Angefangen hat das alles so ungefähr mit 13, 14 Lange.
Ich habe schon immer sehr viel gebastelt und gemalt und Sachen selbst gemacht, weil meine Familie sehr kreativ ist.
Ich bin auf Usedom aufgewachsen und da gab es jetzt nicht so viel Modegeschäfte.
13, 14 fängt man doch an sich dafür zu interessieren.
Dann habe ich schon immer ein Febel für Vintage-Sachen gehabt, also für alte Sachen aus den 70er Jahren.
Und wenn man da mal was bekommen hat in der großen Stadt außerhalb, dann hat das natürlich auch nicht immer gepasst.
Und man musste sich das irgendwie so ein bisschen passend machen.
Also den Rock vielleicht ein bisschen enger nähen oder die Hose eben kürzen und so hat das alles angefangen.
Also ich habe dann angefangen Sachen für mich selber zu nähen auch.
Und das fanden dann Freunde irgendwie cool.
Und das kam dann irgendwie so, dass die dann ankam, ob ich nicht für die auch mal irgendwas machen kann.
Also die erste Zeit habe ich tatsächlich noch auf dieser alten Nähmaschine von meiner, was ich nicht, Ur-Oma, glaube ich, genäht.
Das war noch so eine zum Treten.
Dann schwimmen und eigentlich war das auch so ein Erbstück in der Familie.
Und meine Mutter hat immer so ein Panik bekommen, wenn ich daran irgendwie gearbeitet habe und hat mir dann eine gekauft.
Da war ich glaube ich 14.
Und das war dann natürlich meine erste Nähmaschine und dann ging es eigentlich los.
Also dann habe ich Taschen genäht und habe für Freunde genäht und habe das irgendwie immer nebenbei so ein bisschen gemacht
und habe dann irgendwann angefangen, als ich älter war und es auf einmal der Wander gab.
Da kam auch diese große Händmedewelle einfach auf und die Leute haben sich dafür sehr interessiert.
Da habe ich angefangen, das zu verkaufen, weil ich das einfach ausprobieren wollte.
Also ich wollte einfach gucken, bei Freunden kam das immer gut an, bei den Beschenken kam das immer gut an
und dann wollte ich mal gucken, wie das so bei anderen ankommt.
Und das lief ganz gut.
Und dann bin ich quasi über den Online-Verkauf irgendwann hier gelandet.
Also ich habe dann angefangen vor einem Jahr so auf Märkte zu fahren, aber sehr regional.
Also eben in Rostock und auch mal in Greifswald oder so.
Und dann stieg halt die Nachfrage in Rostock auch.
Also die Leute kamen dann zu mir nach Hause und wollten irgendwas anprobieren oder wollten sich Stoffe aussuchen.
Und da kam dann so zum ersten Mal die Idee, das zu Hause zu machen ist irgendwie auch immer ein bisschen komisch.
Wäre schon cool, wenn man irgendwie ein Laden hätte.
Und dann habe ich angefangen zu suchen und habe eigentlich gefunden und genau jetzt bin ich hier.
Nähn für mich bedeutet, dass ich die Sachen eben so machen kann, dass sie mir passen und gefallen.
Also wenn ich eine Tasche für meine Kamera möchte, dann ist es halt schwer irgendwie für mich ein Laden zu gehen,
eine zu finden, die mir vom Muster her gefällt und von der Größe, die dann irgendwie nicht so groß ist und nicht so klein ist.
Und dann setze ich mich hin und mache das eben so, wie ich das gerne haben möchte.
Also am liebsten arbeite ich halt so mit alten Stoffen, die eben schon mal ein Vorleben hatten.
Sei es als Bettwäsche oder Vorhänge, weil ich irgendwie die Idee ganz schön finde,
dass das einfach ja wieder zu verwerten, also das nicht wegzuwerten so,
sondern dem irgendwie der neuen Sinn zu geben, als Tasche zum Beispiel oder eben auch als Letzchen.
Und das macht die Stoffe sind natürlich sehr besonders.
Also die kann ich ihnen eben nicht einfach am Laden kaufen und nicht jeder kann daraus irgendwie eine Tasche nähen,
weil die gibt es natürlich nur noch sehr, sehr, sehr.
Also dann liegen die erstmal im Regal und ich weiß meistens ganz lange nicht, was ich damit mache
und irgendwann will ich halt eine Tasche nähen und dann sehe ich den Stoff und dann wird es halt auf einmal eine Tasche.
Also meistens weiß ich, wenn ich den Stoff jetzt irgendwie irgendwo finde, weiß ich noch nicht, was es wird.
Manchmal sind es halt auch einfach die Kunden, die dann kommen und sagen, das ist der perfekte Stoff irgendwie von Rock oder so.
Und dann wird es halt Rock.
Also bei mir bekommt man eigentlich Unikate und Kleinserien, also Sachen, die es eigentlich nur einmal gibt,
weil sie natürlich selbst gemacht sind und irgendwie jedes auch so ein bisschen anders aussieht.
Und es ist so eine bunte Mischung aus selbst gemachten und Vintage Sachen.
Vintage bedeutet, dass die Sachen eben älter als 30 Jahre sind, also meistens aus den 60er, 70er Jahren.
Und das sind halt eben besondere Fun-Stücke, wie zum Beispiel Taschen oder auch Schuhe oder Kleidung, natürlich Kleider,
die ich irgendwie ja meistens wieder aufgearbeitet habe, das heißt irgendwie, da war eine nahtliche Ordnung oder so.
Und dann mache ich, oder die Reißverschlüsse mache ich dann eben wieder heil und dann kann man das halt wieder benutzen und tragen.
Also weil ich das für mich selbst eben auch, also ich mag total gerne so etwas und tragen und deswegen habe ich das hier irgendwie auch mit reingenommen,
weil das ja auch, also ich finde, das passt auch ganz gut zusammen.
Wenn die Sachen, die ich herrschte, ja ja auch aus alten Stoffen sind, dann funktioniert das ganz gut.
Also ich finde einfach, dass es halt was Individuelles ist und dass man sich da selbst auch drin wiederfindet,
dass man sich selber auch Anregungen holen kann und ja, das gefällt mir an den ganzen Sachen.
Ja, das mit den Anregungen stimm ich hier echt zu, sogar mit den Taschen finde ich halt total Zucker, mit den ganzen Bettlaken, Motiven von früher halt aus der Idee
und auch diese Vintage-Sachen, die sie anbietet für mich großartig so.
Das findet ja in Rostock-Filmen und sowas ja gar nicht.
Und deswegen finde ich das echt schön, mal so einen Laden zu haben, wo man dann auch mal wieder sowas finden kann.
Nicht extra nach Berlin fahren muss, um irgendwie mal so die Richtung, weil ich halt auch gerne ein bisschen extravaganter mag.
Genau, und die Stoffe sind toll.
Wo hast du diese Stoffe her?
