Ja, hallo, also, mein Name ist Bert Ottasbach.
Ich bin Musiklehrer an der Humboldtschule Wiesbaden und unter anderem dort auch Leiter der AG Fliegen.
Wie man sieht, habe ich auch mit dem Fliegen etwas zu tun und Fliegen ist meine Leidenschaft in der Freizeit, Musik im Beruf.
Ja, wenn ich Flieger oder Fliegen AG höre, denke ich, so ein paar Bierflieger bauen, was genau muss ich mir eigentlich dabei vorstellen?
Ja, die Idee an der Humboldtschule, eine Flieger AG oder Flug AG zu gründen, war vor sechs Jahren geboren, als ich dort als Musiklehrer angefangen habe.
Wir machen alles, was mit Fliegen zu tun hat. Wir machen natürlich Theorieunterricht in der Schule.
Wir machen ab und zu Videoüberfliegen, Cockpitmitflüge und ähnliche Dinge.
Alles, was in der Fliegertheorie gelehrt wird, mache ich ein bisschen kindgerecht aufgearbeitet.
Und dann gibt es natürlich auch den großen Moment, wo wir zum Beispiel hier auf den Flugplatz gehen und z.B. mit so einer Maschine auch Rundflüge unternehmen oder Segelflug.
Auch andere Exkursitionen, z.B. zur deutschen Flugsicherungen oder zur Luft- und Raumfahrtbehörde hatten wir schon.
Also ich mache da jedes Jahr so ein bisschen ein anderes abwechslungsreiches Programm.
Aber das war, können Sie etwas zu dieser Maschine sagen?
Ja, die Maschine ist eine Piper PA28 oder PA28 genannt, eine 470 Maschine, glaube ich, Baujahr 1998,
mit einem Lycoming-Motor 160 PS, Reisegeschwindigkeit etwa 100 Knoten und vier Sitzplätze.
Ein einfacher, gutmütiger Schulflieger, mit dem man auch schöne Reisen unternehmen kann,
die dann relativ schnell gehen. In den Alpen ist man in knapp anderthalb Stunden z.B. und einfach eine schöne, gemütliche Maschine.
Wenn ich jetzt Schüler wäre und mein Ziel wäre, einen Flugschein zu erwerben, kann ich das über Sie hinkriegen?
Direkt über mich nicht, aber ich bin quasi so ein Verbindungsmann, wenn man so will.
Ich bin in einem Segelflugverein, in Laufenselben, bin ich Jugendleiter und dort habe ich auch schon einige Humboldt-Schüler hingebracht,
die dort jetzt Segelflügen lernen. Den Segelflugschein selbst kann man mit 14 Jahren beginnen
und mit 16 Jahren kann man die Abschlussprüfung machen.
Motorflugschein, z.B. für so eine Maschine, geht dann bereits auch mit 17 Jahren.
Allerdings, das geht nicht bei den Segelfliegern, sondern muss man sich hier z.B. über einen Luftfahrtverein meins,
der hat eine Vereins-eigene Flugschule anmelden. Das geht dann auch über meine Verbindung natürlich,
aber die Schulung findet hier in Meins statt.
Gibt es denn Schüler, die bereits einen Flugschein erworben haben?
Jawohl, es gibt z.B. den Jonas Schmidt, der hat vor kurzem seinen Segelflugschein erworben
und wir haben zwei weitere Flugschüler in Laufenselben, die sozusagen kurz vorm Flugschein sind.
Der eine hat seine alle Flüge absolviert, muss nur noch die Prüfung machen,
der andere ist ein bisschen weiter weg.
Wir haben noch zwei weitere Humboldt-Schüler, die bereits alleinfliegende Flugschüler sind,
das heißt, sie dürfen alleinfliegen, aber es muss noch ein Fluglehrer am Funk betreuen.
Die machen dann die Prüfung erst, wenn sie die Theorieprüfung bestanden haben.
Gab es ab und zu mal auch dramatische Situationen, also während des Fliegens?
Es gibt durchaus immer mal Situationen, in denen man ein bisschen kühl im Kopf behalten muss.
Dramatische Situationen habe ich persönlich noch nicht erlebt und auch mit den Flugschülern hatten wir das bis jetzt noch nicht.
Und dann im Vorfeld vieles an Dramatik schon wegnehmen, indem wir ordentlich, zum Beispiel,
wir haben es ja vorhin gesehen, dass die Maschine ordentlich gecheckt wird, dass man da nichts übersieht.
Und das bringen wir den Flugschülern auch schon relativ früh bei,
dass sie wissen, dass ihr Flugzeug flugtauglich ist, das auch zu beurteilen.
Da kann man viel Dramatik schon rausnehmen und natürlich mit guter Schulung und mit intensiver Theorie,
zum Beispiel Wetterkunde, dass einer bei schlechtem Wetter nicht losfliegt, einfach so.
Auch das kann man zumindest mal das Risiko minimieren.
Wenn ich 14 Jahre alt wäre und Schüler wäre und zu Ihnen in die AG kommen möchte,
am besten die Humboldtschule besuchen, anmelden und zu Ihnen kommen, richtig?
Es ist immer gut, die Humboldtschulen zu besuchen.
Es gibt viele Gründe und einer davon ist natürlich die Flieger AG, aber natürlich auch der Kora
und alles andere, den ich übrigens zufällig auch noch leite.
Aber es gibt auch die Video AG vom Herrn Döring.
Es gibt ganz viele Gründe, an diese Schule zu gehen.
Und eine Flieger AG gehörten sich ja heute dazu her.
Gut, wir danken für das Gespräch.
Ah, danke schön, gerne gemacht.
Wir gehen in der Papa-Papa-Meinschütze.
Papa-Papa.
Schraube Tierpfiff bitte.
So eine kleine Kerbe im Propeller.
Deswegen sieht es so aus, als würden wir unsere Maschinen zu streicheln,
aber das ist einfach nur zum Test, dass da nichts abgebrochen ist.
