Hallo liebe Fotofreunde, hier ist der Wilhelm. In unserem heutigen Video geht es um das Thema Kontraste und Gratitionskurve.
Ich habe dieses Bild hier geöffnet und möchte eine virtuelle Kopie erzeugen und diese virtuelle Kopie dann in schwarz-weiß umwandeln.
Erstmal durch einen einfachen Blick hier auf schwarz-weiß. Wir haben dann das Histogramm angezeigt in einen Graustufenwert.
Es ist bereits etwas optimiert vom Weißwert und vom Schwarzwert, damit die Ränder von den Tonwerten links und rechts voll ausgenutzt werden.
Ich habe auch gleichzeitig die Gratitionskurve geöffnet. Auch hier sehen wir, dass die Tonwerte von schwarz bis weiß in der Gratitionskurve hier praktisch ausgenutzt werden.
Hier kaum sichtbar, aber hier wissen wir, der Weißwert ist vorhanden.
Ich werde dieses schwarz-weiß Bild als Ausgangsbild benutzen und weitere virtuelle Kopien erzeugen, um die Bilder hinterher vergleichen zu können.
1, 2, 3, 4, 5, 6 sollte erstmal genügen.
Wir beginnen in den Grundeinstellungen der Entwicklung mit einer ganz normalen Kontraststeuerung von plus 100%.
Wenn wir das Histogramm beobachten, sehen wir, dass die Tonwerte nach links und nach rechts geschoben werden.
Das heißt, die Mittelwerte aus dem mittleren Bereich gehen an den Rand-Bereich Richtung Rand.
Das heißt, mittlere Tonwerte im dunklen Bereich werden dunkler und Tonwerte aus dem helleren Tonwert-Bereich werden heller bis zur Grenze.
Ich möchte es hier erstmal dabei belassen.
Gehe zur nächsten virtuellen Kopie. Hier machen wir genau das Gegenteil, wir nehmen die Kontraste zurück.
Das heißt, wenn wir das Histogramm beobachten, hier schieben sich die Tonwerte von außen Richtung Mitte.
Das heißt, die Tonwerte werden zusammengeschoben.
Dunkle Werte werden weniger dunkel dargestellt, man sieht es unten links in der Ecke des Bildes und helle Tonwerte werden auch in der Helligkeit sanft abgemildert.
Wir konnten hier sehen, dass dieser Regler hatte keinerlei Einfluss auf die Gratitionskurve.
Aber man kann ähnliche Effekte natürlich auch mit der Gratitionskurve erzeugen oder exakt gleichen Effekte.
Wir gehen dazu in die nächste virtuelle Kopie und schauen uns erstmal an, was wir hier geboten bekommen.
Die Gratitionskurve zeigt uns Werte von Schwarz bis Weiß an der unteren Achse und auch Werte von Schwarz bis Weiß an der vertikalen Achse.
Man kann sich das einfach so vorstellen, dass entlang dieser Linie die Tonwerte, sagen wir, ein mittlerer Tonwert, ich mal das hier kurz rein,
ein mittlerer Tonwert geht hierher und hat den gleichen Tonwert auf der linken Seite.
Und so ist es für jeden einzelnen Tonwert von 0 bis 255 oder natürlich mehr bei den entsprechenden Anseilen, den Pixeln, die wir in den heutigen Kameras haben.
Aber Gratitionskurve bezieht sich immer von 0 auf 255.
So, ich nehme hier erstmal einen Punkt in der Mitte und betrachte den als sogenannten Ankerpunkt.
Der Punkt unten links und oben rechts ist in der Gratitionskurve sowieso immer ein Ankerpunkt, genauso wie im Histogramm oben, der wird sich nicht verschiebt,
wenn wir mit den Regeln hier oben den Kontrastregel beteiligen.
Gehen wir jetzt mit dem Tonwerten hier nach unten, sehen wir, dass die dunklen Tonwerte dunkler werden.
Und gehen wir hier rechts nach oben, sehen wir, helle Tonwerte werden heller.
Wir haben jetzt in der Mitte in der mittleren Tonwerte eine deutlich steilere Kurve.
Das heißt, wenn ich außerhalb dieses Ankerpunktes hier hineingehe,
dann lande ich nicht auf der 45 Grad geraden, sondern deutlich höher
und habe dann natürlich auch hier einen deutlich größeren höheren Tonwert.
Ebenso verhält es sich natürlich in den dunklen Bereichen analog.
Hier wird bereits bei niedrigen Tonwerten ein höherer Tonwert in eine niedrigeren verwandelt.
Wir können diese Kurve natürlich auch andersherum formulieren.
Wir nehmen wieder einen Ankerpunkt in der Mitte und gehen jetzt mit den dunklen Tonwerten etwas höher.
Wir sehen auch im Bereich des Bildes in der linken Ecke, die schwarzen Tonwerte werden mehr grau.
Und wir gehen rechts tiefer und sehen, dass also die hellen Tonwerte sanfter ausgeglichen werden.
Man kann den Effekt auch sehr schön, ich nehme mal diese Punkte zurück.
Das kann man nämlich sehr gut auch im Histogramm beobachten,
wie es wir bereits gesehen haben mit den Kontrastregeln hier.
Wir wollten also hier den Tonwert höher nehmen und wir sehen,
im Histogramm schiebt sich der Berg von links nach rechts zur Mitte hin.
Das ist der gleiche Effekt, den wir mit dem Spielschieberregel hatten
und wenn wir das jetzt mit den hohen Tonwerten machen,
sehen wir ebenso, die hellen Tonwerte schieben sich ebenfalls zur Mitte hin.
Das ist übrigens genau umgekehrt von der S-Kurve hier.
Wenn wir das hier nochmal zurücknehmen bei der steilen Kurve,
kann man es genauso beobachten.
Natürlich die Werte, wenn wir nach unten sind, wandern nach links im dunklen Bereich
und die wandern nach rechts, wie man sieht, im hellen Bereich.
So, wir haben jetzt die Schieberregel-Variante.
Wir haben die Variante mit der Punktgradationskurve
und wir haben natürlich noch die parametrische Kurve.
Wir gehen in die nächste Bitte, die Kopie.
Und wir haben natürlich hier die parametrische Kurve,
die hat Formen hinterlegt, die uns in der Ausführung begrenzen.
Wir machen aber hier das Gleiche und können gleichzeitig wieder mit
das Histogramm betrachten.
Wenn ich nach unten gehe, schiebt sich das Histogramm nach links
und ebenso, wenn ich im obentonen Bereich schiebte,
das Histogramm nach rechts.
Ich will jetzt hier etwa versuchen, hier in der Mitte diesen Mittelpunkt wieder zu erreichen.
Das kann man durch verschieben, an der Ende der Kurve, etwas so erreichen.
Ja, und wie zu erwarten, funktioniert das gleiche auch in die andere Richtung.
Das heißt, wir gehen mit den Tonwerten nach oben,
dann schiebt sich das Histogramm Richtung Mitte.
Und wenn wir hier nach unten gehen, auch hier versuche ich wieder,
den Mittelpunkt zu treffen.
Ah, das war nicht gut.
So, in etwa.
Dann sind wir hier wieder etwa in der Mitte.
Da schiebt sich die Tonwert, die Kurve in der Mitte zusammen.
So, die Bilder sind noch nicht ganz sauber optimiert.
Wir gehen das Drei nochmal durch.
Wir haben ja links begonnen mit dem Schieberegeln, den Kontrastregel auf plus 100.
Was wir nicht gemacht haben, wir haben nicht kontrolliert, wie der Weißwert ist.
Wir kennen bereits die Taster J, die uns anzeigt, in dem Fall sieben wie Herr Blau,
was wirklich ganz schwarz wird.
Es gibt eine Alternative dazu.
Hier drückt die Taste alt und geht hier auf den Regler.
Und kann den Regler nach links oder rechts schieben.
Und wir sehen die Bereiche, die wirklich schwarz werden.
Wir sagen, diese Ränder, die unten entstehen, sind in Ordnung.
Das Gleiche gilt für den Weißwert.
Auch hier können wir den Weißwert nebenan sehen.
Jawohl, das sind jetzt die ersten Punkte, die Weiß werden.
Wir gehen so weit zurück, dass diese Punkte verschwinden.
Jetzt ist das Histogramm von den Tonwerten optimal ausgenutzt.
Wir machen das hier bei allen Bildern in der Kürze mal durch,
dass die hinterher in etwa die gleichen Grenzwerte in der Tonwertkurve im Histogramm haben.
Auch hier die ersten weißen Punkte.
Und das nächste Bild.
Je weiß bei gedrückter Alt-Taste schiebe ich den Regler etwas nach links
und den Weißregler etwas nach rechts.
Dann wird das Histogramm optimal ausgenutzt.
Hier müssen wir etwas zurückgehen.
Hier der Weißwert ja auch etwas zurück.
Ein Bild ist noch hier.
Ja, die Werte sind alle etwa angeglichen.
Wir gehen zurück in die Bibliothek über die Taste G,
wählen die Bilder, die wir bearbeitet haben aus, drücken die Taste N,
dann werden diese Bilder nebeneinander dargestellt.
Wir blenden uns auch über die Taste Shift und Tab den Rest aus.
Wir sehen also die ersten beiden Bilder, die wurden nur mit dem Schieberegler Kontrast gemacht.
Das dritte und vierte Bilder wurden mit der Punktkurve gemacht
und das fünfte und sechste wurde mit der parametrischen Kurve gemacht.
Wir gehen noch mal zurück und setzen erst mal nur die drei Kontrast-Reichenbilder nebeneinander über die Taste N.
Wir sehen hier ja die Tonwerte hier nicht ganz so dunkel wie hier,
aber hier sind sie etwa gleich, wenn wir die Bilder groß anschauen.
Das erste Bild muss noch geladen werden.
Wir haben hier noch etwas Zeichnung vorhanden.
Im zweiten Bild ist die Zeichnung etwas zurückgegangen.
Der Wert, wenn wir es vergleichen, ist ganz geringfügig.
Das dritte Bild mit der parametrischen Kurve, sie sind eigentlich alle drei nahezu perfekt.
Man kann es ja fast vermuten.
Ähnliches gilt dann auch für die Bilder, die Kontrastarme gemacht wurden.
Hier sehen wir also einen ersten visuellen Eindruck, überhaupt keinen Unterschied.
Auch im Detail, Taste F gedrückt,
sehen wir, wir haben hier in den dunklen Bereichen in den Schatten wunderbar eine schöne Zeichnung
und das dem Bleiben die Held-Dunkel-Kontraste sehr gut erhalten.
Wir gehen zum zweiten Bild, das mit der Punktkurve erstellt wurde.
Wir sehen praktisch keinen Unterschied und das dritte Bild, das wurde mit der parametrischen Kurve gemacht.
Hier ist etwas dunkler ausgefallen.
Das ist eben immer die individuelle Bearbeitung, die hier durchaus mal unterschiedlich sein kann.
Ja, wir gehen hier zurück.
Wir haben das Schiff und Tab und haben unsere Felder eingeblendet.
Was ich noch nicht gezeigt habe, Kontraste kamen ja nicht nur.
Wir gehen mal in eines der Bilder rein, dass wir vom Kontraste geringe gemacht haben
und mit Taste D in die Entwicklung.
Kontraste kann man ja nicht nur mit dem Schieberegler und mit der Gradationskurve bearbeiten.
Wir hatten ja auch schon mal den Schieberegler-Klarheit benutzt.
Und wenn wir hier reingehen, dann sehen wir, wir können hier auch im Detail nochmals die Klarheit anheben.
Ich gehe mal zurück.
Es wirkt schon etwas gleichförmig in den Mitteltönen.
Wenn wir den Schieberegler-Klarheit nehmen, erhöhen wir den lokalen Kontrast.
Wir sehen es auch direkt im Histogramm.
Es gibt also neben dem Schieberegler-Kontrast und der Gradationskurve,
und zwar parametrische Kurve als auch die Punktkurve,
die Möglichkeit den Kontrast weiterhin über den Klarheitsregler zu beeinflussen.
Vom Ergebnis kann man beides sehen.
Es ist nicht so, wie von manchen Autoren gesprochen wird,
dass man den Kontrastregler nie benutzen sollte.
Wir haben gezeigt, man kann das mit der Gradationskurve zu 100% mit gleichem Ergebnis erreichen.
Wenn man die Gradationskurve versteht, kann man vielleicht noch sehr viel differenzierter Einstellungen machen.
Wir gehen mal in die erste Kopie, die wir noch unbearbeitet haben.
Wir können hergehen und sagen, wir wollen das Bild insgesamt heller haben.
Dann bleiben die Kontraste zu Beginn steiler.
Im hellen Bereich werden sie flacher oder man dreht es umgekehrt.
Man nimmt die Tonwerte am Anfang, lässt sie erst langsam oder sanft ansteigen
und dann zu den hellen Tonwerden immer steiler.
Das ist ziemlich differenziert.
Man kann auch hier noch weiter runtergehen und bestimmte Kurven dann erzeugen,
dass man sagt, nur im oberen Tonwertbereich will man etwas geringere Sättigungen haben.
Das heißt, wir steigen in die Mitteltonwertbereiche hinein.
Das ist ziemlich differenziert.
Ich schalte das mal wieder aus.
Ich zeige eine weitere Möglichkeit.
Es gibt hier dieses Punktwerkzeug.
Das Punktwerkzeug werden wir anfassen und schauen auf die Kurve.
Dann sehen wir, in dem Bereich sind wir zum oberen im Lichterbereich.
Wenn wir den Lichterbereich etwas runterziehen, dann können wir das hier machen.
Gehen wir dann den Gegensatz hier in dem Bereich.
Wir sind auf der Punktkurve im unteren Schattenbereich, können das hier tiefer ziehen
und erreichen exakt das, was wir auch bereits vorhin gemacht haben,
nämlich die Kontraste insgesamt abmilden.
Es gibt sehr viele Möglichkeiten zur Kontrasteuerung.
Das ist noch nicht alles.
Man kann auch über die lichtertiefen Weiß- und Schwarzregler ähnliche Ergebnisse erzielen.
Man könnte zum Beispiel, sagen wir, Weiß zurück, die Tiefen hoch.
Auch hier sehen wir bereits einen Grauwert.
Das Gleiche könnte man mit den Lichtern machen, die Lichter hoch, die Tiefen runter.
Man hat dann ebenfalls ein ziemlich abgemildertes, ein flaues Bild vielleicht
und dann ausgehend von diesem Bild wieder die Punktkurve einsetzen,
um das Bild so zu steuern, wie man es gerne möchte.
Die Variationsmöglichkeiten sind schier unbegrenzt, die Tonwerte passend zu steuern.
Das soll es für heute gewesen sein, zum Thema Kontrasteuerung
und Gradationskurve.
Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und hoffe, euch demnächst wiedersehen zu können.
Tschüss, dann.
