Der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr.
Daniele Ganser prägte den Begriff Imperium USA.
Imperium bedeutet zu Deutsch weltreich und bezeichnet laut Wikipedia das Bestreben eines
Staates bzw. seiner politischen Führung in anderen Ländern wirtschaftlichen und politischen
Einfluss zu erlangen, bis hin zu deren Unterwerfung.
Dr.
Ganser zeigt und belegt in seinen Vorträgen, wo überall in der Welt die USA mit Militärbasen
vertreten sind und vergleicht dies mit den Einflussbereichen von Russland, China und Europa.
Das Ergebnis dieses Vergleichs ist eindeutig.
Es gibt nur ein Imperium, das Imperium USA.
Weitere Merkmale über das Imperium USA finden sie in der Sendung 40.000 Einwohner von Mosul
zur Tode befreit, weshalb kein Aufschrei.
Wehm es nun doch noch nicht klar sein sollte, dass es sich bei der Militär- und Wirtschaftsmacht
USA um ein Imperium handelt, das sich ungestraft in die Belange anderer Länder einmischt, wie
es bei keinem anderen Land geduldet werden würde, der betrachte folgende Beispiele in
der jüngsten Vergangenheit.
Beispiel 1.
Nach dem Repräsentantenhaus hat sich nun in der Nacht auf den 28.
Juli auch der US-Senat mit großer Mehrheit für eine Verschärfung der Sanktionen gegen
Russland ausgesprochen.
US-Präsident Donald Trump könnte noch sein Veto einlegen, was allerdings durch eine
Zweidrittelmehrheit bei der Parlamentskammern ausgehebelt werden könnte.
3.
Prisantes Detail Das neue Sanktionsgesetz sehe laut dem
SRF-Korrespondenten Oliver Washington Sanktionen gegen jegliche Firmen vor, also auch gegen
Europäische, die an der Entwicklung, dem Unterhalt und der Reparatur von russischen Energiepipelines
mitmachen.
Acht Projekte wären davon besonders stark betroffen, wie beispielsweise die existierende
Gaspipeline Nord Stream 1 und die geplante Nord Stream 2, die Russland über die Nordsee
mit Deutschland verbinden.
Dass sich nun aber US-Politiker so unverholen in europäische Angelegenheiten einmischen,
stößt Sauer auf.
Der deutsche CSU-Abgeordnete Peter Ramsauer brachte es wie folgt auf den Punkt.
Die USA nennen das zwar Sanktionen gegen Russland, in Wirklichkeit will Amerika damit einen
Handelskrieg anzetteln gegen die deutsche Wirtschaft, gegen die europäische Wirtschaft.
Die EU-Kommission sieht die neuen US-Sanktionen, denn auch als Strategie amerikanische Energieunternehmen
zu unterstützen, die dann auf dem europäischen Markt in die Lücke springen würden.
Bereits am G20-Gipfel in Hamburg äußerte sich der russische Präsident Vladimir Putin,
dass russisches Flüssiggas die US-Konkurrenz nicht zu fürchten brauche, weil es einen
großen Preisvorteil gegenüber dem US-Angebot hätte, sofern ein fairer Wettbewerb gewährleistet
und wirtschaftliche Prozesse nicht politisiert würden.
Doch eben, ein Imperium muss sich weder an einen fairen Wettbewerb halten, noch wirtschaftliche
von politischen Interessen trennen.
Selbst Thomas Kleine Brockhoff, Vizepräsident der US-Denkfabrik German Marshall, fand in
Berlin und überzeugter Befürworter der Sanktionen gegen Russland, kritisierte, dass die USA
ihr Recht regelmäßig europäischen Firmen überstülpen würden, die eigentlich nicht
unter US-Recht fallen.
Klagemauer TV legte bereits in der Sendung vom 26.
Juli dar, dass hinter den US-Sanktionen eine gezielte Strategie zur Schwächung des eurasischen
Kontinents sprich Europa und Asien inklusiv Russland steckt.
Beispiel 2 Kaum zwei Wochen nach dem Besuch des US-Präsidenten Donald Trump in Saudi-Arabien
verhängten einige arabische Staaten, Saudi-Arabien, Bahrain, die vereinigten arabischen Emirate
der Jemen und auch Ägypten, Sanktionen gegen den Halbinselstaat Qatar.
Großer Profiteur, wie könnte es anders sein, die US-Administration.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters am 26.
Juni berichtete, haben die vereinigten arabischen Emirate eine erste Ölfracht aus den Vereinigten
Staaten gekauft, damit Qatar umgangen werden könne.
Bereits am 8.
Juni 2017 sagte der Energieexperte Dr.
Volkan Östämir, dass die Sanktionen gegen den weltgrößten Flüssiggas-Exporter Qatar,
dessen Flüssiggas ausfuhren, in Gefahr bringe.
Konkurrierende Flüssiggasfirmen wie Jena aus den USA würden deutlich von einer solchen
Entwicklung profitieren, so der Energieexperte.
Beispiel 3 Erst am 27.
Juli verhängte die US-Regierung weitere Sanktionen gegen venezolanische Beamte aus Politik, Armee
und der staatlichen Erdölgesellschaft.
Als Antwort darauf nahm der venezolanische Präsident Nicolas Maduro keinen Blatt vor
den Mund.
Diese imperialistischen Sanktionen seien unverschämt.
Die USA würden sich wie eine Weltregierung aufführen, sagt er weiter.
Dies sind nur mal drei Beispiele, wie die globalen US-Strippenzieher versuchen, die
USA zur globalen Vormacht im Energiesektor zu machen, wie es zuletzt US-Präsident Donald
Trump offen ausdrückte.
Nur tun sie dies mit unlauteren Mitteln, wie Sanktionsgesetzen, die anderen Ländern
übergestülpt werden sollen, wie es sich eben nur ein Imperium erlauben kann.
Und genau dieses typische Merkmal eines Imperiums nannten die deutschen Wirtschaftsnachrichten
kurz DWN in einem Artikel vom 27.
Juli Willkür, die das Völkerrecht ersetze.
Die Sanktionen werden, sofern das Gesetz in Kraft trete, den USA die Möglichkeit geben
ihre wirtschaftlichen Interessen, mithilfe der amerikanischen Strafverfolgungsbehörden
durchzusetzen, so die DWN.
Es gilt nun zu beobachten, wie sich die von dem aktuellen US-Sanktionsgesetz betroffenen
Länder wie die EU, Russland, der Iran und so weiter gegenüber dem Imperium USA verhalten
werden und wie weit ihr Widerstand gehen wird.
Ob Daniela Gansers Feststellung, dass noch jedes Imperium irgendwann untergegangen sei,
sich bewahrheiten wird, wird die Zukunft zeigen.
