Am letzten Samstag, dem 22. April 2017, fand ein Marsch für die Wissenschaft statt,
an dem laut Medienberichten weltweit Zehntausende in hunderten Städten teilnahm.
Worum genau ging es bei diesen Märchen für die klassische Wissenschaft und gegen angebliche
Wissenschaftsfeindlichkeit?
Hier ein Auszug aus dem Aufruf für den Marsch.
Die gründliche Erforschung unserer Welt und die anschließende Einordnung der Erkenntnisse,
die dabei gewonnen werden, ist die Aufgabe von Wissenschaft.
Wenn jedoch wissenschaftlich fundierte Tatsachen geleugnet, relativiert oder lediglich alternativen
Fakten als gleichwertig gegenübergestellt werden, um daraus politisches Kapital zu
schlagen, wird jedem konstruktiven Dialog die Basis entzogen.
Da aber der konstruktive Dialog eine elementare Grundlage unserer Demokratie ist, betrifft
eine solche Entwicklung, nicht nur Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, sondern unsere Gesellschaft
als Ganzes.
Am 22. April 2017 werden deshalb weltweit Menschen auf die Straße gehen, um dafür
zu demonstrieren, dass wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage des gesellschaftlichen
Diskurses nicht verhandelbar sind.
Diese Aufruf klingt beim ersten Hören sicherlich sehr vernünftig, gut und unterstützungswürdig.
Wer ist denn schon für das Leugnen von wissenschaftlichen Erkenntnissen?
Besonders, wenn es um so heikle Themen wie Klimawandel, Impfen, Gentechnik und anderes
mehr geht.
Solch stupides Wissenschaftsleugnen war gemäß den Überlieferungen im dunklen Mittelalter
noch gang und gäbe.
seinerzeit wurde im europäischen Raum allein das von der katholischen Kirche kennzeichnete
Weltbild geduldet und alles andere als teuflisch oder kezerisch gebranntmarkt und auf brutalste
Weise Straf verfolgt.
Betrachtet man diesen Aufruf zum Wissenschaftsmarsch allerdings genauer, hat er aber doch einen
schalen Beigeschmack, wie es Michael Klein, ein deutscher Wissenschaftler und Journalist
auf seinem Internetblock kritische Wissenschaft ausdrückte.
Auf den Punkt gebracht, stört im Aufruf der unüberhörbare Absolutheitsanspruch der
einen Wissenschaft, der durch die Merche gegenüber sogenannten alternativen Wissenschaften
erhoben wird.
Auch Albrecht Müller, ehemaliger deutscher Politiker der SPD, beschreibt seinen Eindruck
wie folgt.
Begut, es würden hier Ross und Reiter genannt, wer ist denn gemeint mit den Vertretern alternativer
Fakten?
Die Initiatoren des Marsches übertreiben das leugten wissenschaftliche Erkenntnis
im Maß los.
Michael Klein führt diesen Gedanken anhand des Beispiels Klimawandel folgendermaßen
fort.
Absurd ist es, Wissenschaftsfeindlichkeit ausgerechnet am Klimawandel festzumachen.
Niemand bestreitet, dass es Klimawandel gibt.
Umstritten ist nur die Behauptung, der derzeitige Klimawandel ginge einzig und allein auf menschliches
Wirken zurück.
Im Gegenteil, der menschgemachte Klimawandel ist alles andere als eine wissenschaftliche
Tatsache.
Er findet sich derzeit nur in Modellen und Simulationen.
Doch aufgrund der Behauptung, es gäbe ihn, werden zum Beispiel Wetterereignisse entsprechend
der eigenen Überzeugung interpretiert.
Das wiederum ist keine Wissenschaft, sondern wissenschaftlich eingefärbte Ideologie, sprich
Weltanschauung.
Ginge es den Marschierern in Berlin tatsächlich um die Wissenschaft, sie würden sich bemühen,
Kriterien aufzustellen, die es ermöglichen, dass sich Modelle des Klimawandels als falsch
erweisen können.
In Menschen, die alleinige Ursache eines Klimawandels zu sehen, ist in etwa so, als würde
man behaupten, dass leichtes Schlingern der Erde, wenn sie sich um ihre eigene Achse
dreht, sei der Tatsache geschuldet, dass die Erde mit viel zu vielen Menschen überbevölkert
ist.
Albrecht Müller kommt zu der Schlussfolgerung.
In der Wissenschaft große hilfreiche Erkenntnisse.
Wir verdanken aber auch einen politisch korrupten Teil der Wissenschaft, der unter der Flagge
der Wissenschaftlichkeit segelt, gravierender politische und gesellschaftliche Fehlentscheidungen.
Beim Thema Klimawandel geht es vordergründig um massive wirtschaftliche ja machtpolitische
Interessen.
Global wirkende Finanz-Oligarchen finanzieren direkt oder indirekt nur Forschungsprojekte,
deren Resultate exakt ihrer eigenen Machtstrategie entsprechen.
Einzelheiten finden sie in der Sendung Klimawandel und CO2 nur vorwand für die Sonderabgaben?
Michael Klein drückt diesen Gedanken so aus.
Der Marsch für die Wissenschaft dient wohl eher den wirtschaftlichen Interessen derer,
die befürchten eine Kritikbereitschaft, wie sie zum Beispiel in einer wirklichen Wissenschaft
herrscht, würde den Geldsegen beenden.
Es hat den anschauen, liebe Zuschauer, dass denen der Finanz-Oligarchie höhrigen Mainstream-Wissenschaftler
ein ähnlich wie den Mainstream-Medien auch die Fälle wegschwimmen.
Denn die Menschen übernehmen die Resultate und Meldungen von Wissenschaft und Medien
inzwischen nicht mehr so unkritisch wie noch vor Jahren.
Die finanziellen Verfilzungen sind ihnen nicht verborgen geblieben.
Bleibt beiden offenbar nur noch die Totschlagkeule, nämlich alles als Fake-News oder alternative
Fakten zu diskreditieren, was ihre Sprechart bzw. was ihren Interessen widerspricht?
Mit dem absoluten Anspruch, dass die Erkenntnisse ihrer Wissenschaft und übrigens auch ihrer
Medienberichte als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses nicht verhandelbar sind, marschiert
man gleichsam auch wieder auf direktem Kurs ins Finster im Mittelalter der Feudal-Herrschaften.
