Ich habe angefangen zu malen und irgendwann wurde ich halt ziemlich ungeduldig beim Malen.
Und ich wollte halt irgendwas einfangen, was ein Moment war oder einen Ausdruck in einem Menschen
oder etwas, was ich in einem Menschen gesehen habe und dafür war mir die Malerei einfach viel zu langsam.
Also ich kam nicht hinterher und deswegen habe ich einfach die Kamera genommen, weil ich mich immer noch einfach
im ersten Moment direkt wohlgefühlt habe und dadurch bin ich dann einfach bei der Fotografie geblieben.
Ich bin Osman Barker und Fotograf aus Berlin.
Also hauptsächlich geht es mir darum, nicht ein schönes Foto von jemandem einfach zu machen.
Es geht mir darum, dass noch ein bisschen mehr dabei ist, dass man jemanden auf eine Art und Weise fotografiert, die ehrlich ist.
Es geht mir hauptsächlich, es geht mir um Ehrlichkeit und dass die Menschen einfach sich so zeigen, wie sie sind.
Und das ist natürlich verdammt schwierig. Also aus irgendeinem Grund habe ich irgendwann gemerkt,
dass Freunde oder Leute, die ich ein bisschen kenne, sich mir sehr schnell öffnen.
Und das wollte ich auch einfach auf die Fotos bannen.
Und es gibt einfach Momente, wenn man jemandem fotografiert, das sind andere Fotos.
Das sind ehrlichere Fotos, das sind Momente, die auch diese Persönlichkeit widerspiegeln.
Und da muss man halt sehr hart daran arbeiten, dass man das wirklich hinkriegt und diejenigen nicht verschreckt.
Ja, also wie ich fotografiere, ist eigentlich relativ simpel.
Ich bin mit den digitalen Kameras nicht so ganz im Rhein.
Also ich habe immer das Gefühl, dass das ziemlich viel von dem, was ich sehe, einfach nicht mit aufs Bild kommt.
Und in der Analyrung, Fotografie, mit Filmen, ist es halt noch immer viel schöner,
weil man auch dieser Moment, wenn man ein Foto gemacht hat und man zieht hinten die Kamera auf,
oder man dreht das Magazin oder auch das mit der Match ist es einfach ein viel schöneres Gefühl dabei.
Also der Grund, warum ich es so wenig mit scharf und tiefer arbeite,
ist einfach, dass ich natürlich wie jeder andere Mensch auch diese Welt auf meiner eigene Art und Weise sehe
und die Menschen auf meiner eigene Art und Weise sehe.
Und daher ist es mir wichtig, den Blick darauf hinzuleiten, was ich für wichtig empfinde, in diesem einen Moment.
Und dafür benutze ich einfach diese geringe, tiefen Schärfe, die Offenlände,
um einfach nur den Betrachter auf diese eine Sache zu lenken.
Und einfach genau zu sagen, okay, das ist wichtig, das ist unwichtig.
Das brauche ich nicht.
Das gehört zwar zum Bild kompositorisch und von den Mitteln der Fotografie,
aber hoffentlich will ich dadurch den Blick lenken.
