Das Wesentliche reduziert, so zu sagen, ist meine Mode, also ich schöpfe meine Geschichten,
meine Emotionen aus Menschen, aus Landschaften, die durchaus auch in der Vergangenheit liegen können,
aber nicht müssen und versuche mit diesem Wissen moderne Kollektionen zu machen, die in der
jetzt Zeit funktionieren. Ich finde es immer ein schönes Zeichen, nichts auszuschließen,
komplett nicht nur Menschen gegenüber offen zu sein, sondern natürlich auch Gegenständen.
In meiner Arbeit sind es dann die Stoffe, sind die Geschichten, sind die Materialien, die ich arbeite.
Kai hat dann angefangen Monokultur ins Leben zu rufen und was Kai macht, er gibt den Leuten Raum,
mit der neunten Zeit sich zu erklären und die eigene Arbeit auch darstellen zu können
und er im Grunde genommen ein Pionier zu sein in der Magazinkultur, das ist mutig.
Deshalb ist es einfach eine Sache, die absolut unterstützungswert ist.
Ich war wirklich geplant als normales Interview-Magazin, aber dann dieses Format,
dann jedes Hälfte über eine Person zu machen, das kam dann eigentlich fast ein bisschen zufällig,
weil wir damals schlichtweg nicht das Kapital hatten, das erste Ausgabe zu drucken
und wir haben uns einen Dummy gemacht und sind dann noch zu den ersten potentiellen Anzeigenkunden gegangen
und ich weiß noch, wir waren dann bei der Jasmin Gauss, von die damals eine APC betreut hat
und die hat uns eigentlich quasi hochkant rausgeworfen, weil der hat dann schlichtweg ausgelascht.
Das kannst du ja total vergessen.
Und dann haben wir halt sehr schnell gemerkt, dass das nix wird.
Und dann kam eben der Platz hier Gedanken, was ist, wenn wir jetzt einfach den Inhalt einer Ausgabe aufteilen,
dass quasi einzeln machen.
Also es ist verrückt, dass das Format total streng ist.
Also eigentlich gibt es wahrscheinlich wenigen Magazinen, die so einen klar vorgegebenen Rahmen haben,
so eine Person, ein Interview, Frage an Wort, kurzes Intro, Bilder, fertig.
Pimpon so, ne?
So, half Format ist fix und das war's.
Und dann irgendwie zu sehen, wie unterschiedlich dann trotzdem jede Ausgabe war, das war total super.
Wir wohnen ja früher mal wahnsinnig viel als ein Fansign genannt, was mich am Anfang mal total genervt war.
Und natürlich immer so dieser schwarz-weiß kopierten Häftchen irgendwie im Kopf.
Und ich dachte, gucke ich das mal an.
Aber letztendlich ist es wirklich wahrscheinlich sogar das ultimative Fansign,
weil es immer um eine Person geht und es ist eine Person, die wir respektieren und für spannend befinden
und dann natürlich auch so drei Monate unserer Zeit dafür opfern und echt viel Arbeit reinstecken.
Nee, die Interviews sind auch mal ganz bewusst so gehalten, dass es hoffentlich immer auch jetzt wie jemand,
der es gar nicht kennt oder damit wir ganz anfangen können, dass man hoffentlich trotzdem noch was rausziehen kann, so für sich.
Aber eigentlich ist es immer der Anspruch so, dass meine Mutter das lesen können soll und das auch gut finden muss.
Und die kann wirklich fast niemanden von den Beiden.
