Ein wissenschaftliches Forschungsprojekt mit dem Namen Swiss Propaganda Research kam
zu dem Schluss, ob öffentliches Fernsehen oder Lokalradio, ob Bolivar oder seriöse Tageszeitung.
Wenn es um internationale Politik und Kriege geht, berichten die etablierten Medien erstaunlich
gleichartig und einseitig. Es wurden massive Propaganda und Manipulationstechniken zugunsten
der Konfliktpartei USA-NATO nachgewiesen. Einzelheiten dazu finden sie in unserer Senderei
Manipulationstechniken der Medien. Während bei den vergangenen Terroranschlägen in den NATO-Ländern,
ob in Paris, München, Nizza, Berlin und so weiter, eine uneingeschränkte Solidarität mit den
Opfern bekundet wurde, hatte die Berichterstattung der westlichen Leitmedien über den jüngsten
Anschlag in St. Petersburg einen Fadenbeigeschmack. Am 3. April 2017 riss eine Explosion in
einer U-Bahn ein riesiges Loch in den Wagon. Mindestens 14 Menschen wurden bei dem Anschlag
getötet, rund 50 verletzt. Eine zweite Bombe konnte von Sicherheitskräften unschädlich gemacht
werden. Anders als bei Terroranschlägen in den NATO-Ländern wurden in den westlichen Leitmedien
bereits einen Tag nach dem Anschlag in St. Petersburg regierungskritische Fragen und Stimmen
laut. So fragte der Schweizer Radio SRF in den 6 Uhr Nachrichten vom 4. April, was dieser Anschlag
für die politische Stimmung in Russland heiße. SRF Russland-Korrespondent David Nauer antwortete
wörtlich. Also wahrscheinlich nichts Gutes. Vor allem in liberalen Kreisen gibt es ziemlich
große Sorgen oder es wird darauf hingewiesen, dass die Regierung in der Vergangenheit nach fast
jedem Terroranschlag die Gesetze verschärft hat. Geheimen Dienste haben dann jeweils mehr Kompetenzen
bekommen, die Freiheiten der Bürger wurden eingeschränkt. Und nun fragen natürlich viele,
warum der Staat so viel Macht braucht, wenn er seine Bürger doch nicht beschützen kann.
In einem anderen Beitrag zitierte SRF den deutschen Journalisten Markus Sambale,
Russland-Korrespondent der ARD. Oppositionspolitiker befürchten aber,
dass der Anschlag nun zum Anlass genommen wird, die Restriktionen weiter auszubauen und
gegen jeden vorzugehen, der anderer Meinung ist. Obwohl Sambale gleich im nächsten Satz zugab,
dass im Moment noch nichts von Restriktionen, sprich Freiheitsberaubenden, Einschränkungen
zu spüren sei und abgewartet werden müsse, hieß es in der SRF Schlagzeile. Oppositionspolitiker
haben Angst vor mehr Restriktionen. Nur, warum kamen die westlichen Medienleute bei den Anschlägen
in den NATO-Ländern nie auf die Idee solche regierungskritischen Fragen zu stellen und
kritische Stimmen zu Wort kommen zu lassen? Denn wie Klagemauer TV in verschiedenen Sendungen
aufzeigte, waren die freiheitsberaubenden Maßnahmen nach Terroranschlägen in den
NATO-Ländern nicht zu übersehen und hatten weitreichende Konsequenzen. Hier einige Beispiele kurz
zusammengefasst. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden mit dem sogenannten USA
Patriot Act die Grundrechte des amerikanischen Volkes massiv beschnitten. Nach den Anschlägen in
Großbritannien wurde so gleich die Überwachungstechnik fossiert. In Frankreich die Käufe mit
Bargeld strikt reglementiert und der Ausnahmezustand verhängt. Nach dem Anschlag in Nizza konnte
der französische Präsident Hollande den Ausnahmezustand für sein Land, der nach den Anschlägen vom 13.
November 2015 verhängt wurde, ohne weiteres Verlängern. Nach dem Armour-Glauf in München
erließ Bundeskanzlerin Angela Merkel einen neuen Punkt der Plan der Vorbereitungen für
Militäreinsätze im Inneren sowie ein nochmals verschärftes Waffenrecht beinhaltet. Nach dem
Anschlag in Berlin sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits vier Tage danach, am 23. Dezember
2016 wörtlich, dort wo Bedarf für politische oder gesetzliche Veränderungen gesehen wird,
werden wir notwendige Maßnahmen in der Bundesregierung zügig verabreden und umsetzen. Wir
tun alles Menschenmögliche dafür, dass unser Staat ein starker Staat ist. Somit ist zu beobachten,
dass den westlichen Regierungen nach Terroranschlägen Mittel und Befugnisse in die Hände gespielt wurden,
welche die Freiheit der Bürger enorm einschränkten.
Warum denn kamen die westlichen Leitmedien nie auf die Idee, die eigenen Regierungen zu
hinterfragen, warum der Staat so viel Macht braucht, wenn er seine Bürger doch nicht beschützen kann?
Einige amerikanische Medien gingen sogar einen Schritt weiter und spekulierten, dass der Anschlag
in der U-Bahn von St. Petersburg ein so genanter Inside-Job gewesen sein könnte. Das meint,
dass der Anschlag von Insidern der eigenen, in diesem Fall russischen, Regierung geplant und
durchgeführt worden wäre. Jeder Journalist der etablierten Medien, der auf die Idee kommen würde,
einen Terroranschlag in den NATO-Ländern als Inside-Job nur schon anzeitweise in Erwägung zu
ziehen, wäre es seinen Job auf der Stelle los. So erging es zum Beispiel etlichen Journalisten
und Professoren im Fall 9.11. Aber nicht so, wenn es um die russische Regierung geht. Offensichtlich
wird bei der russischen Regierung mit einem komplett ungleichen Maß gemessen. Sehen Sie nun eine
Zusammenfassung des internationalen Fanse-Senders RT über die Reaktionen der internationalen
Presse zum Anschlag in St. Petersburg. Während die Politiker ihr Beileid bekunden, haben die
internationalen Medien spekuliert. Jedes Mal, wenn es einen solch schrecklichen Angriff gab,
war er politisch irgendwie vorteilhaft für Putin. Sie gründen die Idee, dass Blutvergießen in der
St. Petersburg-Metro könnte ein Inside-Job gewesen sein. Es gibt die Verschwörungstheorien,
dass dies irgendwie von den Sicherheitsdiensten durchgeführt worden sein könnte. Und dass
alles um die Aufmerksamkeit der russischen Öffentlichkeit von Protesten abzulenken,
gegen das, was im Allgemeinen Vladimir Putin's Regime genannt wird. In den liberalen Medien
gab es schnell ein paar Kommentare, dass dies der Versuch einer Ablenkung von den Forderungen nach
Ermittlungen wegen Korruption sein könnte und den Forderungen nach einem Rücktritt
Putin's selber. Da der Aktivist Richard Black sagte uns, die Berichterstattung der
globalen Medien über die Ereignisse in St. Petersburg waren bisher unausgewogen. Es ist traurig,
die Politiker sehen das nur im Großen und Vergessen oder ignorieren dabei, die Menschen, die ihr Leben
verloren haben oder verletzt worden sind. Wir übersehen die Familien und die Individuen,
die angegriffen und getötet wurden. Wir verbinden das mit einer großen politischen Agenda,
noch bevor um die Toten getauert werden konnte. In ganzen Tag über hat niemand etwas darüber
gewusst. Der erste, der mir etwas davon erzählte, nannte es eine False Flag Operation. Ich beschäftige
mich jeden Tag mit Politik, dass ich so viele Menschen kenne, die nichts davon wussten. Das zeigt,
dass die Mainstream-Medien nicht angemessen darüber berichten. Und wenn sie darüber berichten,
dann mit einem extrem linken Spin. Ich bin erstaunt, dass Organisationen wie CNN 2016
buchstäblich damit verbracht haben, Verschwörungstheorien zu widerlegen. Und jetzt verbreiten sie
offen eine Verschwörungstheorie, die Russland betrifft. Aber das überrascht mich nicht. Es zeigt
nur weiter ihre Unausgewogenheit bei solchen Ereignissen. Es wird immer Spekulationen geben. Es
liegt in der menschlichen Natur, nach Mustern zu suchen. Die Menschen wollen die Dinge möglichst
schnell verstehen. Wir haben während der letzten Jahre Angriffe in verschiedenen europäischen
Ländern gesehen. Es überrascht mich nicht, dass sich jetzt ein Bild abzeichnet und wir einen
Eindruck bekommen, wer hinter diesem Angriff stecken könnte. Mehr als wahrscheinlich ist der
IS beteiligt. Überraschend ist allerdings, wie viele Menschen argumentieren, dass es auch jemand
anderes gewesen sein könnte. Was am Montag passiert ist, ist das perfekte Beispiel,
warum wir zusammenfinden sollten, um das zu besiegen. Das geht schon zu lange so und das
finde ich erstaunlich. Die Linken-Medien werden verbreiten, dass das, was die Russen und Syrien
gegen den IS tun, eine radikale Reaktion ist. In meinen Augen ist sie nicht radikal genug.
