Meine Diagnose habe ich vor zwölf Jahren bekommen, Bruster der Krebs.
Es ist doch meistens ein Todesurteil.
Wie ich heimgekommen bin, war ich stark gesessen.
Und dann habe ich gesagt, wo Krebs?
Dann haben wir das Wahldenschlag.
Und wie gesagt, dann sind die Tränen gekommen, dann ist die Frau.
Und ich habe gesagt, ich habe Krebs.
Und da war sie auch schon gehört.
Und dann auf einmal haben wir gesagt, okay, was soll's?
Das kriegen wir weg.
Ich hatte mich da schon gut unterstützt dabei.
Herr Straßner kam in die Praxis.
Und er hatte schon Angst,
dass bei ihm eine bösartige Erkrankte Brosse da festgestellt werden würde.
Er ist selbstständiger Bäcker.
Und es war klar, dass er eine große Verantwortung auf seinen Schultern trägt.
Der Betrieb, der könnte nicht bestehen, wenn die Familie nicht zusammenhaldet würde.
Ich glaube, wenn ich das nicht hätte, dann würde es schon ein bisschen anders aussehen.
Eine Sache ist mir an dieser Stelle doch sehr wichtig.
Seine Frau, die eine ganz entscheidende und wichtige Rolle in seinem Leben spielt.
Ein sehr eingespieltes Team wahrscheinlich seit mehreren Jahrzehnten in der Bäckerei.
Und so werden auch andere Probleme angegangen.
Unter anderem eben das Brosse der Katzenomen.
Mein Arzt ist Dr. Weber.
Ich vertraue ihm, wenn er mir sagt, wir müssen das machen.
Und dann sage ich, okay, du machst das, machen wir halt.
Da habe ich also keine Zweifel.
Ein guter Arzt, den merkt man, das muss von innen vom Herz rauskommen.
Das glaube ich bei mir im Beruf.
Das ist eine gute Brotbank, aber bei dem einen, wo das Herz dabei ist,
kommt ganz an den Geschmack raus.
Mein Beruf, weil das mein Hobby ist, hat mir viel geholfen.
Wenn ich in eine Backstube standen bin, dann habe ich an die Krankheit gar nicht gedacht.
Ohne die positive Grundeinstellung schaffen wir nur 50 Prozent.
Die andere Hälfte macht der Patient.
In der metastasierten, fortgeschrittenen Brosse der Katzenomsituation
von vor 10, 12, 15 Jahren hatte eine Lebenserwartung im Schnitt von zwei Jahren.
In der heutigen Situation mit den Optionen, die wir haben,
können wir Patienten 10, 12, manchmal 15 Jahre betreuen.
Das ist ein Riesenunterschied.
Wenn man so will, wird man als Arzt zum Lebensbegleiter.
Die Therapie ermöglicht mir, dass ich meine Hobbys wegstellen kann.
Und ich kann spattreiben.
Ich kann im Garten meine Bäume betreuen.
Ich kann mein Leben nicht mehr so in der Geschwindigkeit, wie es früher war.
Es geht heute ein bisschen langsamer.
Aber der Spaß ist trotzdem noch da im Leben.
