Als Stadtentwicklungssenatorin freue ich mich natürlich besonders, wenn sich mal was
materialisiert, weil wir denken und reden sehr, sehr lange und zeichnen Pläne und diskutieren,
bevor man dann mal was tatsächlich betreten kann oder anfassen kann oder sich eine Vorstellung
machen kann von dem, was da passieren soll. Und deshalb ist es außerordentlich beglückend,
würde ich fast sagen, dass wir jetzt hier eine Symbiose haben von zwei wirklich interessanten Themen,
die für die Entwicklung der Berliner Mitte also in ihrem Wert gar nicht zu unterschätzen sind.
Also herzlichen Dank an die ESMT, dass sie sozusagen als Projektpartner und guter Nachbar
die Möglichkeit eröffnet hat, hier den öffentlichen Raum zu erweitern und zu beleben mit diesem Projekt
und dass sie auch nochmal darauf hingewiesen haben, dass der Garten öffentlich zugänglich ist
und die Zugänglichkeit jetzt erleichtert. Das ist ein tatsächlicher Fortschritt hier an diesem Ort.
Ich kann für uns sagen, dass uns ja die Argumente einfach überzeugt haben. Ich glaube,
das ist ein tolles Projekt und ich kann auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
Studierenden sagen, ich glaube, das würde die gesamte Gegend hier aufwerten und hoffe sehr,
dass auf dem mühsamen Weg bis zur Durchsetzung und Umsetzung des Projektes sie gut vorankommen werden.
Ich bin ja auch deshalb eingeladen worden, weil es Geld gibt von der öffentlichen Hand,
unter anderem vom Land Berlin, 1,4 Millionen. Das ist nicht wenig Geld und dieses Geld gut
anzulegen und bis Ende 2018 ein Projektstatus herzustellen, der ist rechtfertig, der politisch eine
Beschlussfassung ermöglicht, durch die der heute zum Glück auch zahlreiche Anwesenden
Abgeordneten vielleicht eine andere Finanzierungsgrundlage dann herzustellen. Das ist ja das gemeinsame
Ziel, was wir hier haben müssen, dass man sozusagen dieses Projekt soweit konkretisiert und eben noch
weiter materialisiert, damit wir gute Argumente haben, im Haushalt dann auch eine Finanzierung
fortzusetzen, überdien derzeit, jemförderzeit, kombinierend.
Jetzt sage ich noch ganz wenige Worte dazu, was wir hier in den kommenden vier Monaten machen
werden. Das ist in erster Linie ein Ort des Lernens und Experimentierens. Das größte
Experiment, was wir beobachten werden, befindet sich im Moment noch im historischen Hafen. Dort
haben wir ein Testfilter in ein historisches Schiff eingebaut und dieser Testfilter soll
Aufschluss darüber geben, wie die Wasserfilterung in der Praxis tatsächlich funktioniert. Kiesfilter
ist ein alter Hut, Kiesfilter in einem Fließgewässer ist nicht ganz so ein alter Hut und das werden
wir dann also hier vor Ort in dem Schiff beobachten können. Außerdem wird es hier Veranstaltungen
geben mit unseren Partnern aus der akademischen Kooperation mit verschiedenen Universitäten,
mit Schulklassen zum Thema Gewässereinhaltung und Filterung und natürlich, obwohl ich es
jetzt zuletzt nenne, soll es auch ein Ort sein des Aufenthalts, der Begegnung, die Anwohner hier,
die Studierenden der ESMT und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Auswärtigen Amts und
anderer Büros sind also herzlich eingeladen sich hier aufzuhalten, Brause zu trinken oder
Kaffee und natürlich unsere Dauerausstellung hier aufmerksam durchzulesen.
