffen.
Ich habe mich gewährt und erklärt, dass ich erstens Historiker bin und nicht Verschwörungstheoretiker.
Und das Zweitens die Forschung zu 9.11 und WTC 7 wichtig ist, weil damit der Krieg gegen
den Terror begonnen hat, der schon mehr als eine Million Tote forderte und die Rüstungsausgaben
des Pentagon auf 600 Milliarden pro Jahr in die Höhe getrieben hat.
Ich habe auch erklärt, dass Obama im Jahr 2016 jede Stunde drei Bomben auf fremde Länderwerfen
ließ, total 26.000 Bomben und dass daher eine kritische Auseinandersetzung mit dem
Imperium USA und dem Weißenhaus dringend sei.
Doch diese Sachdebatte leider erhielt nur wenig Raum.
Mehr Sendezeit wurde verwendet, um mich als Forscher anzugreifen.
Ich war überrascht, dass ich in der Sendung live erlebte, wie Lückenpresse funktioniert,
also das Wecklassen von relevantem Text, um eine Aussage zu verdrehen.
Die Arena hat es vorgemacht, ich habe es live erlebt und ich möchte es hier auf Facebook
gerne ausführlich kommentieren, weil es für den Zuschauer schwierig zu durchschauen war.
SRF-Moderator Pruyer spielte auf der großen Leinwand in der Arena gleich zu Beginn der
Sendung eine E-Mail von mir ein.
Das hatte ich nicht erwartet, ich war total überrascht.
Einen Tag vor der Arena hatte mir Pruyer per Telefon noch zugesichert, es werde eine
faire Sendung sein.
Doch das war es dann eben nicht.
Um was ging es?
Ich hatte die Mail am 26.
Januar an SRF-Journalist Peter Höllriegel geschickt, den Redakteur der Einstellensendung, in
der er mich als Verschwörungstheoretiker diffamiert hatte.
Ich hatte Peter am Telefon vor der Sendung erklärt, dass Verschwörungstheorie ein Kampfbegriff
sei und nicht zu einer sachlichen Untersuchung von neuen 11-Beitrag.
Er müsse WTC 7 bringen in der Sendung.
Das hat Peter dann auch gemacht.
Daher habe ich Peter folgende Mail geschrieben.
Lieber Peter, ich fand den Teil zu 9.11 und WTC 7 fair und sachlich.
Danke.
Der Mix mit Klimalyge und Protokolle hingegen fand ich schlecht.
Herzlich Daniele.
Zudem habe ich ihm am Telefon schon vor der Sendung gesagt, dass ich es unverfinde, dass
SRF in der Sendung nur Personen bringen will, welche meine 9.11-Forschung kritisieren und
nicht auch solche, welche sie unterstützen, ob schon es viele gibt.
So entstand kein ausgewogenes Bild von meiner 9.11-Forschung.
Peter wusste also ganz klar, dass ich den ganzen Mix der Einstellensendung schlecht fand.
Am 27. Januar antwortete Peter per Mail, lieber Daniele, besten Dank für deine Meinung zur
Sendung.
Ich kann gut nachvollziehen, was du meinst.
Ursprünglich war auch mehr zu 9.11 geplant, aber ich fand schlichtweg niemand, der vor
der Kamera sprechen wollte.
Als Folge musste ich das Thema ausweiten.
Herzlich Peter.
Für den Zuschauer der Arena war diese ganze Kommunikation, die zwischen mir und der Redaktion
von SRF-Einständen stattgefunden hatte, natürlich unbekannt, weil privat.
Gerade daher war ich total überrascht, dass nun SRF diese Mails publik machte.
Vor allem war ich überrascht, dass Journalist Brojer im Sinne der Lückenpresse nur den
ersten Satz aus meiner E-Mail publizierte, nämlich diesen.
Ich fand den Teil zu 9.11 und WTC 7 fair und sachlich.
Danke.
Damit wollte er dem Fernsehpublikum suggerieren, ich selber hätte ja die Sendung einstein
und SRF gelobt.
Es gäbe daher kein Problem mit der Ehrlichkeit der Medien.
Das war aber gerade nicht der Fall, was ich eben im zweiten Satz klar sagte.
Der Mix mit Klima-Lüge und Protokolle hingegen fand ich schlecht, aber der wurde weggeschnitten.
Ich stand gestern hinter meinem kleinen Pult und habe mich gewundert, warum nicht über
Trump und die Medien diskutiert wurde, sondern SRF so direkt auf mich als Person zielte.
Natürlich habe ich live in der Arena kritisiert, dass SRF einen relevanten Teil der E-Mails
weggeschnitten hat, worauf Brojer behauptete, der weggeschnittene Teil sei nicht relevant
gewesen.
Und das alles vor den Augen von Vincent Augustin, dem Präsidenten der unabhängigen Beschwerde-Instanz
für Radio und Fernsehen, UBI.
Lückenpresse geht gar nicht.
Das SRF erhält mir als eine Milliarde Franken pro Jahr.
Das Geld wird durch die Schweizer Haushalte über die Billakgebühr bezahlt.
Jeder muss bezahlen.
Man kann das Fernsehen leider nicht wie eine Zeitung abbestellen.
SRF gehört also dem Volk und wird vom Volk finanziert.
In Deutschland bezahlt die Bevölkerung 8 Milliarden an die öffentlich-rechtlichen Sender.
In Österreich etwas mehr als eine Milliarde.
Wenn die Massenmedien im deutschsprachigen Raum aber so arbeiten wie gestern die Arena,
wird das Vertrauen der Bevölkerung weiter abnehmen.
Dies zeigen auch die Lesermeinungen auf der entsprechenden Internetseite des SRF.
